PayTV auf dem Vormarsch – Das Erfolgsgeheimnis hinter dem bezahlten Fernsehen

Als Mitte der 90er Jahre mit Premiere der erste größere PayTV-Sender an den Start ging, bezweifelten viele Leute, dass das Konzept des „Bezahl-Fernsehens“ auf Dauer bestand haben würde. Die Preise waren zu teuer, das Angebot noch recht überschaubar und man hätte theoretisch 24 Stunden am Tag fernsehen müssen, damit sich das extra Abo überhaupt rentiert.

Doch über die Jahre konnte sich das Modell durchsetzen, sodass es mittlerweile auch in Deutschland mehrere PayTV-Anbieter gibt, die um die Gunst der Fernsehzuschauer buhlen. Aber was macht PayTV eigentlich so attraktiv, dass die Zuschauer dafür bezahlen möchten?

PayTV auf dem Vormarsch - Das Erfolgsgeheimnis hinter dem bezahlten Fernsehen

PayTV in Deutschland

Das Hauptargument der PayTV-Anbieter ist ihr großes und vielfältiges Sortiment an Sendungen. Jeder Anbieter von PayTV ermöglicht seinen Kunden den Zugang zu über 20 Sendern, die man im normalen Fernsehen gar nicht oder nur verschlüsselt empfangen kann, wie man auch auf Fachseiten wie sky-angebote24.com schön sehen kann. Neben eigenen Sendern werden beim PayTV zudem auch viele internationale Stationen wie beispielsweise FOX aus Amerika oder BBC aus England freigeschaltet.

Bei ihren eigenen Sendern bemühen sich die Anbieter von PayTV um eine möglichst breitgefächerte Auswahl unterschiedlicher Genre oder Themen, um für nahezu jeden Zuschauer auch etwas im Angebot zu haben. Kein Wunder also, dass PayTV laut schnatterente.net Zuwachsraten von bis zu 50 % besitzt. Wenn man Lust auf Sport hat, gibt es sogar eigene Sender für Fußball oder die Formel 1, eigene Cinema-Kanäle senden täglich Blockbuster frisch aus dem Kino und Serien für Kinder laufen auf den Family-Sendern.

PayTV und FreeTV

Anders als beim „normalen“ Fernsehen sind die Programme bei einem PayTV-Sender selten gemischt, sondern werden oft nach bestimmten Schwerpunkten sortiert. Dadurch kann man – egal wann man einschaltet – immer genau das sehen, was man sehen möchte. Egal ob Mystery am Morgen, Blockbuster am Nachmittag oder Zeichentrick am späten Abend.

Die frei zugänglichen Fernsehsender haben diesen Luxus nur selten, sondern werden in der Regel so zusammengestellt, dass ihr Programm möglichst viele verschiedene Zielgruppen anspricht. Darum gibt es dann beispielsweise auf einem Sender morgens ein Frühstücksmagazin, mittags leichte Kost mit Scripted Reality und abends mal einen Film mit einer anschließenden Dokumentation oder ähnlichem.

Die Zuschauer müssen also entweder warten bis eine Sendung für ihre Zielgruppe läuft oder das gesamte Programm über sich ergehen lassen. Da beim PayTV nicht nur ein oder zwei Sender, sondern teilweise 30 bis 40 eigene Sender angeboten werden, fällt dieses Zusammenquetschen von Zielgruppen weg und jede Interessengruppe hat theoretisch ihren eigenen Sender zur Verfügung.

PayTV auf dem Vormarsch - Das Erfolgsgeheimnis hinter dem bezahlten Fernsehen

Pay TV im Vorteil

Ebenfalls ein Trumpf von PayTV-Anbietern sind die eingekauften Lizenzen für Filme, Serien oder Sportübertragungen. Häufig laufen Filme, die noch vor kurzem im Kino liefen, bei den PayTV-Sendern bereits ein oder zwei Monate später. Auch Serien bekommen wesentlich früher ihren Sendeplatz im Bezahl-Fernsehen und bei Sportübertragungen haben sich einige PayTV-Anbieter die Übertragungsrechte gesichert, um so jedes Spiel einer Liga ausstrahlen zu können (siehe t-online.de).

Der Grund für die früheren Ausstrahlungen liegt übrigens einfach darin, dass die PayTV-Anbieter viel Geld investieren, um sich die Lizenzen an den Sendungen zu sichern, noch bevor die überhaupt in Deutschland eine Erwähnung finden. Wenn ein Film in Amerika ins Kino kommt, gehen direkt die Lizenzverhandlungen los.

Hat der Film es dann Monate später auch nach Deutschland geschafft, sind die Verhandlungen bereits längst abgeschlossen und es steht fest, welcher Sender den Film wann zur Verfügung hat. Zwar können sich an den Lizenzeinkäufen auch die freien Sender beteiligen, meistens haben die PayTV-Sender aber die Nase vorne, da sie mehr Kapital einsetzen können, um die Verhandlungen zu ihren Gunsten zu entscheiden.

HD und FullHD

Ein Vorteil, mit dem die Anbieter von PayTV in jüngerer Zeit mehr Kunden für sich begeistern konnten, ist die Qualität der Ausstrahlungen. Dir normalen TV-Sender hängen technisch gesehen noch zurück und übertragen die meisten Programme nur in SD-Qualität. Moderne Fernseher sind aber mittlerweile in der Lage Sendungen in HD oder FullHD auszustrahlen, was noch ein wenig schärfer und höher auflösender ist.

Die Filme und Serien wirken durch HD plastischer und haben mehr Detailreichtum. Um den HD- bzw. FullHD-Standart vermitteln zu können, müssten die Sender jedoch wieder zusätzliche Kosten aufbringen, weshalb sie zur Zeit nur vereinzelte Sendungen wie den großen Kinoblockbuster am Sonntag überhaupt in HD ausstrahlen, während alle anderen Sendungen im SD-Format gezeigt werden.

Die Ausstrahlung von Filmen und Serien in FullHD wird dagegen auf Tochter-Sender umgelegt, welche dann wiederum nur mit einem Abo bei einem PayTV-Anbieter empfangbar sind. Das hat auch was damit zu tun, dass für den Empfang der hochauflösenden Programme extra HD-Receiver benötigt werden, welche man sich als PayTV-Nutzer normalerweise direkt beim Anbieter bestellen kann, um auch das volle grafische Spektrum einer Sendung entsprechend genießen zu können.

PayTV auf allen Geräten

Schon lange haben sich die Anbieter von PayTV davon verabschiedet, ihre Zuschauer an feste Programme zu ketten, die ausschließlich über den heimischen Fernseher angeschaut werden müssen. Das mobile Fernsehen von Wunschprogrammen ist immerhin stark im Kommen. Das bedeutet, dass die Kunden von unterwegs mit einem Smartphone, Tablet-PC oder Laptop kostenlos auf das Sortiment ihres PayTV-Senders zugreifen und auch unterwegs fernsehen können.

Wenn ihnen das aktuell Gezeigte nicht gefällt oder wenn sie eine bestimmte Sendung verpasst haben, bieten viele PayTV-Anbieter auch eine Video-on-Demand-Option an. Damit kann man einen Film oder die Folge einer Serie quasi bestellen und sie entweder direkt oder zu einem auswählbaren Sendezeitpunkt anschauen. Die bestellbaren Videos finden sich dabei entweder in einer Art Monats-Programm, welches jeden Monat wechselt und nur die Filme und Sendungen beinhaltet, die in diesem Monat auch einen regulären Sendeplatz haben oder sie sind in einer eigenen Mediathek zu finden.

Damit steht den Zuschauern neben dem Sortiment der verschiedenen PayTV-Sender und derer Programme auch eine Plattform mit Videos zur Verfügung, sodass sie nahezu immer genau das finden können, worauf sie gerade Lust haben.

Fazit zum PayTV

Beim PayTV werden nahezu alle Trümpfe ausgespielt, um neue Zuschauer zu gewinnen. So werden große und vielfältige Angebote präsentiert, die auch von ihrer Optik her dank HD-Standart besser aussehen. Kinofilme und Serien laufen bereits wenige Wochen nach ihrem Erscheinen auf den verschiedenen PayTV-Sendern und wechseln regelmäßig.

Zusätzlich können die Kunden beim PayTV flexibel ihr Programm zusammenstellen und es häufig auch von unterwegs ansehen. Solche Vorteile können frei empfängliche Fernsehsender bisher eher selten bieten, weshalb das PayTV auch immer stärkeren Zuwachs bekommt.PayTV auf dem Vormarsch - Das Erfolgsgeheimnis hinter dem bezahlten Fernsehen


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