Home / Software / Digitalisierung 2.0: Wie eine Gebäudereinigungssoftware neue Synergien schafft

Digitalisierung 2.0: Wie eine Gebäudereinigungssoftware neue Synergien schafft

Grundsätzlich ist die Digitalisierung längst ein alter Hut. In den meisten privaten und professionellen Lebensbereichen haben automatisierte Prozesse Einzug gehalten. Umso interessanter wird es, wenn Softwareentwickler immer noch eine neue Nische auftun, in der sich sinnvolle Synergien kreieren lassen.

Wie digital ist die deutsche Wirtschaft wirklich?

Wie digital ist die deutsche Wirtschaft wirklichIn den meisten gewerblichen Bereichen geht es längst nicht mehr ohne automatisierte Prozesse, die nicht nur Arbeitsabläufe beschleunigen und effizienter gestalten, sondern auch die Fehlerquote minimieren und Schnittstellen sinnvoll miteinander vernetzen können. Die Akquise und Betreuung von Kunden und Geschäftspartnern läuft beispielsweise in den meisten Branchen über digitalisierte Prozesse.

Auch im Bereich Qualitätskontrolle sind Programme auf dem Markt, die ein effizientes und weitgehend automatisiertes Qualitätsmanagement ermöglichen. Moderne ERP-Systeme machen es sogar möglich, hochwertiges Projektmanagement aus einem Guss und auf individuelle Unternehmensprozesse angepasst umzusetzen.

Aber wie digital ist die deutsche Wirtschaft insgesamt? Wissen wir die Möglichkeiten moderner Technologien zu schätzen und vor allem erfolgssteigernd einzusetzen? Der Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2018 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gibt Antworten auf diese und weitere themenverwandte Fragen. Dort ist zu lesen:

„Der Digitalisierungsgrad der deutschen Industrie hat sich 2018 erneut verbessert und ist seit 2016 von 39 auf aktuell 45 Punkte deutlich angestiegen. Sowohl was die Nutzung stationärer und mobiler Digitalgeräte als auch was den Einsatz digitaler Infrastrukturen (wie zum Beispiel Internet und Intranet) angeht, legten die Industrieunternehmen zu. Auch in Bezug auf interne Prozesse sind die Verbesserungen unübersehbar: Gaben 2016 nur 46 Prozent der Industrieunternehmen an, über hoch digitalisierte interne Prozesse zu verfügen, sind es 2018 bereits 58 Prozent. Die Industrie hat in Sachen Digitalisierung eine Trendwende vollzogen: Sagten 2016 noch fast die Hälfte aller Industrieunternehmen (48 Prozent), dass sie Digitalisierungsprojekte für unnötig halten, sind es aktuell nur noch 29 Prozent.“

„Die Dienstleistungsunternehmen wiesen bereits 2016 einen überdurchschnittlich hohen Digitalisierungs-grad auf. Der leichte Rückgang – von damals 57 auf jetzt 55 Punkte – erklärt sich vor allem dadurch, dass dieser Wirtschaftszweig viele Digitalisierungsaufgaben bereits bewältigt hat. Aufgrund des bereits Erreichten ist die Digitalisierung für diese Unternehmen auch nicht mehr von so großer strategischer Bedeutung wie bis-her. Zwar halten auch 2018 noch 30 Prozent der Dienst-leister die Digitalisierung für ein zentrales strategisches Thema – der Anteil der Unternehmen, die ihr eine so hohe Bedeutung beimessen, ist seit 2016 aber um sechs Prozentpunkte gesunken.“

(Der gesamte Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2018 steht unter https://www.bmwi.de kostenlos zum Download zur Verfügung.)

Der Trend stimmt also, und trotzdem ist noch viel Luft nach oben, wenn es darum geht, die Möglichkeiten der Digitalisierung hierzulande in allen wirtschaftlichen Bereichen optimal auszuschöpfen.

Cleazz: Wenn Gebäudereinigung digital wird

Eine Softwareentwicklung eher jüngeren Datums zeigt, dass die Möglichkeiten sinnvoller Synergien durch digitalisierte Prozessoptimierung noch längst nicht ausgeschöpft sind. Mit Cleazz hat das Unternehmen Krüger und Krüger Facility Services eine hauseigene Softwarelösung entwickelt, die im Bereich digitale Gebäudereinigung eine echte Neuerung darstellt.

Cleazz: Wenn Gebäudereinigung digital wirdSeit 2014 arbeitet ein Entwicklerteam an einer eigenen Software, die das Unternehmen für Büro- und Unterhaltsreinigung bei der Digitalisierung langjähriger Arbeitsabläufe unterstützen soll. Auslöser für das umfangreiche Projekt war die Erkenntnis, dass 80% der Mängel in der Unterhaltsreinigung entstehen, weil das Reinigungspersonal nicht die vertraglich vereinbarte und vergütete Zeit im Reinigungsobjekt verbringt.

Aus dem Wunsch nach mehr Transparenz und Verbindlichkeit ist eine eigene Softwarelösung entstanden. Das Unternehmen stellt seit 2019 eine Branchensoftware vor, die Prozessoptimierung durch automatisierte Prozesse und flächendeckende Verknüpfungen einzelner Teilbereiche und Arbeitsabschnitte möglich machen soll. Dabei werden das Unternehmen als Auftragnehmer, das angestellte Reinigungspersonal und der Kunde als Endabnehmer mit ins Boot geholt und in einen voll automatisierten Arbeitsprozess integriert. Ein Konzept in der Testphase, das einen Blick hinter die Kulissen verdient.

Was macht Cleazz zur Softwareinnovation?

Der innovative Aspekt der Branchensoftwarelösung ist die direkte Vernetzung aller Prozessbeteiligten. Über verschiedene Algorithmen werden Reinigungskräfte, Objektleiter, Innendienst, externe Materiallieferanten und auch der Endkunde selbst über Smartphones und den Firmencomputer in Echtzeit miteinander verbunden. Auf seiner Internetseite https://www.krueger-services.de/ zeigt das Entwicklerteam von Krüger und Krüger Facility Services, wie das Programm, das derzeit nur exklusiv für Unternehmenskunden in Deutschland verfügbar ist, im Einzelnen aufgebaut ist.

Das sind die die Kernkomponenten der neuen Branchensoftware:

1. Automatisierte Arbeitszeiterfassung

Eine GPS-gesteuerte Arbeitszeiterfassung verknüpft die Erfüllung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) mit einer automatischen Lohnabrechnung unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Zuschläge. Mit einer sekundengenauen Arbeitszeitabrechnung möchte das Unternehmen gewährleisten, dass die zollkonforme Einhaltung des Tariflohnes sowie eine rechtskonforme Einweisung in allen Belangen des Arbeitsschutzes jederzeit gewährleistet ist.

2. Turnusgesteuerte Objektkontrollen

Für die Qualitätssicherung legt die Software für jedes Objekt einen Turnus für die Qualitätskontrolle fest. Sind mehrere Kontrollen lückenlos ohne Beanstandungen durchgeführt worden, wird der Turnus für das betreffende Objekt automatisch erweitert. Beanstandungen können in Echtzeit an die verantwortlichen Reinigungskräfte zur Erledigung und an die verantwortlichen Objektleiter zur Dokumentation übermittelt werden.

3. Digitale Kommunikation per App

Der Innendienst, verantwortliche Objektleiter, Materiallieferanten und Endkunden sind per App miteinander verknüpft. So können Arbeitszeiten, besondere Anforderungen, Materialnachbestellungen, Reklamationen und Arbeitsanweisungen in Echtzeit digital übertragen werden. Auch die Übermittlung von Dokumenten kann über die App erfolgen.

4. Abwesenheitsmanagement

Über die Branchensoftware werden auch Ausfälle durch Krankheit und Urlaub organisiert. Reinigungskräfte können ihren Urlaubsantrag und gegebenenfalls Krankmeldungen und Atteste über die App von Cleazz digital übermitteln.

Über einen speziellen Algorithmus werden automatisch Reinigungskräfte vorgeschlagen, die sich in der Nähe des nicht betreuten Objektes befinden und über die notwendige Fachkenntnis und gegebenenfalls erforderliche Einarbeitungen verfügen. Auch die Übergabe von Schlüsseln oder anderen wichtigen Utensilien für die Objektbetreuung kann im Rahmen des Abwesenheitsmanagements über die Software organisiert werden.

5. Floorplan

Der Floorplan stellt einen Grundriss des zu reinigenden Gebäudes zur Verfügung, der mit Flächenangaben und zu erbringenden Leistungen verknüpft ist. Über die Flächenangaben können Arbeitszeit, Arbeitsaufwand und benötigtes Material kalkuliert werden. Auch das Qualitätsmanagement wird im Programm mit dem Floorplan verknüpft.

Ein Floorplan kann aus einer externen Datenbank in die App geladen oder benutzerdefiniert in der App erstellt werden.

6. Dateimanagement

Über den Dateimanager können wichtige Dokumente zwischen dem Unternehmen, den Reinigungskräften und dem Endkunden ausgetauscht werden. Dabei kann es sich zum Beispiel um Brandschutzvorschriften, Arbeitsanweisungen, Sicherheitseinweisungen oder andere wichtige Dokumente handeln. Eine Empfangs- und Lesebestätigung kann verpflichtend in der App integriert werden. Über den Dateimanager können Textdateien, aber auch Video- und Tonaufnahmen übermittelt werden.

Die Basis der unternehmensinternen Softwarelösung bilden selbst erstellte Algorithmen, die auf dem Markt bereits vorhandene Zeiterfassungssysteme durch umfangreiche Komponenten im Bereich Qualitätsmanagement und Kommunikation erweitern. Das Vorgängermodell mit dem Namen „Dositrack“ wurde als Tool aus zwei Softwarekomponenten eines externen Entwicklers bereits 2014 lanciert, die Resonanz darauf war allerdings eher verhalten. 2015 begann das Unternehmen deshalb mit der Entwicklung einer ganz eigenen Software, die seit 2019 als Pilotprojekt für Neukunden im Einsatz ist.

Angebot
Poweradd Pilot X7 20000mAh Externer Akku Power Bank Power Pack Ladegerät
POWERADD - Elektronik
21,99 EUR - 2,00 EUR 19,99 EUR