Digital Detox: 7 Vorteile von Medien-freien Phasen

Smartphones – die kleinen multifunktionalen Helferlein erleichtern uns den Alltag und beschleunigen ehemals aufwändige Prozesse: Terminplanung, soziale Kontakte pflegen, schnelles Beantworten von Mails – Und das alles mal eben zwischendurch und jederzeit mit einem Fingerwisch. Anstatt miteinander zu reden, wird heute gechattet. Anstatt den Hunger zu stillen, das Essen fotografiert. Anstatt ein Buch zu lesen, die Timeline bei Facebook durchgescrollt. Und manch einem ist es unwichtiger gut zu schlafen oder Zeit mit dem Partner zu verbringen, als dem Vibrieren des Handys nachzugehen.

Zeitgleich fällt das deutsche Bildungsniveau, der Stresspegel jedoch steigt und das nahezu proportional mit der Anzahl an Smartphone-Besitzern. So verwundert es nicht, dass Burnout und Handynacken quasi schon zum Alltag gehören. In Deutschland existieren bereits die ersten Suchtkliniken für Handy-Besessene. Denn Smartphones können krankmachen – seelisch wie körperlich. Digital Detox soll helfen!

Warum uns das Smartphone süchtig und krank macht

Digital Detox: 7 Vorteile von Medien-freien PhasenDer Mensch ist ein soziales Wesen und wünscht sich Verbundenheit. Im Zeitaltalter von Individualisierung und Ellenbogengesellschaft scheint jedoch nur der Stärkste zu gewinnen. Wahre Freunde in der Realität gibt es immer weniger. Dafür jedoch 500 und mehr bei Facebook. Ein „perfekter“ Ausgleich. Jedes Vibrieren und Aufleuchten weckt sodann in uns das Gefühl: „Jemand denkt an mich, ich werde geliebt, ich bin wichtig, ich werde gebraucht.“ Die Technik bringt uns also das Gefühl der Verbundenheit und der Nähe wieder.
Und wer dann nicht zeitnah auf jede Nachricht reagiert, dem droht scheinbar bald der „Liebesentzug“.

Deshalb ist jeder Like so entscheidend, jede Nachricht wichtiger als der Gegenüber und jedes Aufleuchten des Handys ein kleines Glücksfeuer im Körper. Das alles hat jedoch seinen Preis: Missverständnisse und Streits entstehen über digitale Nachrichten wesentlich schneller und häufiger; unsere Gefühlswelt und Laune ist von einem Gerät abhängig; wir haben verlernt zu entspannen und sehen die Schönheit der Welt nicht mehr.

Neben psychischen Problemen wie geringe Motivation, Depressionen und Stresssymptomen, leidet auch die Physis: entzündete Bänder und Sehnen im Handgelenk, Nackenschmerzen vom Herabblicken, Kurzsichtigkeit, Kopfschmerzen und vieles weitere.

Digital Detox: 5 simple Schritte zu einem entspannten Umgang mit dem Smartphone

Neue Gewohnheiten etabliert man am besten Schrittweise, um sie langfristig im Alltag zu integrieren. Nimm Dir daher Schritt für Schritt vor, aber sei dann konsequent.

  1. Entmülle Dein Handy von allen Apps, die Du nicht nutzt.
  2. Deaktiviere alle Benachrichtigungen. Das heißt kein Blinken, vibrieren oder ähnliches.
  3. Starte Deinen Morgen Handyfrei und benutze es beispielsweise erst nach dem Frühstück.
  4. Schaffe Smartphone-freie Phasen (z.B. von 19-9 Uhr). Teile Deinen Freunden mit, wann Du erreichbar bist und wann nicht. So kann sich keiner beschweren.
  5. Die Königsdiziplin: “Entgifte“ ein ganzes Wochenende. Verzichte auf jegliche Form von Medien. Kein Fernseher, kein Internet, kein Handy.

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Infografik mit freundlicher Unterstützung von Ergotopia.de