Mobile Gaming – Qualität unterwegs

2019 kündigte Activision Blizzard auf der BlizzCon, der hauseigenen Messe, den neuen Ableger der Diablo Reihe an. Dabei kam es zu einem der größten Eklats der Geschichte Blizzards. So wurde zwar das neue und von den Fans heiß erwartete Diablo Immortal erstmals bestätigt. Allerdings handelte es sich dabei um ein Handyspiel, was insbesondere für hartgesottene PC Spieler fast schon eine Provokation darstellte.

Schließlich gelten mobile Games bis heute als Videospiele, die es in Sachen Qualität und Spielmechanik nicht mit Konsolen oder dem Spielen am PC aufnehmen können. Diese Überzeugung kann so jedoch nicht mehr aufrechterhalten werden. Im Folgenden sollen deshalb aktuelle Trends und Spiele vorgestellt werden, die eindrucksvoll beweisen, welche Qualität Handyspiele inzwischen erreicht haben.

Call Of Duty Videospiel auf dem Smartphone

Die wohl wichtigste Entwicklung ist jene des Streamings von Spielen, in das inzwischen Google und Nvidia eingestiegen sind. Von diesem dürfte das Spielen am Handy so stark profitieren wie keine andere Plattform. Schließlich leiden vor allem Handys an einer vergleichsweise schwachen Rechenleistung und dem Mangel an Eingabegeräten. Die Streamingdienste lösen dieses Problem, indem die hardwarehungrige Berechnung auf externe Server ausgelagert wird und das Handy lediglich als Display fungiert. Das Ergebnis ist ein Spielerlebnis, das das Spielen aller denkbaren Titel auf dem Handy prinzipiell ermöglicht.

Jedoch steht das Streamen von Spielen noch am Anfang seiner Entwicklung und es sind vor allem zwei zentrale Fragen zu klären. So stellen sich einerseits noch lizenzrechtliche Fragen und ob der Spieler einen Pauschalbetrag oder für jeden Titel einzeln zahlen soll. Andererseits leidet insbesondere das Mobile Gaming noch an der Tatsache, dass die mobile Internetgeschwindigkeit kein zufriedenstellendes stabiles Spielerlebnis ermöglicht. Hier werden wohl nur neue 5G Netzwerke Abhilfe schaffen können, dass gestreamte Handyspiele auch unterwegs nutzbar sind.

Des Weiteren erkennen aber auch immer mehr Anbieter den Markt des Mobile Gaming und konzipieren entsprechende Angebote. Das beste Beispiel hierfür wäre Apple Arcade. Hier erhalten Spieler für 5 Euro monatlich Zugriff auf einen großen Spielekatalog an mobilen Spielen, welche allesamt eine gesicherte Grundqualität aufweisen und speziell für das iPhone konzipiert wurden. Der Nutzer kann sich demnach auf ein stabiles und ansprechendes Spielerlebnis verlassen, sobald ein Titel neu installiert wird.

Apple Arcade mobile Gaming

Die Leistung von Handys reicht daneben natürlich auch aus, andere mit Spielen verwandte Unterhaltungssoftware problemlos und ansprechend darzustellen. In diesem Zusammenhang können Online Casinos als Beispiel gelten, deren mobile Ableger der Desktop Fassung inzwischen in nichts nachstehen. Ein Casino Bonus und Casino Ratgeber können hier ebenfalls genutzt werden, was ein mobiles Casino am Handy zu einer interessant Alternative macht.

Letztlich gibt es auch Ableger von PC- und Konsolenspielen, die es als Handyfassung auf die mobilen Endgeräte schaffen. Ein bekanntes Beispiel hierfür wäre die mobile Fassung des Multiplayer Shooters PlayerUnknown’s Battlegrounds, kurz PUBG, der 2017 für den PC und später auch für Konsolen erschien. Trotz seines ursprünglichen Hardwarehungers schaffte es das Spiel später in einer grafisch reduzierten Fassung auf das Handy, indem die Auflösung und Grafikdetails entsprechend angepasst wurden. PUBG Mobile wurde dabei nicht nur ein Erfolg bei Fans, die auch unterwegs spielen wollten, sondern auch bei Spielern, die sich keinen teuren Gaming PC leisten konnten.

Insgesamt wächst der Markt von Handyspielen weiter rasant. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass Anwender bereits 2021 100 Milliarden Dollar in dieser Branche ausgeben werden. Es bleibt demnach spannend, wie sich dieser dynamische Markt in den nächsten Jahren entwickelt und inwiefern es beispielsweise das Streaming von Inhalten oder die virtuelle Realität schaffen, neue Akzente in der Entwicklung zu setzen.

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