Apple Pay vs. Samsung Pay – Die bargeldlose Zukunft

Wie werden wir in Zukunft unseren Einkauf bezahlen? Die klassischen Zahlweisen Bargeld, EC- und Kreditkarten stehen vor einem Umbruch. In Zukunft werden die mobilen Anwendungen an Bedeutung gewinnen und das Bezahlen mit dem Smartphone wird zur gängigen Praxis heranreifen.

Mobiles Bezahlen wird zum Trend

Bildquelle: © Apple Pay (TheTruthAbout/flickr, CC BY-SA 2.0)
Bildquelle: © Apple Pay (TheTruthAbout/flickr, CC BY-SA 2.0)

Seit dem die beiden Giganten Samsung und Apple ihre Bezahlsysteme vorstellten, schlugen die Nachrichten ganze Wellen los. Laut Umfragen bejahen vor allem Menschen unter 30 den Wandel hin zum bargeldlosen Zahlen. Man könnte meinen, Apple und Samsung haben den Trend beziehungsweise das Potenzial eines Marktes erkannt, den sie nun zu erobern versuchen.

Hinter den Türen der Programmierabteilung der beiden Technologiekonzerne wird indes weiter fleißig an der Zukunft getüftelt. Doch wie funktionieren Apple und Samsung Pay und wo liegen die Unterschiede der beiden Konkurrenzsysteme?

So funktionieren Samsung Pay und Apple Pay

Zunächst basieren beide Systeme auf dem gleichen Prinzip. Das Smartphone wird zur digitalen Geldbörse, mit dem man seinen Einkauf im Supermarkt oder den nächsten Kinoeintritt bezahlt. Der Unterschied beider Bezahlsysteme liegt in der Technik. Beide Anbieter verwenden zwar NFC (Near Field Commuication), jedoch verfügen Samsungs Geräte zusätzlich über Magnetic Secure Transmission (MST).

Die Technik macht den Unterschied

Während man mit einem iPhone nur in Geschäften bezahlen kann, die über einen entsprechenden NFC Terminal verfügen, kann mit Samsung Pay quasi überall dort bezahlt werden, wo sich ein handelsübliches Kartenlesegerät befindet. Denn MST erlaubt es Samsung Pay, Daten an die magnetischen Empfänger der Kartenlesegeräte zu senden.

Das Smartphone braucht dafür nur über das Lesegerät gehalten werden. Ähnlich einer Kreditkarte wird das Smartphone gleichsam „durchgezogen“.

Samsung Pay startet erst 2016

Im Gegensatz zu Apple Pay erscheint das Bezahlen mit Samsung Pay zunächst vorteilig. Allerdings wird die Bezahlmethode über den Magnetstreifen zunehmend abgeschafft. Anstatt die Kredit- oder EC-Karte durch ein Bezahlgerät zu ziehen, wird aus Sicherheitsgründen verstärkt auf die Bezahlung mit PIN gesetzt. Ob der Erfolg von Samsung Pay dadurch behindert wird, ist bislang jedoch unklar.

Bislang hat sich weder Apple noch Samsung Pay als relevante Bezahlmethode durchgesetzt. Das liegt zum einen daran, dass Samsung Pay erste Ende August 2015 in den USA angeboten wird und der Deutschland Start wohl erst 2016 folgt.

Apple Pay hingegen gibt es bereits seit Oktober 2014. Jedoch beschränkt sich der Dienst bislang auf die USA und seit Juli 2015 auf Großbritannien. Allerdings waren beide Markstarts für Apple ein Erfolg. Das zeigen die Zahlen von McDonald`s in den USA. Denn mittlerweile wird dort jede zweite mobile Zahlung über Apple Pay abgewickelt.

Ob Samsung mit seinem Bezahldienst am Erfolg wird anknüpfen können, wird die Zukunft zeigen. Allerdings sehen die Chancen für Samsung Pay gut aus.

Bildquelle: © Samsung vs Apple (Kārlis Dambrāns/flickr, CC BY 2.0)
Bildquelle: © Samsung vs Apple (Kārlis Dambrāns/flickr, CC BY 2.0)

Samsung mit höherem Marktanteil in Deutschland

Mit einem Marktanteil von über 40 Prozent in Deutschland besitzt Samsung Pay eine gute Ausgangsbasis, zumal das System von Samsung nicht wie Apple Pay auf spezielle NFC Geräte beschränkt ist. Mit einem Anteil von gerade einmal 12 Prozent wird es Apple aller Voraussicht nach schwerer haben, seinen Bezahldienst in Deutschland erfolgreich zu etablieren. Zudem müssten zahlreiche Ladeninhaber neue Lesegeräte mit NFC-Chips anschaffen, um Apple Pay überhaupt anbieten zu können.

Wer sich also in Zukunft vom Bargeld abwenden möchte und voll und ganz auf das mobile Bezahlen mit dem Smartphone setzt, sollte mit Samsung Pay gute Chancen haben, in vielen Geschäften in Deutschland einkaufen zu können. Das passende Samsung Smartphone kann mit einem Gutschein von couporando.de zum neuen Handytarif günstig bestellt werden.

Zum Thema Sicherheit

Bei der Nutzung mit Apple Pay muss der Nutzer vor jedem Zahlungsvorgang seinen Fingerabdruck auf dem iPhone identifizieren lassen. Weitere Sicherheiten soll laut Apple auch der Chip „Secure Element“ bieten. Darin wird eine verschlüsselte Gerätekontonummer erstellt, die vom Betriebssystem des iPhone isoliert ist. So soll keiner der Transaktionsteilnehmer die Möglichkeit haben, die eigentliche Kartennummer einzusehen.

Auch Samsung Pay setzt zur Identifizierung des Nutzers voll und ganz auf den Fingerabdruck. Ähnlich wie bei Apple sollen auch Kreditkartennummern nicht auf dem lokalen Gerät gespeichert werden. Bei einem Diebstahl des Smartphones soll es darüber hinaus möglich sein, das Gerät über die Funktion „Find My Mobile“ zu lokalisieren, es bei Bedarf zu sperren oder alle Daten aus der Ferne zu löschen.

Inwiefern sich beide Systeme jedoch als wirklich sicher erweisen, werden erste Tests zeigen. Doch bis dahin heißt in Deutschland: abwarten.



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