Handyüberwachung per App – Was gibt es zu beachten?

Die moderne Technik in Form von Apps ermöglicht eine umfassende Überwachung. Aktuelle Spionage-Apps überwachen und zeichnen alle Nutzungen des Endgeräts auf, protokollieren Nachrichten sowie Chat-Verläufe und machen auch vor sensiblen Daten keinen Halt. Rund um die Überwachungs-App für Handy und Tablet gibt es aber wichtige Punkte zu beachten.

Handyüberwachung per App – Wann ist die Anwendung überhaupt erlaubt?

Handyüberwachung per App

Die Nutzung einer Überwachungs App für Handy und Tablet ist strengen Regularien unterworfen. So muss die eindeutige Zustimmung des Besitzers bzw. Nutzers des Geräts für die Anwendung der App vorliegen. Liegt diese Zustimmung nicht vor, ist auch die Nutzung der App nicht erlaubt. Denkbare Einsatzmöglichkeiten für die Apps unter Beachtung aller gesetzlichen Vorgaben gibt es somit eher wenige.

Besonders beliebt sind die Apps aber dennoch vor allem bei Eltern, die mit diesen Programmen den vollen Zugriff auf das Smartphone des Kindes haben möchten. Die Anwendung ohne das Wissen des Kindes stellt eine rechtliche Grauzone dar, ist dementsprechend prinzipiell nicht verboten.

Wie funktioniert die Überwachungs-App für Handy und Tablet?

Die genaue Funktionalität variiert stark von App zu App. Theoretisch ist mit den kleinen Programmen aber tatsächlich beinahe alles möglich. Die Apps funktionieren über das Internet, übertragen die gesammelten Daten und Informationen an einen Server. Der Nutzer der App ruft die gewünschten Informationen dann in der Regel mittels persönlicher Nutzerkennung über einen Webbereich auf.

Einmal auf dem Smartphone installiert, überwachen die Apps alle grundlegenden Funktionen. Getätigte Anrufe gehören hier ebenso zu wie versandte Nachrichten, installierte Apps oder neue Fotos, die der Nutzer mittels Kamera aufnimmt. Auch Ausflüge in das Internet verfolgen die Überwachungs-Apps sehr genau und stellen in einer Übersicht die besuchten Seiten oder getätigte Downloads dar.

Viele der besonders umfangreichen Apps bieten in einem gewissen Maße die Möglichkeit, Tätigkeiten auf dem überwachten Smartphone zu unterbinden. Dies gilt beispielsweise für die Sperrung von Anrufen oder für einen eingeschränkten Internetzugriff. Gerade durch diese Funktionalität eignen sich viele der Apps für die Kinder-Kontrolle.

Für welche Endgeräte stehen entsprechende Apps zur Verfügung?

Prinzipiell stehen Apps für die Handyüberwachung für die gängigen Systeme zur Verfügung. Sowohl für Smartphones und Tablets mit Android- wie auch iOS-System ist der Download möglich, aber auch hier gibt es wichtige Besonderheiten. Dies gilt in erster Linie für iOS-Geräte aus dem Hause Apple.

Diese benötigen in der Regel vor der Installation der Überwachungs-App einen sogenannten Jailbreak. Erst dieser ermöglicht einen Zugriff auf alle Funktionen des Smartphones, welcher für die erfolgreiche Anwendung der Überwachsungs-Apps als Voraussetzung gilt.

Bei der Anwendung eines Android-basierten Endgeräts entfällt dieser Schritt meist. Durch die offenere Struktur des Systems liegen meist die notwendigen Berechtigungen ab Werk vor. Lediglich wenige Apps erfordern für weitgehenden Zugriff (z.B. auf WhatsApp) einen sogenannten Root des Systems.

Die passende App finden – Wichtige Fakten

  • Kostenlose Angebote sind meist keine gute Entscheidung
  • viele dieser Apps sind fehlerhaft, häufig sogar virenbelastet
  • Preise von über 20 Euro pro Monat sind für gute Apps heute Standard
  • die meisten Anbieter stellen verschiedene Pakete bzw. Tarife zur Verfügung, ein genaues Lesen hilft
  • Wichtig: Die Systemvoraussetzungen im Voraus überprüfen, um eine fehlerfreie Anwendung zu ermöglichen
  • eine Geld-zurück-Garantie signalisiert Sicherheit
  • bietet die App eine Testversion, lässt sich diese umfangreich vor dem Kauf ausprobieren

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Stand: 11.12.2018 um 10:37 Uhr, * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API