Wer ein Smartphone des Oberklassesegments kaufen möchte, muss Preise weit über 500 Euro hinnehmen. Obwohl die Konkurrenz auf dem Smartphonemarkt groß ist, versucht keiner der etablierten Wettbewerber die Kundschaft mit attraktiven Verkaufspreisen zu überzeugen.

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Zahlreiche chinesische Firmen stoßen in diese Lücke.

  • Was taugen die Geräte aus Fernost?
  • Welche Hersteller gibt es?
  • Wo liegen die Unterschiede zu etablierten Technikfirmen?
  • Lohnt das Einkaufen bei der asiatischen Konkurrenz?

Eine Übersicht chinesischer Hersteller

Huawei Smartphone

Huawei ist hierzulande kaum bekannt, gehört in China jedoch zu den einflussreichsten Vertretern der Branche. Einst haftete den Smartphones der Firma das Image schlechter Verarbeitung an. Die im neuen Flaggschiff Ascend P7 verbauten Komponenten sind der Konkurrenz ebenbürtig. Für die Oberklassegeräte verzichtet Huawei auf die Verwendung von Kunststoffgehäusen, stattdessen kommen hochwertige Materialien wie Aluminium zum Einsatz.

Der wesentliche Unterschied zu den Mitbewerbern ist der Preis. Statt der in Europa üblichen 600 Euro für ein Premiumsmartphone veranschlagt der chinesische Wettbewerber die Hälfte.

Das Start-up OnePlus geht mit dem OnePlus One ungewöhnliche Wege, um in das Bewusstsein der breiten Masse zu gelangen. Wer das Gerät bestellen will, braucht einen Einladungscode von einem Kunden, der bereits ein Smartphone der Firma erworben hat.

In Kombination mit der absoluten Premiumausstattung bescherte die Vorgehensweise OnePlus enorme Aufmerksamkeit. Die Topausstattung, die sogar das Flaggschiff von Samsung übertraf, löste einen regelrechten Hype aus.

Plagiatsvorwürfe

iPhone 6 Bild

Xiaomi stieg innerhalb weniger Jahre zum drittgrößten Smartphonehersteller der Welt auf. Während die westlichen Hersteller um Produktneuheiten wetteifern, erlangte der chinesische Konkurrent seine Größe durch perfekte Nachbauten. Das Mi4 gleicht äußerlich dem iPhone – eine Parallele aus der Gründer Lei Jun keinen Hehl macht, er warb damit, dass sein Produkt besser sei als das des Branchenprimus Apple.

Derartige Strategien führten in der Vergangenheit immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen zwischen den Technikkonzernen. Auch im Hinblick auf das Erscheinungsbild der Software gibt es Unterschiede zu Firmen, die in Europa populär sind.

Die Modifikationen, welche chinesische Hersteller am Betriebssystem Android vornehmen, orientieren sich stark an den Wünschen des lokalen Marktes. Europäer empfinden die Gestaltung häufig als störend bunt.

Fazit

In Asien haben chinesische Smartphonehersteller bereits die größten Marktanteile. Für westliche Kunden sind insbesondere die Topmodelle aus Fernost interessant. Sie bieten dieselbe technische Ausstattung wie Samsung oder Apple, veranschlagen jedoch den halben Preis.

Wer hingegen an aktuellen Innovationen interessiert ist, greift besser auf einen etablierten Hersteller zurück. China Gadgets werden an erfolgreichen Vorbildern ausgerichtet, im Hinblick auf das Hervorbringen von Neuerungen besteht Nachholbedarf.

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