Schrödingers Smartphone


Vielen von euch ist es sicher schon einmal passiert: Ein Moment der Unachtsamkeit und schon fällt das gerade noch so vermeintlich fest in den Händen gehaltene Smartphone auf den Boden. Ein dumpfes Klatschen, ein kurzes Verweilen in Schockstarre, gefolgt vom zittrigen Griff nach dem geliebten Gerät und die schnell schrumpfende Hoffnung, dass vielleicht doch alles nur halb so wild ist.

Ähnlich wie in Erwin Schrödingers bekanntem Gedankenexperiment verhält es sich in solch einer Situation auch mit dem Display des Handys. Da wir nicht sehen können ob es zersplittert oder vielleicht doch noch in Takt ist, ist es in Gedanken gleichzeitig beides.

Zerbrochene Displays sind keine Seltenheit

Samsung Smartphone Display kaputt

Gorilla Glas hin oder her, in den meisten Fällen ist das Smartphone nach einem Sturz nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt nutzbar. Wie die britische Zeitung Metro berichtete, schätzen Forscher, dass weltweit etwa alle zwei Sekunden ein Smartphone-Display zu Bruch geht. Ein Physikprofessor der Universität Aston in Birmingham ging der Sache auf den Grund und errechnete, dass Smartphones häufig nicht einmal eine Chance haben, mit dem Display nach oben zu landen. Schuld daran trägt die Bauweise der modernen Geräte. Auch die Statistiken diverser Versicherer zeigen auf: häufigster Schadensfall = gesplittertes Display.

Ein Leben in Angst

Doch was tun gegen die ständig lauernde Gefahr eines Displaybruchs? Um die teure Technik vor Schäden zu schützen, setzen die meisten Nutzer auf eine Kombination aus Hülle und Schutzfolie. Ich beispielsweise setze auf eine einfach Hülle aus Silikon sowie auf eine Panzerglasfolie, um mein eigenes Gewissen zu beruhigen. Letzteres ist eine Art zusätzliche „Glasschicht“, die ähnlich wie die weiter verbreitete Schutzfolie einfach auf das Smartphone Display geklebt wird.

Der Vorteil dabei ist das diese Panzerglasfolie noch ein wenig besser schützt als andere Folien. Das Smartphone kann dadurch zwar sicherlich keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, aber der zusätzliche Schutz ist mir das allemal wert.

Endlich wieder ruhig schlafen können

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine Reparatur des Displays schnell mal zwischen 150€ und 250€ kosten kann. Besonders bei den immer beliebter werdenden Phablets, also Smartphones mit einem Display, der größer als 5 Zoll ist, kann also ein kleines Malheur ganz schnell sehr teuer werden.

Deswegen empfiehlt es sich, bei der Wahl einer Handyversicherung darauf zu achten, sich für einen Anbieter zu entscheiden, der auch Fallschäden abgedeckt. Häufig handelt es sich dabei um Dienste, die mit großen Versicherungen kooperieren. Neben Sturzschäden decken viele Handyversicherungen auch noch weitere Fälle ab. Darunter zählen beispielsweise Diebstahl, Fremdschäden oder auch die weit verbreiteten Schäden durch Flüssigkeiten. Über den genauen Leistungsumfang informiert ihr euch am besten selbst.

Festhalten lässt sich also: Trotz Hülle und Displayfolie ist es durchaus sinnvoll, sich über eine entsprechende Versicherung Gedanken zu machen. Eine Versicherung zu haben und nicht zu brauchen, ist immer noch besser, als eine Versicherung zu brauchen und nicht zu haben.


Bildrechte: Flickr Learned the hard way not to trust the chrome industries phone pouch mjaysplanet CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten


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