Sicherheit bei USB-Sticks

Das USB-Sticks nicht gerade die sicherste Lösung sind, um Daten von A nach B zu bringen, dürfte nicht erst seit der Affäre mit der Spionage-Software Regin im Kanzleramt bekannt sein. Ohne jeden Zweifel sind USB-Sticks eine nützliche Sache und, wenn man einige Punkte beachtet, auch problemlos zu verwenden.

Und damit man auch weiterhin Freude an seinem USB-Stick hat, sollte man folgende Dinge beachten.

USB-Sticks sicher verwenden

USB-Stick

Sie sind klein, handlich und so praktisch: die USB-Sticks. Man hat eine Speichermöglichkeit für Daten immer und überall mit dabei. Selbst von der Größe her sind sie inzwischen wie kleine Festplatten. Aber sie bergen auch verschiedene Risiken.

Zum einen sollte man nicht denken, dass ein USB-Stick nicht kaputt gehen könnte. Auch hier sollte man die Daten, die man auf einem USB-Stick speichert, in regelmäßigen Abständen sichern. Gerade wenn man den USB-Stick nicht immer sauber nach der Verwendung unter Windows abmeldet, kann es zu Schreib- und Lesefehlern kommen.

Ein USB-Stick kann aber auch eine Übertragungsquelle für Viren, Trojaner und andere Schadsoftware sein. Denn der USB-Stick ist schließlich dazu gedacht mal an diesem und mal an jenem Rechner angeschlossen zu werden. Ein präparierter USB-Stick kann aber noch viel mehr als nur einen Virus platzieren.

Es ist sogar möglich den Rechner komplett zu übernehmen und aus der Ferne Zugriff auf alle Funktionen zu haben, wie Mitarbeiter der Security Research Labs (SRLabs) bewiesen haben. Wie genau sie das angestellt haben, kann man in einem Artikel auf zeit.de erfahren.

Um die Möglichkeiten einer Infektion oder Übernahme des eigenen Rechners einzuschränken, kann man per Tools auch die Möglichkeiten der vorhandenen USB-Anschlüsse einschränken. Grundsätzlich kann man, so sehe ich das jedenfalls, auf das Autoplay beim USB-Stick verzichten.

Ein Tool mit dem sich der USB-Anschluss konfigurieren lässt ist z.B. Phrozen Safe USB v2.0.

Phrozen Safe USB v2.0

Natürlich ist es keine Lösung den USB-Anschluss komplett zu deaktivieren. Aber die Read Only Option kann durchaus nützlich sein.

USB Anschlüsse am NotebookEin weiteres Problem, was nur indirekt mit USB-Sticks zu tun hat, kann bei der Verwendung von USB-Hubs (weitere Informationen dazu auf www.usb-hub.org) auftreten. Oftmals reichen die vorhandenen USB-Anschlüsse nicht aus, gerade wenn man bedenkt, dass inzwischen Tastaturen und Mäuse fast nur noch per USB angeschlossen werden.

Der USB-Anschluss an sich ist ja so ausgelegt, dass er ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Das macht man sich sogar zu Nutze, wenn man sein Smartphone oder Tablet über den USB-Anschluss am PC auflädt. Der USB-Anschluss mag es aber gar nicht, wenn er von außen mit Strom versorgt wird.

Und genau das kann bei manchen billigen USB-Hubs passieren, wenn diese Geräte über eine eigene Stromversorgung verfügen. Bei manchen Geräten fließt dann über den USB-Hub Strom in den USB-Anschluss des Rechners und kann diesen unter Umständen beschädigen.

Zusammenfassung und Fazit

USB-Sticks sind praktisch, wenn man Daten sichern möchte oder von einem Rechner zum anderen Rechner transportieren muss. Und wenn man sich an einige Grundsätze hält ist das Risiko auch vertretbar gering. Aber der gesunde Menschenverstand sollte ja beim Umgang mit dem Computer und dem Internet immer aktiv sein.

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