Was ist das Darknet und wie funktioniert die Schattenseite des Internet?

Das Darknet und seine Nutzungsmöglichkeiten

Das Internet bietet nicht nur sonnenbeladene Seiten, sondern weißt ebenfalls Schattenseiten auf. Theoretisch surft der Durchschnittsmensch nur in einem Bruchteil des Internets und hält sich von der dunkelsten Stelle fern. Das sogenannte Darknet bietet eine Austauschfläche für Informationen und Daten, welche mit größtmöglicher Anonymität veröffentlicht oder getauscht werden müssen. Neben Ländern mit starker Zensur verwenden auch viele Kriminelle die dunkle Seite des Internets.

Um nicht jeder Person den Zugriff auf die in vielen Fällen hoch sensiblen Daten zu ermöglichen, ist der Zugang zum Darknet erschwert und nicht ohne gewisse Vorkehrungsmaßnahmen möglich.

Was ist das Darknet?

Was ist das Darknet

Das Darknet, wortwörtlich übersetzt „dunkles Internet“, ist ein Teil des herkömmlichen Internets. Im Gegensatz zu den frei verfügbaren Websites bietet es jedoch Zugang zu geheimen Daten. Unter anderem verwenden User, welche in Ländern mit einer starken Zensur leben, das Darknet, um ihre Inhalte anonym zu veröffentlichen und auszutauschen. Ebenfalls finden sich zahlreiche kriminelle Inhalte im hier, da dieser Bereich sich dem Zugriff der Behörden entzieht. Unter anderem werden Waffen gehandelt, was wiederum über Standardseiten des „normalen“ Internets nicht möglich ist.

Dennoch nutzen auch Behörden die Informationsdichte in der dunklen Seite des Internet, um Verbrechern auf die Spur zu kommen. Das Darknet ist einer Vielzahl der Standard-Internetuser ein Fremdbegriff, da der Zugang zu dessen Inhalte nur schwer möglich ist. Dies bedeutet, dass ein normaler User ohne Vorkenntnisse nicht an die Inhalte des Darknet kommen kann.

Der Zugang zum Darknet

Um auf das Darknet zugreifen zu können, benötigt der User bestimmte Voraussetzungen. Standardbrowser wie dem Internet Explorer, Firefox oder Google Chrome beispielsweise wird der Zugang verwehrt. Damit im Darknet gesurft werden kann, werden sogenannte Anonymisierungsdienste verwendet. Diese bieten die Möglichkeit, anonym und unerkannt auf sämtlichen Seiten des Internets inklusive dem Darknet zu kommunizieren.

Die Anonymisierungsdienste verhindern hierbei, dass die eigene Internetaktivität durch andere ausspioniert werden kann. Der User darf während der Benutzung der Dienste allerdings keine persönlichen Daten eingeben, sodass der Zugang zu Social-Media-Plattformen oder Mail-Accounts vermieden werden muss.

Zugriff mittels TOR

Besonders beliebt, um im Darknet Informationen zu erhalten bzw. veröffentlichen, ist das Anonymisierungsnetzwerk TOR. TOR beherbergt zusätzlich zu seiner Aufgabe als Anonymisierungsdienst Bereiche des Darknet. Die Webseiten, welche im normalen Internet nicht aufgerufen werden können, werden auf den TOR-Servern versteckt. TOR, „The Onion Router“ bzw. „der Zwiebel-Router“ muss zunächst auf dem PC des Anwenders installiert werden.

Anschließend leitet die TOR-Software jedes Datenpaket, welches empfangen bzw. gesendet wird, in verschiedene, zufällig ausgewählte Rechner, sogenannte Nodes, weiter. Die Datenpakete kommen letztendlich über einen Endknoten, dem Exit Node, im Internet an. Für die Geheimhaltung und Anonymisierung sorgt eine mehrfache Verschlüsselung im Zwiebelschalenprinzip. Jeder Node, welcher am Transport beteiligt ist, entschlüsselt jeweils eine Schicht.

Mittels Verschlüsselung werden nicht nur die Dateien geheim gehalten und vor einer möglichen Spionage beschützt, sondern auch Webseiten und Webadressen versteckt. Nur bestimmte Verbindungsknoten des TOR-Netzes sind in der Lage, die Verschlüsselungen zu dekodieren.

Eine Schritt für Schritt Anleitung, wie man den Zugang über den TOR-Browser herstellt, findest Du bei den Datenschutzexperten von owldetect.com.

Fazit – Die Schattenseite des Internets

Das Darknet stellt die Schattenseite des Internets dar. Die geheimen, sensiblen Daten werden unter strenger Geheimhaltung veröffentlicht, so dass die veröffentlichte Person geschützt und ihre Anonymität gewahrt bleibt. Im Darknet befinden sich zahlreiche geheime Daten, aber auch illegale Websites. Der Zugang zum Darknet ist nicht über einen regulären Browser, sondern über Anonymisierungsdienste wie TOR möglich.

Sämtliche Daten, welche über die TOR-Server übertragen werden, werden mehrfach verschlüsselt, um eine Spionage zu verhindern. Das Darknet bietet nicht nur einen Zugang zu illegalen Machenschaften. Personen aus Ländern mit einer strengen Zensur erhalten gleichzeitig eine Veröffentlichungsplattform für ihre Inhalte und Daten.

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