Was sollte man bei Prepaid-Tarifen beachten?


Prepaid ist der perfekte Tarif für besonders preisbewusste Nutzer, die eher Wert auf eigene Erreichbarkeit als persönlich nach außen geführte Telefongespräche legen. Fairness wird dabei großgeschrieben, denn nur die tatsächlich verbrauchten Gesprächsminuten oder Kurznachrichten werden berechnet. Dies alles ohne eine zu zahlende Grundgebühr oder langwierige Vertragsbindung.

Wie funktionieren Prepaid-Tarife?

Wie funktionieren Prepaid-Tarife?Während sonstige Handyverträge i.d.R. jeweils nachträglich an den Nutzer abgerechnet werden, erwirbt der Kunde in der Prepaid-Variante zunächst Guthabenbeträge für Telefon, Kurzmitteilungen und Internetzugang. Sobald dieses Guthaben aufgebraucht ist können diese Dienste nicht mehr verwendet werden, bis das Nutzerkonto wieder durch eine Einzahlung aufgeladen wird.

Mitkauf eines Handys oft nachteilig

Der Kauf eines Smartphones im Paket mit einem Prepaid-Vertrag lohnt sich meistens nicht, da das Gerät am Markt oft zum gleichen oder günstigeren Preis angeboten wird. Mit dem Erwerb im Prepaid-Bundle erfolgt jedoch stets ein SIM-oder Netzlock des Smartphones, das dann für zwei Jahre nur mit der mitgelieferten SIM-Karte benutzt werden kann.

Nach Ablauf der Frist erfolgt keine automatische Entsperrung, sondern der Kunde selbst muß einen Entsperrcode vom Anbieter anfordern. Wer sich dies ersparen möchte muß etwas in die Tasche greifen, denn ein vorher georderter Code ist nur gegen eine einmalige Zahlung von etwa 100€ erhältlich.

Unterschiede zum Langzeitvertrag beachten

Grundsätzlich unterscheiden sich natürlich die Leistungen beim Prepaid-Tarif von denen eines gebräuchlichen 24-Monate Vertrages. Wird als Kunde auf ein bestimmtes Serviceangebot besonders Wert gelegt, dann sollte vor dem Kauf konkret und detailliert beim Händler nachgefragt werden, etwa:

  • Ist die Mailbox abschaltbar?
  • Welche Performance/Leistungsfähigkeit des Datennetzes?
  • Existieren Einschränkungen bei der Benutzung im Ausland?

Roaming-Auslandstelefonie

Roaming - Mit dem Smartphone in den UrlaubHinsichtlich der mobilen Erreichbarkeit im Ausland bestehen bei Prepaid gewisse Einschränkungen und Unterschiede zu herkömmlichen Laufzeitverträgen. Dies betrifft vor allem die veränderte Abrechnungspraxis der Gesprächskosten. Bei Langfristverträgen geschieht dies im Nachhinein, bei Prepaid schon während des Gespräches. Daher sind die Kosten für Auslandsgespräche bei einzelnen Anbietern erheblich höher eingestuft und zwar sowohl für einkommende wie auch abgehende Telefonate.

Dies erfordert, dass sich der Mobilfunkkunde vorab über die Kosten im Reiseland und seiner Urlaubsregion informiert. Bei Reisen außerhalb der EU kann zudem die Sprachmailbox deaktiviert werden, um unnötigen Zusatzkosten vorzubeugen.

Auswahl der passenden Internet-Flatrate

Für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer eignet sich eine Internet-Flatrate mit überschaubaren 200 MB Volumen, die bereits ab 5€ pro Monat erhältlich ist. Der große Vorteil ist, dass bei Erreichen des Limits jederzeit eine umfangreichere Option gebucht werden kann.

Beim täglich-normalen Gebrauch benötigt der Vielnutzer minimal 500 MB Datenvolumen (ab 7€). Intensive Power-User, die täglich Musik und Videos streamen oder den meisten Tag online sind, können ihre Ansprüche und Bedürfnisse durch Nachbuchungen oder eine XL-Flatrate decken (3 GB monatlich ab 15€). Im Internet findet der Verbraucher auf verschiedenen Portalen, wie z.B. prepaidtarife-24.de sämtliche Infos und Hinweise zur Wahl des für ihn passenden Tarifs.

Falle für Wenignutzer – Guthabenaufladung

Auch wenn ein Nutzer meist nur angerufen wird und wenig bis selten selbst Telefonate führt, sollte er trotzdem darauf achten in gewissen Zeitabständen neues Guthaben auf die Karte aufzuladen. Dies ist notwendig, da die Mehrheit der Prepaid-Anbieter spezielle Aktivitätszeiträume in ihren AGBs verankert haben.

Nach einer längeren Phase ohne eine Aufladung behalten sie sich diesbezüglich vor, die aktuelle SIM-Karte zu sperren und dem Kunden zu kündigen. Andere Anbieter berechnen bei nicht erfolgter Nutzung eine sogenannte Administrationsgebühr in Höhe eines einstelligen Euro-Betrages pro Monat.


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