Rufnummer für mehrere Geräte – top Fakten über Multi-SIM

Eine SIM-Karte reicht heute oft einfach nicht mehr aus. Diese steckt nämlich im Smartphone. Auch das Tablet, der Laptop oder die Smartwatch brauchen heutzutage allerdings eine eigene SIM-Karte. Was also tun? Die SIM-Karte immer umstecken oder mehrere Verträge abschließen?

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Wird die SIM-Karte immer umgesteckt, so kann jeweils nur eines der Geräte zurzeit benutzt werden. Sehr unpraktisch, da oft Geräte gleichzeitig genutzt werden. Das Abschließen von mehreren Verträgen hingegen sorgt für hohe und unnötige Kosten.

Lösungsmöglichkeit: Multi-SIM

Multi-SIM Rufnummer auf mehreren Smartphones

Eine Lösung dieses Problems ist Multi-SIM. Vom selben Anbieter erhält man hierbei zusätzliche SIM-Karten. Diese laufen unter derselben Rufnummer wie die bisherige SIM-Karte im Handy.

Bei den anderen SIM-Karten handelt es sich also nur um Kopien der bisherigen SIM-Karte. Der Mobilfunkvertrag kann dadurch mit mehreren unterschiedlichen Geräten genutzt werden und nicht nur mit dem Handy.

Die Multi-SIM Lösung ist sinnvoll, wenn bereits ein Mobilfunkvertrag vorhanden ist. Gegen eine kleine Gebühr, die monatlich zusätzlich zu den bisherigen Kosten zu zahlen ist, können dann mehrere Geräte genutzt werden. In der Regel werden bis zu drei zusätzliche SIM-Karten erstellt.

Einschränkungen im Alltag

Es gibt allerdings auch beim Multi-SIM Einschränkungen bzw. Kompromisse, mit denen der Nutzer klarkommen muss. Ein Problem ist, dass ein Anruf immer auf allen Geräten eingeht. Es klingelt im Zweifelsfall also nicht nur das Handy, es gibt auch eine Nachricht auf der Smartwatch oder dem Laptop.

Das ist ärgerlich, damit muss der Nutzer allerdings leben. Auf den Zusatzgeräten können die Anrufe dann auch einfach weggeklickt werden.

Ein Unterschied dazu ist der Umgang mit SMS und MMS. Diese gehen immer auf die Hauptkarte. Wenn sie auf einem der anderen Geräte abrufbar sein sollen, so muss dies mit einem Steuerbefehl veranlasst werden. Dann würde die SMS aber nicht mehr auf dem Hauptgerät eingehen. SMS und MMS können immer nur von einem Gerät empfangen werden.

Diese Art der Nachrichtenübermittlung wird heutzutage allerdings kaum noch genutzt, deshalb ist es auf einem Gerät sicherlich ausreichend. Es muss dem Nutzer nur bewusst sein, dass es auf den Zusatzgeräten keinen SMS oder MMS Empfang gibt.

Ein weiteres Problem ist das „WiFi Calling“. Mit einer Multi-SIM ist dies im Zweifelsfall nicht möglich oder nur auf dem Hauptgerät. Das ist aber von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Bei der Deutschen Telekom gibt es bezüglich des „WiFi Calling“ beispielsweise keinerlei Einschränkungen.

Anstelle von SMS wird meistens eher WhatsApp genutzt. Auch hier gibt es beim Multi-SIM allerdings Einschränkungen. WhatsApp kann immer nur auf einem der Geräte benutzt werden.

Ist die App auch auf einem der anderen Geräte installiert und mit dem eigenen Account verknüpft, so wird dieser Account auf dem jeweiligen Gerät deinstalliert. Das Nutzen ist also immer nur auf einem Gerät möglich. Wenn das Gerät zu häufig gewechselt wird, kann das zu einer Sperrung des Kontos führen.

Hier sollte man sich also am besten auf ein Gerät festlegen und dieses dann auch nutzen, ohne die Geräte öfters zu wechseln. Dann gibt es auch keine Probleme.

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Multi SIM: Diese Anbieter gibt es

Multi SIM wird inzwischen von einigen Mobilfunkunternehmen angeboten. Hier werden exemplarisch einige Angebote erläutert.

Multi SIM bei T-Mobile

Der Kunde erhält hier bis zu drei SIM-Karten zu seinem Vertrag hinzu. Die Option kostet mindestens 5,00 € zusätzlich im Monat und muss zum eigenen Tarif hinzugebucht werden. Eine Ausnahme bietet einzig der Tarif MagentaMobil L Plus. In diesem ist Multi SIM bereits enthalten, so dass keine zusätzlichen Gebühren anfallen.

Red DataSIM bei Vodafone

Multi SIM trägt bei Vodafone die Bezeichnung Red DataSIM oder UltraCard.

Red DataSIM ist für Privatkunden gedacht. Jede zusätzliche SIM-Karte kostet hier zehn Euro monatlich. Im Tarif Red L gibt es die zweite SIM-Karte umsonst, die dritte würde allerdings wieder zehn Euro kosten.

Für Geschäftskunden heißt das Modell UltraCard. Ein weiterer Unterschied sind die Kosten. Eine zusätzliche SIM-Karte kostet für Geschäftskunden 5,00 €. Dafür hat die Option eine Mindestlaufzeit, die 24 Monate beträgt.

Multicard mit O2

Auch O2 bietet Multi SIM an, hier trägt das Modell den Namen Multicard. Zum Tarif können zwei zusätzliche SIM-Karten bestellt werden. Das ist hier allerdings recht teuer. Es werden 30,00 € Einrichtungsgebühr fällig. Hinzu kommen 5,00 € im Monat für die Multicard.

In den Tarifen O2 Free L und O2 Free XL sind zusätzliche SIM-Karten allerdings bereits enthalten (eine bzw. zwei).

Angebote beim Discounter

Neben den drei großen Netzbetreibern gibt es nur wenige weitere Anbieter von Multi SIM. Einzig 1 & 1 und Mobilcom-Debitel bieten Multi SIM an. Alle anderen Anbieter haben dieses Angebot noch nicht in ihrem Portfolio.

Multi SIM im Beruf

Multi SIM im Beruf

Zu Zeiten des Homeoffice kennen viele Angestellte das Problem, dass das eigene Handy plötzlich für die Arbeit genutzt werden soll. Auch hier kann es sinnvoll sein die gleiche Handynummer für mehrere Geräte zu nutzen. Gerade um eine angenehme Work-Life-Balance zu erzeugen.

Eine Nummer kann mit mehreren Kollegen geteilt werden. So ist die Wahrscheinlichkeit für Kunden höher immer einen Ansprechpartner zu erreichen und den Angestellten ist es möglich nach Feierabend richtig abzuschalten.

Multi SIM kann Sinn machen, wenn mehrere Geräte parallel genutzt werden sollen. Wer die Zweitgeräte nicht allzu oft nutzt, kann auch die Haupt SIM-Karte umstecken, denn Multi SIM gibt es nicht geschenkt, stattdessen sind damit immer zusätzliche Kosten verbunden.

Bei einigen Anbietern sind die Kosten mit 5,00 € monatlich allerdings recht überschaubar. Vor allem verglichen mit den Kosten für einen zusätzlichen Vertrag, der ansonsten abgeschlossen werden müsste, um eine zusätzliche SIM-Karte zu erhalten.

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