WLAN oder Kabel – wo liegen Vorteile und Nachteile?

Auf dem Markt der Netzwerktechnik gewinnt das WLAN immer mehr an Bedeutung. Jeder neu beantragte Internetanschluss wird meist mit einem WLAN-fähigen Gerät bereitgestellt, auch für das Einrichten kleiner oder größerer Netzwerke wird diese Technik immer öfter verwendet und ist aus dem Bereich der Telekommunikation nicht mehr wegzudenken. Es stellt sich die Frage, ob das WLAN der herkömmlichen Kabelverbindung tatsächlich überlegen ist.

Wlan-Router DWL-900AP-250WLAN steht für „wireless local area network“. Wie aus dem Namen schon zu schließen ist, findet die Verbindung zum Netzwerk hier ohne Kabel („wireless“) statt, anders als beim bisherigen LAN („local area network“), wo eine Kabelverbindung hergestellt werden musste.

Dies ist der größte Vorteil der Wireless-Technik: Es muss weniger verkabelt werden. Dadurch entfällt ein Teil des Arbeitsaufwandes, der beim Einrichten eines neuen Netzwerkes normalerweise notwendig ist.

Eine Kabelverbindung besteht jedoch weiterhin zwischen der Basisstation, Router genannt, und der Telefondose. Der Router ist ein kleines Gerät, oft mit einer Antenne versehen, das das Netzwerk verwaltet und die Verbindung zum Internet herstellt. Über den Router verbinden sich alle Teilnehmer mit dem Netzwerk und dadurch mit dem Internet. Auch Daten können zwischen den einzelnen Teilnehmern über den Router ausgetauscht werden.

Durch diese Netzwerktechnik ergeben sich viele Vorteile für den Benutzer. Wie oben schon erwähnt, fällt lästige Verkabelungsarbeit zum größten Teil weg. Ohne die Beschränkungen eines Netzwerkkabels (in der Fachsprache als Patchkabel bezeichnet) lassen sich mobile Geräte, zum Beispiel Notebooks, frei im Netzwerk bewegen und sind in ihrer Entfernung zum Router nicht durch die Kabellänge beschränkt. So lassen sich leicht auch größere Netzwerke realisieren, da jeder Teilnehmer sich nur über Funk mit der Basisstation verbinden muss.

Weiterhin können beispielsweise WLAN-fähige Drucker an das Netzwerk angeschlossen werden, dadurch kann jeder Benutzer unabhängig von seinem Standort Druckaufträge schicken. Zusätzlich lassen sich durch WLAN auch so genannte Ad-hoc-Verbindungen herstellen. Dies sind kleine Netzwerke ohne Router, zum Beispiel zwei zwecks Datenaustausch verbundene Computer. Hier entfällt allerdings der Internetzugang, sofern keiner der teilnehmenden Computer mit einem Internetnetzwerk verbunden ist.

LAN-VerkabelungEin Problem bei der WLAN-Netzwerktechnik stellt die Reichweite der Router dar. Die gängigen Geräte sollen auf freier Fläche eine Sendeleistung von 30 bis zu 100 Metern haben. Allerdings stören Hindernisse den Datenverkehr.

Wände, vor allem mit Metallanteilen, dämpfen die Leistung der Station und können zu Verbindungsproblemen führen. Auch andere Geräte, die Daten senden und empfangen, beispielsweise Mobiltelefone, können den Datenverkehr beeinträchtigen.

Dazu sei jedoch angemerkt, dass bei kleinen Netzwerken in Wohnräumen normalerweise keine Schwierigkeiten auftreten und die Sendeleistung des Routers oft sogar gedrosselt werden kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit des Netzes. Ohne Netzwerkkabel können sich unerwünschte Benutzer mit dem WLAN verbinden und so den Internetanschluss mit benutzen. Im Falle illegaler Aktivitäten gehen diese dann auf den Anschlussinhaber zurück. Aus diesem Grunde ist unbedingt auf eine sichere Verschlüsselung der Daten zu achten. Ein komplizierter WLAN-Schlüssel (das Passwort für die Teilnahme am Netzwerk) hindert fremde Benutzer daran, das Netzwerk zu missbrauchen.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die WLAN-Technik bietet Bewegungsfreiheit für Endgeräte, die Installation ist weniger kompliziert, was vor allem bei großen Netzwerken von Vorteil ist. Bei durchdachten Sicherheitsvorkehrungen ist sie auch nicht missbrauchsanfälliger als eine Kabelverbindung.