Xiaomi Mi Band 3 – Das kann der neue Fitness-Tracker aus China

Studien belegen, dass ein Fitnesstracker selbst Sportmuffel dazu motivieren kann, sich im Alltag mehr zu bewegen und somit die eigene Kondition zu verbessern. Wurden die klobigen Gadgets vor wenigen Jahren meist nur von Profisportlern eingesetzt, so haben Fitnesstracker aufgrund sinkender Preise mittlerweile auch die breite Masse erobert. Bahnbrechend für diese Entwicklung war mitunter die Einführung des Xiamo Mi Bands im Jahr 2014, welches dank einfacher Bedienung und günstiger Anschaffungskosten beinahe über Nacht zu einem weltweiten Bestseller wurde.

Der Fitnesstracker aus dem Hause Xiaomi ist nun in seiner dritten Auflage am Markt erhältlich und verspricht erneut, das Herz technikbegeisterter Sportler im Sturm zu erobern. Doch was kann der neue Fitnesstracker und wie alltagstauglich ist das Mi Band 3 wirklich?

Das Xiaomi Mi Band 3 – Der Fitnesstracker im Überblick

Xiaomi Mi Band 3 mit BoxAls der chinesische Technikriese Xiaomi im Jahr 2014 sein erstes Mi Band auf den Markt brachte, rechnete wohl niemand damit, dass sich der Fitnesstracker innerhalb kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Fitnesstracker der Welt entwickeln würde. Die Marke Xiaomi war bis zu diesem Zeitpunkt außerhalb Chinas nur einem technikaffinen Publikum bekannt und auch die Bestellung des kleinen Alltagshelfers war außerhalb der Volksrepublik nur online möglich.

Nichtsdestotrotz überzeugte schon die erste Auflage des Fitnesstrackers mit guter Verarbeitung, einem soliden Funktionsumfang und einem unschlagbaren Preis von 20 bis 30 Euro.

Basisfunktionsumfang

Die Grundfunktionen des Mi Bands umfassen einen überaus genauen Schrittzähler, einen Herzfrequenzmesser und eine Funktion zur Schlafüberwachung. Dabei arbeitet das Gerät mit einer hauseigenen App, welche die Daten sammelt und einfach aufbereitet. So konnten sich Hobbysportler schon in der ersten Generation des Fitnesstrackers persönliche Trainingsziele setzen und sich sogar einfache Wochen- und Monatsauswertungen ihrer Trainingseinheiten erstellen lassen.

Welche neuen Features bietet das Xiaomi Mi Band 3?

Das Xiaomi Mi Band 3 verzückt besonders mit sinnvollen Neuerungen. So konnte die Akkulaufzeit auf bis zu 20 Tage gesteigert werden und auch das Display wurde vergrößert und ist nun dank OLED-Technologie selbst bei starker Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar. Zudem lässt sich der Fitnesstracker nun mittels Touchscreen steuern und bietet die Möglichkeit, auch Nachrichten und Anrufe zu überwachen. Das neue Mi Band 3 ist gemäß Herstellerangaben bis zu 50 Meter wasserdicht und lässt sich mit Google Fit verbinden. In seiner Neuauflage arbeitet das Mi Band 3 überdies mit Bluetooth 4.2 und einer integrierten Herzfrequenzmessung.

Konnte der Puls zuvor nur explizit manuell gemessen werden, so ist es nun möglich, diese Messungen automatisch durchzuführen, wobei der Fitnesstracker den Sportler beispielsweise warnt, wenn die vorab definierte Pulsfrequenz überschritten wird.

Zusätzlich kann das neue Mi Band 3 unterscheiden, ob der Anwender gerade geht, läuft oder eine Trainingseinheit am Fahrrad absolviert. So sind zielgenauere Auswertungen möglich, mit welchen das persönliche Training optimiert werden kann.

Das Mi Band 3: Zu schön um wahr zu sein?

Natürlich hat das Mi Band 3 auch Schwächen. Die Achillesferse des Fitnesstrackers ist, wie auch schon bei seinen Vorgängern, das günstige Material, aus welchem das Armband des Fitnesstrackers gefertigt ist. So muss der eigentliche Tracker in ein Silikonarmband gesteckt werden, welches relativ schnell ausleiert, sodass der Tracker nach einiger Zeit nicht mehr sicher im Armband hält und herausfallen kann. Passende Ersatzarmbänder sind zum Glück in unterschiedlichen Farben für wenige Euro erhältlich und sollten daher am besten gleich beim Kauf eines neuen Mi Bands vorsorglich mitbestellt werden.

Zudem liefert das Mi Band 3 natürlich keine umfangreichen Analysemöglichkeiten wie beispielsweise das wesentlich teurere Fitbit, welches auch das Austauschen von detaillierten Trainingsplänen und Trainingsergebnissen mit Freunden ermöglicht. Abzüge in der B-Note gibt es ferner für den neuen integrierten NFC-Chip, welcher drahtlose Bezahlvorgänge ermöglicht. Diese Funktionalität wird anfangs in Europa nicht oder zumindest nicht flächendeckend nutzbar sein.

Mi Fit
Mi Fit
  • Mi Fit Screenshot
  • Mi Fit Screenshot
  • Mi Fit Screenshot
  • Mi Fit Screenshot

Fazit – Xiaomi Mi Band 3

Das neue Xiaomi Mi Band 3 bleibt auch in seiner dritten Auflage der Fitnesstracker mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis am Markt. Neben einer überraschend guten Verarbeitung überzeugen auch die neuen Features und die lange Akkulaufzeit. All jene, die auf der Suche nach einem günstigen und soliden Fitnesstracker sind, liegen mit dem Kauf des Xiaomi Mi Bands richtig, wobei sich die Preise je nach Bezugsquelle derzeit zwischen 22 bis 40 Euro bewegen.

Mein Testgerät wurde mir freundlicherweise von Gearbest.com zur Verfügung gestellt.

pdfpro