Sichere Passwörter – ein Passwort reicht nicht mehr

Durch die zunehmende Vernetzung von allen möglichen Geräten und Nutzung von zusätzlichen Diensten, wird auch die Anzahl der notwendigen Accounts immer größer. Empfehlenswert wäre es, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu erstellen. Dies erfordert aber eine immense Passwort-Vielfalt, welche wohl kaum im Gedächtnis behalten werden könnte.

Da ist es schon fast nachvollziehbar, dass Endnutzer oft zu demselben oder zu einfachen Passwörtern greifen. Um etwas mehr Komfort in der Welt der Passwörter zu bekommen, wird also häufig die eigene Sicherheit vernachlässigt und vergessen, wie leicht ein Passwort gehackt werden kann.

Hier geht es aber nicht nur um den Zugang zu sensiblen Informationen, auch Identitätsfälschung und Erpressung ist so teils möglich. Das beliebteste Passwort der Welt, ist nach wie vor „123456“. Hier folgt dicht „password“ auf dem zweiten Platz.

Zweifaktor-Authentifizierung (2FA)

Sichere Passwörter - ein Passwort reicht nicht mehr

Immer mehr Unternehmen wollen dem Datendiebstahl entgegen wirken. Eine Abhilfe kann hier die doch manchmal aufwändigere Zweifaktor-Authentifizierung schaffen. Der zusätzliche Schutz entsteht, da zusätzlich zu Benutzername und Passwort ebenso eine weitere Bestätigung benötigt wird, dass es sich auch wirklich um den berechtigten Nutzer handelt. Nach Eingabe des Benutzernamens und des Passworts, wird anschließend ein so genannter Token an eine hinterlegte Telefonnummer gesendet.

Hierbei handelt es sich um eine zufällig generierte Zahlenfolge welche meist aus 4 bis 8 Zeichen besteht. Erst nach Eingabe dieser, hat der Benutzer Zugriff. Das System funktioniert also ähnlich wie bei Online-Überweisungen (TAN).

Unsichere 2FA

Es existieren noch mehr Varianten der Zweifaktor-Authentifizierung. Diese sind allerdings alles andere als sicher. Denn hierfür werden Sicherheitsfragen wie „Der Name Ihrer Mutter?“ oder „Wo wohnen Sie?“ verwendet. Diese Fragen können meist schon durch ein wenig Recherche beantwortet werden.

Auch SMS können mittlerweile mit relativ geringem Aufwand abgefangen werden. Tokens also per SMS zu Empfangen, ist ebenfalls nicht mehr „state of the art“.

Sichere Passwörter - ein Passwort reicht nicht mehr

Sicheres Passwort erstellen und merken

Um eine wirklich sichere Zeichenfolge zu erstellen, sollte diese rein zufällig gewählt werden. Es sollten also keine Teile von Vor- oder Nachnamen so wie Spitznamen und ähnliche im Passwort enthalten sein. Ein sicheres Kennwort sollte zwischen 8 und 16 Zeichen lang sein. Hierbei sollten Groß- und Kleinbuchstaben, aber auch Zahlen und Sonderzeichen verwendet werden.

Ein Post-It worauf das Kennwort geschrieben steht direkt neben dem Computer aufzubewahren ist übrigens keine gute Idee. Eine moderne Merkhilfe bieten Passwort-Safes. Hierbei handelt es sich um eine Software, welche Benutzerdaten verschlüsselt abspeichert. Geöffnet wird dieser Safe mittels eines Master-Passworts. Diese Datenbank kann sogar zwischen mehreren Geräten synchronisiert werden, um die Passwörter aktuell zu halten.

Eines muss aber klar sein. Obwohl die meisten Passwort-Safes mit den neuesten Verschlüsselungstechnologien arbeiten, sind diese nie zu 100 Prozent sicher.Sichere Passwörter - ein Passwort reicht nicht mehr


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