GIMP – Wirklich eine kostenlose Photoshop-Alternative?

Bildbearbeitung ist heute nicht mehr nur Sache von professionellen Fotografen oder Agenturen. Dank einer Fülle von Bildbearbeitungs-Programmen, die von kostenlos über günstig bis hin zu teuer alle Preiskategorien vereinen, können sowohl Laien als auch Hobby-Fotografen mit einer oder mehrerer dieser Anwendungen ihre Fotografien, Videos, etc. bearbeiten und ihren Werken den letzten Schliff geben.

Der Platzhirsch in puncto Bildbearbeitung ist seit jeher Photoshop, die Software wird von Adobe per Lizenz zur Nutzung freigegeben – gegen eine monatliche Gebühr, die sich auf rund 300,- € im Jahr beläuft. Doch was ist mit den kostengünstigeren Optionen, wie z. B. das Programm GIMP?

Im Folgenden findet sich alles Wissenswerte zum kostenloses Programm als Alternative zu Photoshop.

Was ist GIMP eigentlich?

GIMP Screenshot 1

Bei GIMP – GNU Image Manipulation Program – handelt es sich um ein Bildbearbeitungsprogramm, das bereits seit 1995 auf dem Markt ist. Wobei auf dem Markt hier nichts mit Gebühren zu tun hat, das Programm zählt zur sogenannten Open-Source-Software und ist deswegen für alle Nutzer kostenlos. Per Download von der offiziellen Webseite kann jeder Interessierte das Programm auf seinen Computer herunterladen.

Die Grafiksoftware funktioniert auf der Basis von Pixeln, das sind die kleinsten Einheiten in einem Bild, die bei maximaler Vergrößerung sichtbar werden. Diese Pixel können dann mit verschiedenen Werkzeugen des Programms bearbeitet werden.

GIMP vs. Photoshop – was sind die Vorteile der Freeware?

  • Fehlerbehebung: Dadurch, dass GIMP ein Open-Source-Programm ist, arbeiten viele verschiedene Entwickler gemeinsam an der Software. Tauchen sogenannte Bugs, also Fehlerquellen oder Fehlfunktionen auf, können diese schneller behoben werde, als bei Photoshop
  • Speicherplatz: GIMP bietet vergleichsweise viele Funktionen und Bearbeitungsmöglichkeiten auf wenig Raum, die Installation des Programms braucht nur 90 Megabyte und passt so auf fast jeden Computer. Photoshop braucht für den Download 1 GB, aufwändig bearbeitete Bilder kommen noch dazu
  • Komplexität: Hier ist GIMP etwas unübersichtlicher als Photoshop. Adobe achtete bei der Erstellung der Premium-Software auf ein handliches und strukturiertes Design. Das kann außerdem manuell an die individuellen Vorlieben für die Anordnung der Werkzeuge angepasst werden. Lange Zeit wirkte das kostenlose Programm dagegen unstrukturierter, inzwischen liegt aber auch hier das Augenmerk auf der Benutzerfreundlichkeit, die sich mit kommenden Updates noch einmal verbessern dürfte
  • Kosten: Der finanzielle Faktor ist vermutlich der größte Pluspunkt für GIMP, dadurch, dass für das Programm kein Cent gezahlt werden muss, fallen die monatlichen Kosten von mindestens 30,- € nur für Photoshop stark ins Gewicht. Entscheidet man sich für das Komplettpaket von Adobe mit Lightroom und Illustrator CC, können es auch schnell bis zu 750,- € pro Jahr werden
  • Fülle an Bearbeitungsfunktionen: Photoshop ist für seine Vielzahl an Funktionen bekannt. Dazu gehört eine komplette Veränderung des kompletten Hintergrunds, Einfügen neuer Ebenen, Vergrößerung eines Bilds ohne großen Qualitätsverlust oder schnelle und hochwertige Farbveränderungen. Doch auch GIMP bietet viele der meistgenutzten Funktionen an und reicht für eine Bildbearbeitung als Hobby völlig aus

GIMP Screenshot geöffnetes Bild

GIMP vs. Photoshop – wo hat Adobe die Nase vorn?

  • Photoshop bietet seinen Nutzern noch einmal mehr Funktionen, die für professionelle Bildbearbeiter wichtig sind und beispielsweise bei Werbeagenturen, Fotografen etc. täglich verwendet werden
  • Auch in Sachen Übersichtlichkeit und Struktur hat hier Adobe noch die Nase vorn, die Werkzeuge zur Bearbeitung sind in leicht verständlichen Kategorien eingeteilt
  • Updates werden zwar weniger häufig durchgeführt als beim Freeware-Konkurrenten, dafür aber umfassender und mit Funktionsgarantie
  • RAW-Dateien, die Rohversionen von Bildern, die der Nutzer dann verarbeitet, können mit Photoshop besser optimiert und die Details mit mehr Präzision bearbeitet werden

Zusammenfassung und Fazit

Photoshop eignet sich gut für professionelle Zwecke, dann sollte hier der teure Jahresbeitrag investiert werden. Für passionierte Fotografen oder Privatpersonen, die Bilder eher in ihrer Freizeit bearbeiten, reicht GIMP völlig aus und wird zufriedenstellende Ergebnisse ermöglichen.

Offizielle Webseite und Download: https://www.gimp.org/

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Stand: 15.12.2018 um 00:57 Uhr, * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API