Hoffen und mitfiebern: Wie guckt sich Fußball am besten?

Einen offiziellen Test zu diesem Thema gibt es noch nicht, keine Tabellen und Kundenbewertungen. Schließlich handelt es sich um eine ganz individuelle Erfahrung, die jeder ein Stück weit anders beurteilt. Eines ist jedoch klar: So vielfältig wie heute waren die Möglichkeiten noch nie, aufregende Fußballspiele zu schauen. Ob allein, zu zweit oder in einer ganzen Horde von Fans, jedes Erlebnis besitzt seinen eigenen Wert. Wir schauen uns die verschiedenen Medien einfach mal genauer an.

Echte Live-Erlebnisse sind noch immer am Schönsten?!

Die Gelegenheiten, dem Geschehen auf den erst-, zweit und drittklassigen Rasen Deutschlands zu folgen, sind sehr vielseitig. Auf der einen Seite gibt es natürlich immer die Option, das eigene Lieblingsteam live im Heim- oder Gästeblock des jeweiligen Stadions anzufeuern und so das Spielgeschehen aus nächster Nähe mitzuerleben.

Auf der anderen Seite bieten sich aber auch viele Möglichkeiten zu Hause oder in der näheren Umgebung des Wohnorts. So werden die Spiele auch im Fernsehen oder Radio übertragen und auch im Internet gibt es diverse Audio-Streams, die den Sport lizenziert übertragen dürfen. Wer in dieser Saison noch live Fußball erleben möchte, muss sich natürlich beeilen, denn am Wochenende finden bereits die letzten Spiele dieser Spielzeit statt.

Tatsächlich versprechen die letzten Duelle große Spannung, denn vom Meister bis in die Europa-Qualifikation kann es noch Veränderungen geben. Laut den Prognosen der Experten schafft es Leverkusen womöglich noch in die Champions-League, während Gladbach in der Europa-League spielen würde. Allerdings ist dies nur der wahrscheinlichste Ausgang.

Jeder weiß jedoch, dass es im Fußball nicht immer so ausgeht, wie anfangs gedacht. Überraschungen sind immer möglich, Bayern München muss nicht die nächsten 1.000 Jahre den DFB-Pokal gewinnen. Das Live-Erlebnis wird allerdings manchmal ein wenig getrübt, zum Beispiel wenn es auf der Tribüne allzu aggressiv zugeht oder sich vor dem WC ewig lange Schlangen bilden. Aber echte Fans sehen darüber hinweg, sie hält nichts daheim im Sessel.

Beim Public Viewing das Live-Feeling von Weiten kosten

Grandiose Triumphe und furchtbare Niederlagen, sie liegen im Fußball so eng beieinander wie kaum irgendwo sonst. Dabei kommen ganz automatisch auch ganz viele Emotionen ins Spiel; weinende, schreiende und jubelnde Fans sind keine Seltenheit. Gerade wegen des ständig im Raum stehenden Gefühlsüberschwangs schauen sich Fußballfans sehr gerne entscheidende Spiele gemeinsam an.

Dann kann man sich zwischendurch so herrlich in den Armen liegen! Die großen Leinwände beim Rudel-Viewing bieten sich hervorragend dazu an, Fußball zu einem wahren Gemeinschaftserlebnis zu machen. Nur schnell den Live-Stream vom Handy oder Notebook per Beamer auf die weiße Fläche zaubern – und schon geht die Party los. Die passenden leistungsfähigen Lautsprecher dürfen dabei natürlich nicht fehlen, damit die versammelte Fangemeinde auch die Gesänge im Stadion nach Herzenslust mitgrölen kann.

Dabei kommt beinahe das Gefühl auf, tatsächlich live dabei zu sein, besonders, wenn das Event in einer großen Halle oder auf einem weitläufigen Platz mit sehr vielen Menschen stattfindet. Euphorie macht sich breit, La-Ola-Wellen wogen durchs Publikum, man wird eins mit der Masse und taucht ganz tief ein ins Fußball-Universum.

Intensiver geht es kaum, oder? Alles, was solche Großveranstaltungen ausmacht, kommt natürlich auch hierbei wieder mit an Bord: Betrunkene Fans, Pöbeleien und schmutzige Klos wären hier als Beispiele zu nennen. Wer die Vorteile des Public Viewings liebt, wird aber auch die möglichen Nachteile akzeptieren.

Fussballspieler mit Fuß auf dem Ball
Bild von Phillip Kofler auf Pixabay

Fußball in vertrauter Atmosphäre: TV und Bier in der Stammkneipe

Etwas intimer wird die Sache schon, wenn das Fußballrudel sich in der Stammkneipe versammelt und in vertrauter Umgebung ein paar Bierchen zischt, während der Flachbildfernseher das passende Fußball-Input bereitstellt. Meistens kommen dabei nicht ganz so große Horden zusammen, sondern die meisten Gesichter im Umfeld sind bekannt. Jubeln und schimpfen lässt es sich in dieser Umgebung ziemlich gut, schließlich fühlen sich die meisten Anwesenden fast wie zu Hause.

Okay, vielleicht verkneift der Einzelne sich auch die eine oder andere wütende oder enttäuschte Bemerkung, weil ihm gegenüber ausgerechnet die Angebetete sitzt oder sich ein Vorgesetzter in Hörweite befindet. Anonymität ist in der Stammkneipe Mangelware, das Untertauchen in der Masse funktioniert nicht. Wer sich richtig dämlich daneben benimmt, bekommt das auch Wochen später noch aufs Brot.

Aber dazu muss es ja nicht kommen, vielleicht bleibt alles wunderbar im Rahmen – oder die Gesellschaft ist derart eingeschworen, dass gemeinsames Feiern auch bis zum Abwinken ohne haarige Konsequenzen funktioniert. Besonders schön: Der Heimweg von der Stammkneipe ist in der Regel nicht lang, nach der großen Fußballparty wartet das heimische Bett in fußläufiger Entfernung.

Die Diskussion, wer an diesem Abend das Fahren übernimmt, wird vor diesem Hintergrund überflüssig. Und auch die Fahrzeiten der Öffis sind ganz egal. Du kannst trinken, was dir beliebt, und gehen, wann immer du willst. So fühlt sich wahre Freiheit an.

Allein am Display oder mit Freunden vorm TV – welcher Typ bist du?

Und dann wären da noch die eher zurückgezogenen Alleingucker zu nennen, die sich an das Display ihres Smartphones heften und jeden Augenblick für sich selbst innig genießen. Vielleicht entgeht ihnen zwischendurch mal ein kleiner Aufschrei oder ein Jubelruf, doch die meiste Zeit über schweigen sie. Manche von ihnen geraten hin und wieder auf Abwege, indem sie zwischendurch ein Spielchen spielen, E-Mails abrufen oder im sozialen Netzwerk herumlungern.

Ablenkung gibt es im Internet mehr als genug, Frust und Langeweile lassen sich hier sehr gut kompensieren. Wer lieber noch ein, zwei Freunde zum Fußballabend hinzunimmt, der setzt sich gemütlich aufs Sofa und lässt sein Sky-Abo für sich arbeiten.

Mit einer Tüte Chips und einer Kiste Bier vor dem Fernseher abzuhängen, das macht ohnehin am meisten Spaß, wenn dabei das Leder über den Rasen rollt. Im kleinen Kreis lässt es sich auch herrlich über Strategien und Prognosen diskutieren, ohne dass überlauter frenetischer Gesang dabei stört. Der Weg zur Toilette ist kurz, es bilden sich keine Schlangen vor dem stillen Örtchen.

Verpasste Spannungsmomente und Tore gibt es also kaum, denn der Bildschirm ist immer in der Nähe. Das Fingerfood kann zu diesem Event sogar etwas üppiger ausfallen, schließlich stammt es aus der eigenen Küche und kostet deshalb nicht viel Geld. Du kannst dir außerdem ganz gemütlich deinen Single Malt Whiskey einschenken, den es auswärts ohnehin nicht zu trinken gibt. Zu Hause ist und bleibt eben zu Hause, da hält keine andere Örtlichkeit mit!

Frau vor dem Fernseher bom Fussball schauen
Bild von Luis Wilker Perelo WilkerNet auf Pixabay

Worauf stehst du?

Grenzenloses Fußballvergnügen lässt sich bei all den genannten Gelegenheiten erleben, es kommt eben ganz darauf an, was du magst. Vielleicht stellst du dir auch in der nächsten Saison eine schöne Mischung aus allem zusammen, um sämtliche Facetten zu genießen. Das ist allein deine Entscheidung.

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