Smart Home – So funktioniert die Datenübertragung zwischen den Geräten

Das intelligente Zuhause gewinnt auch in Deutschland über die letzten Jahre immer mehr an Beliebtheit. Neben der Verbesserung des Komforts durch das Steuern von Heizungen, Lampen und Rollläden mit dem eigenen Smartphone bequem von der Couch aus, trägt die Vernetzung der eigenen vier Wände auch noch zu einer langfristig schmaleren Nebenkostenabrechnung bei. Beim Vergleich verschiedener Smart Home-Systeme kommen für Neulinge im Bereich der Kommunikation zwischen den Geräten häufig einige Fragen auf, die folgend näher beleuchtet werden sollen.

Die Voraussetzung für eine Kommunikation zwischen den Geräten

Smart Home Kommunikation zwischen den Geräten

Grundsätzlich ist es für eine reibungslose Kommunikation zwischen den Geräten notwendig, dass sie die selbe „Sprache“ sprechen. Soll heißen die verbundenen Geräte verfügen über Protokolle, die im Prinzip die „Sprache“ der Geräte darstellt. Es gibt verschiedene Übertragungsarten, mit denen die Geräte kommunizieren und sich so untereinander mithilfe der Protokolle austauschen. Dabei kann aus verschiedenen Kabelvarianten und der Funkübertragung gewählt werden.

Übertragung per Kabel oder Funk

Das am häufigsten verwendete verdrillte Kupferkabel ist das Bus-Kabel J-Y(ST)Y 2x2x0,8mm². Eine nachträgliche Installation kann allerdings sehr kostspielig werden und sollte bei einem Neubau oder einer Sanierung verwendet werden. Powerline eignet sich als Alternative zum üblichen Bus-Kabel. Es kommuniziert über das vorhandene Stromnetz zwischen den Geräten. Andere Alternativen wären Flachkabel, die bequem an der Wand entlang gelegt werden können oder Ethernetkabel, deren Verlegung etwas komplexer ist.

Natürlich ist auch eine Übertragung per Funk zwischen den Geräten möglich, wenn keine Kabel verlegt werden sollen. Hierzu werden im Haus verteilt verschiedene Sender und Empfänger aufgestellt sowie eine Steuerzentrale, die eine kabellose Übertragung im ganzen Haus ermöglichen. kabel- und funkbasierte Systeme haben dabei natürlich jeweilige Vor- und Nachteile.

Übertragung per Kabel oder Funk

Vor- und Nachteile der kabelgebundenen Systeme

Die Vorteile von kabelgebundenen Systemen liegen vor allem in der sicheren Übertragung der Daten. Damit ist eine schnelle und relativ störungsfreie Übertragung zwischen den verbundenen Geräten gesichert. Außerdem lassen sich die Leitungen bei einem Neubau einfach mit den Elektrogrundinstallationen verlegen.

Der Vorteil der einfachen Installation bei Neubauten ist gleichzeitig auch der große Nachteil von kabelgebundenen Systemen. Eine nachträgliche Installation von Buskabeln ist eine schwierige Angelegenheit. Außerdem muss die Kabelverlegung vorab genau geplant werden und es entstehen höhere Kosten als bei funkbasierten Systemen.

Vor- und Nachteile von funkbasierten Systemen

Der Vorteil von funkbasierten Systemen liegt vor allem in der einfachen Installation des Systems, auch bei einer nachträglichen Installation. Außerdem fallen die Kosten geringer aus als in der kabelgebundenen Variante.

Nachteile von funkbasierten Systemen sind unter anderem die höhere Anfälligkeit für Störungen und eine begrenzte Reichweite, die mit Repeatern ausgeglichen werden muss, um eine optimale Versorgung des kompletten Hauses sicherzustellen. Des Weiteren ist bei batteriebetriebenen Systemen darauf zu achten, dass natürlich auch die Batterien von Zeit zu Zeit gewechselt werden müssen.