Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone gewinnt in Deutschland an Akzeptanz

Wird wohl auch Deutschland bald bargeldlos? In den USA und in Ländern wie Schweden ist es bereits seit langer Zeit Gang und gäbe, ganz ohne Bargeld aus dem Haus zu gehen, schließlich kann man sowieso überall sogar Kleinstbeträge mit der Kreditkarte oder dem Smartphone bezahlen. Deutschland hinkt auf diesem Gebiet jedoch noch hinterher. Viel zu sehr lieben die Deutschen noch immer ihre Münzen und Scheine. Doch tatsächlich ist inzwischen ein Wandel zu erkennen, denn 2018 wurde erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld bezahlt.

Auch ergab eine Studie, dass sich zwei Drittel der Deutschen ärgern, wenn sie an der Kasse nicht bargeldlos bezahlen können. Dieser Trend lässt sich auch an der bestehenden Akzeptanz von digitalen Bezahlmethoden im Netz, sowie dem wachsenden Angebot der mobilen Bezahlmethoden erkennen.

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Deutschland steht dem neuen Bezahltrend offener gegenüber

Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone

Eine Studie der Bitkom im Jahr 2018 ergab, dass sich rund 53 Prozent der Deutschen darüber ärgern, wenn sie im Geschäft nicht bargeldlos bezahlen können. Die neusten Zahlen zeigen auch, dass sich dies 2019 nochmals erhöht hat. Inzwischen sind bereits 66 Prozent der Befragten dieser Meinung. 62 Prozent der Deutschen sind sogar der Meinung, dass es gesetzlich vorgegeben sein sollte, im Geschäft mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit anzubieten. Wer hätte gedacht, dass die Deutschen, die sonst so sehr auf das Bargeld schwören, so etwas einmal sagen würden?

Erstmalig mehr Karten- als Barzahlungen

2018 bezahlten die Deutschen zum ersten Mal in der Geschichte mehr mit der Karte als mit Bargeld. Laut der Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI handelt es sich hierbei um einen Wendepunkt im Verbraucherverhalten der Deutschen. Zwar lieben sie noch immer das Bargeld, immerhin gingen 2018 im stationären Handel 208 Milliarden Euro in Bar über die Ladentheke, doch bargeldlos gewinnt an Bedeutung: Insgesamt 209 Milliarden Euro wurden nämlich per Kartenzahlung beglichen.

Aussagen des Forschungsunternehmens zufolge sei es vor allem die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen, die den Deutschen gut gefällt, da diese Methode viel Zeit spart.

kontaktlos bezahlen mit Kreditkarte

Es wird auch öfter zum Smartphone gegriffen

Auch die mobilen Zahlungsmethoden profitieren von den kontaktlosen Kassenterminals. Mit der entsprechenden App, wie etwa PayPal, Google Pay oder Apple Pay, müssen Kunden ganz einfach nur das Smartphone oder die Smartwatch an das Terminal halten und schon ist die Bezahlung abgeschlossen. 2019 haben immerhin 33 Prozent der Deutschen bereits mit dem Smartphone an der Kasse bezahlt, 2018 waren es noch lediglich 20 Prozent. Am liebsten wird an der Kasse im Supermarkt zur mobilen Bezahlmethode gegriffen.

Die meisten Nutzer vertrauen am meisten auf ihre Hausbank, wenn es um solch mobiles Bezahlen geht. Im vergangenen Jahr konnten auch die zwei Technikriesen aus den USA in den deutschen Finanzmarkt vordringen: Google Pay wurde im Sommer 2018, Apple Pay im Dezember 2018 hierzulande eingeführt. Während die Banken den Konzernen anfangs noch misstrauisch gegenübertraten, steigt die Akzeptanz nun immer mehr an. Noch in diesem Jahr wollen sogar die Sparkassen, die für Android ihre eigene Bezahlapp herausgebracht haben, auch Apple Pay zur Verfügung stellen.

Digitale Bezahlformen setzen sich durch

Bei der Zunahme der elektronischen Bezahlmethoden handelt es sich um einen Trend, der sich bereits seit Langem beobachten lässt. Im Internet haben sich sogenannte ePayment-Methoden bereits durchgesetzt, immerhin wurde PayPal schon 2004 in Deutschland eingeführt, die sich inzwischen zur beliebtesten Bezahlmethode im Netz etabliert haben. Neben PayPal gibt es heute zahlreiche weitere Anbieter, die das Bezahlen im Internet für sämtliche Belange anbieten.

Services wie Amazon Pay oder Giropay werden gerne für das Online-Shopping in bekannten Shops wie SportScheck oder Karstadt eingesetzt, während sich die eWallet von Skrill vor allem im Bereich der Online-Spiele zur meistverbreiteten Bezahlmethode entwickelt hat. Als Teil der Paysafe-Group, die auch Neteller und Paysafecard herausgebracht haben, ermöglicht Skrill unter anderem einfache Einzahlungen mit geringen Gebühren bei etwa Online Casinos und Wettanbietern.

All diese Anbieter haben einen klaren Vorteil, denn sie bieten absolute Sicherheit der persönlichen Daten beim Bezahlen im Netz. Interessanterweise vertrauen die Deutschen hier bereits darauf, verhalten sich im Laden dem gegenüber jedoch noch recht zaghaft.

Im Internet ist bereits eine breite Akzeptanz der digitalen Bezahlmethoden zu sehen, während diese im Ladengeschäft jedoch noch ausbaufähig ist. Der Trend und die neusten Zahlen zeigen allerdings zweifellos, dass sich nun auch Deutschland immer mehr für das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone bereitmacht. Ob Deutschland wohl irgendwann einmal komplett bargeldlos sein wird?

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