Wie funktioniert eine Handyortung App?

Spionage-Apps erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. Praktisch ist vor allem die Ortungsfunktion, die es dem Überwachenden erlaubt, das Zielgerät innerhalb weniger Augenblicke ausfindig zu machen. Wie eine Handyortung App funktioniert und wie sich die rechtliche Situation hinsichtlich der Ortung von fremden Mobiltelefonen darstellt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Handy orten innerhalb von Sekunden: GPS macht es möglich

Wie funktioniert eine Handyortung App?GPS ist ein sehr exakt arbeitendes Ortungssystem, das via Satellit funktioniert. Der Sender (z.B. ein Smartphone) steht in ständigem Kontakt mit mehreren Satelliten, die das Signal orten und auf dieser Grundlage die aktuelle Position ermitteln. In der Frühzeit der Smartphone-Ära hatte der Lokalisierungsradius einen Durchmesser von über 10 Metern. Heute ist es möglich, die Position des Zielgerätes bis auf einen Meter genau zu bestimmen.

Um ein Telefon per GPS orten zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Telefon ist eingeschaltet
  • Das Handy ist mit GPS ausgestattet
  • Die GPS-Funktion ist aktiviert
  • Das Handy hat „Sichtkontakt“ zum Satelliten

Da Smartphones stets mit mehreren Satelliten in Kontakt stehen, ist die letztgenannte Bedingung so gut wie immer erfüllt. Dasselbe gilt für Punkt Nr. 2: Es sind heute praktisch keine Smartphones mehr auf dem Markt, die keine integrierte GPS-Einheit besitzen. Bei vielen Mobilgeräten ist die GPS-Funktion standardmäßig aktiviert – wer den Sender ausschalten will, muss dies von Hand erledigen. Wenn das Zieltelefon ausgeschaltet ist, ist keine Handy-Ortung durchführbar. Es gibt jedoch die Möglichkeit, den letzten Aufenthaltsort vor der Abschaltung zu ermitteln.

Weitere Funktionen von Ortungs-Apps im Überblick

Die Bestimmung des aktuellen Aufenthaltsortes ist nur eine von zahlreichen Funktionen, die Handyortung Apps bieten. Mithilfe einer solchen App kann der Nutzer beispielsweise Bewegungsprofile erstellen und sämtliche Laufwege nachvollziehen. Die ermittelten Daten werden dezentral auf einem Server gespeichert und sind von jedem Endgerät aus abrufbar. Je nach genutzter App können außerdem virtuelle Zäune errichtet werden. Verlässt oder betritt die Zielperson eine der definierten Zonen, erhält der App-Nutzer automatisch eine Benachrichtigung.

Verglichen mit reinen Handyortung Apps bieten Spionage-Apps einen wesentlich größeren Funktionsumfang. Zu den Standardfunktionen gehören das Mitlesen von SMS und E-Mails, das Zugreifen auf Kontaktlisten sowie das Mithören von Anrufen. Weitere Features umfassen das Mitlesen von Chatprotokollen, die Nachverfolgung von Wi-Fi-Verbindungen sowie das Sperren einzelner Apps und Webseiten.

Rechtliche Aspekte der Handyortung

Rechtliche Aspekte der Handyortung

Die Installation und Verwendung einer Handyortung App ist straffrei, wenn der Nutzer der App gleichzeitig Eigner des Zielgerätes ist. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn es sich um das Smartphone des eigenen Kindes handelt. Mit Erreichen des 18. Lebensjahres ändert sich an den Besitzverhältnissen nichts, sodass die Überwachung legal fortgesetzt werden kann. Wenn das Zieltelefon sich nicht im Besitz des App-Nutzers befindet, muss die Zielperson über die geplante Überwachung informiert werden.

Firmeninhaber, die ihre Angestellten mit Mobiltelefonen ausstatten, dürfen diese ebenfalls legal überwachen. Die Mitarbeiter müssen von der Observierung nicht in Kenntnis gesetzt werden. Eine Überwachung von Angestellten ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn der Verdacht besteht, dass sie ein Firmenfahrzeug zu privaten Zwecken nutzen oder ihre Arbeitszeit mit sinnlosen Tätigkeiten vergeuden.

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