Was taugen Wetter Apps und welche sind empfehlenswert?

Wetter Apps gehören zu den wichtigsten Anwendungen auf einem Smartphone. Von ihnen erhofft sich der Benutzer eine möglichst präzise Aussage darüber, ob ein Regenschirm vonnöten ist oder nicht. Umso ärgerlicher ist es, wenn die gewählte App falsche Informationen liefert und man damit selbst im Regen steht.

Vorinstallierte Apps nicht immer genau

Was taugen Wetter AppsDie meisten auf dem Smartphone vorinstallierten Wetter Apps basieren auf dem amerikanischen GFS (Global Dorecast System) System und bestimmen somit das Wetter. Dieses System ist für amerikanische Verhältnisse sehr genau und funktioniert dort gut. Jedoch ist dieses System für europäische Verhältnisse suboptimal und es sollte auf eine App ausgewichen werden, welche auf dem europäischen System für Wetterbestimmung basiert. Zu dieser Erkenntnis ist das Fachmagazin „ct“ in einer seiner letzten Ausgaben gekommen.

Als Beispiel kann Nordamerika genannt werden. Die Fläche ist deutlich größer als beispielsweise Deutschland und das Wetter ist auch über größere Entfernung identisch. Deutschland beispielsweise ist die geografische Lage viel kleinteiliger. Aus diesem Grund sollten Wetter Apps benutzt werden, welche Prognosen nach dem europäischen „ECMWF“ oder dem deutschen Wettermodell „ICON“ auswerten. Die Auflösung ist deutlich feiner und beachten erfassen regionale unterschiedliche um ein vielfaches besser. Auch liegt der Schwerpunkt bei amerikanischen vorhersagen auf eventuelle Hurrikans. Bei den europäischen Systemen wird mehr Wert über die Vorhersage von Nebel gelegt.

Datenquellen nicht immer gleich

Um möglichst genau vorhersagen zu treffen, greifen viele Entwickler von Apps auf unterschiedliche Datenquellen zu. Diese werden mithilfe von eigenen System zusammengeführt und daraus Prognosen erstellt. Durch eine erhöhte Rechenleistung und immer besser berechnende Modelle sind mittlerweile Vorhersagen von bis zu 6 Tagen recht verlässlich. Jedoch ist es nach wie vor so, dass umso länger der Zeithorizont ist, desto schwieriger ist eine regionale präzise Vorhersage. Aus diesem Grund sollte eine Wetter-App über längere Zeiträume nur Trends angeben und keine stundengenaue Prognose.

Nichtsdestotrotz sind Wetter Apps tagesaktuell auch nicht immer eindeutig bei den Prognosen. Beispielsweise ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit für Nutzer schwieriger zu interpretieren, denn die Prozentangabe sagt nichts über die tatsächliche Menge an Regen aus und ist dementsprechend auch bestimmt, selbst wenn nur ein paar Tropfen Niederschlag fällt. Eine bessere Bestimmung für eventuell auftretenden Regen ist ein Regenradar. Dieses stellt leicht verständlich den Verlauf von Regenwolken über den gesamten Tag nach. Dies meistens sogar stundengenau.

Empfehlungen für Apps

Zu dem besten Wetter Apps gehört laut Aussagen von Meteorologen etwa „WarnWetter“,“Weather Pro“, „Wetter.com“, „Wetter.net“ und „Wetteronline“. In einer kostenlosen Version liefert WarnWetter, welches vom Deutschen Wetterdienst (DWD) für Android und iOS zur Verfügung steht, nur noch Informationen zu gefährlichen Wetterbedingungen. Dies ist aufgrund eines Urteils des Landgerichts Bonn vom 15. November 2017 der Fall.

Durch die Vollversion, welche 1,99 Euro kostet, haben die Nutzer Zugriff auf ortsbezogene Wettervorhersagen und ein Niederschlagsradar. Des Weiteren werden Informationen zu der UV-Strahlung angegeben. Einziger Wermutstropfen ist das nur Daten für Deutschland angezeigt werden.

Anders ist dies bei WeatherPro, welches ebenfalls für iOS und Android verfügbar ist. Die Wetter-App der MeteoGroup informierte Nutzer weltweit über das Wetter. In einer kostenlosen Light-Version, kann der Nutzer auf eine 7 Tage Vorhersage zugreifen, welche in einen Intervall von drei Stunden unterteilt ist. Die Premium Version für 2,99 Euro gibt Aufschluss über die gefühlte Temperatur, einen UV-Index und die Anzahl der Sonnenstunden.

WeatherPro Free: Wetter gratis
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Entwickler: MeteoGroup
Preis: Kostenlos
  • WeatherPro Free: Wetter gratis Screenshot
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Ist eine Bezahlversion lohnenswert?

Eine gute Wetter App muss nicht immer kostenpflichtig sein. Jedoch sollte immer die Frage im Hinterkopf behalten werden, womit der Betreiber sein Geld verdient. Oft gewähren Nutzer durch Wetter Apps Zugriff auf persönliche Daten wie den eigenen Standort. Dies ist zwar praktisch, da immer das Wetter angezeigt an dem sicher der Nutzer gerade aufhält. Diese Daten können aber auch missbraucht werden, wie beispielsweise die Übermittlung der Standortdaten an verschiedene Werbefirmen.

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Stand: 15.12.2018 um 00:57 Uhr, * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API