Grafiksoftware fürs Grafiktablett – Welche Programme gibt es?


Nicht nur das Grafiktablett an sich ist bei der digitalen, grafischen Arbeit entscheidend. Ebenso wichtig ist es, dass du dir einen Überblick über existierende Software für Grafiktabletts verschaffst und das jeweils passende Programm nach deinen Anforderungen auswählst. Wir möchten dir genau dabei helfen und stellen dir hier verschiedene Programme für das digitale Zeichnen und Malen, für die Bildbearbeitung und für das Arbeiten mit 3D-Modellen vor.

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Digitales Zeichnen, Malen und Bildbearbeitung mit dem Grafiktablett

Grafiktablett am Computer angeschlossen

Eine Vielzahl an Grafikprogrammen lässt sich zum digitalen Zeichnen und Malen verwenden. Dabei kannst du bis zu mehrere Hundert Euro ausgeben um ein Programm zu erwerben, monatliche Beiträge zahlen oder auf kostenlose Software zurückgreifen.

Zu den bekanntesten und am häufigsten genutzten Programmen zählen hier Adobe Photoshop, Corel Painter und GIMP. Auf diese und einige weitere Programme für das Zeichnen mit Grafiktabletts gehen wir im Folgenden genauer ein.

Adobe Photoshop

Adobe Photoshop CS5 für digitale Fotografie BuchempfehlungPhotoshop von Adobe bietet seinen Nutzern eine sehr hohe Vielfalt an Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten. Du kannst mit dem Programm sehr gut zeichnen und malen, darüber hinaus ist es aber auch bestens zur Bearbeitung von Bildern geeignet. Aufgrund der vielen Möglichkeiten dieser Software ist sie auch bei professionellen Grafikern sehr beliebt.

Von Photoshop sind einige verschiedene Versionen auf den Markt gekommen. So gibt es das einfache Photoshop, aber auch andere Versionen mit den Beinamen Elements, Lightroom, Express und Fix.

Das standardmäßige Photoshop lässt digitalen Grafikern kaum Wünsche offen und ist entsprechend relativ teuer. Du kannst nicht einfach eine Lizenz erwerben, sondern zahlst monatliche Beiträge, um die Software nutzen können. Mit diesem Bezahlmodell richtet sich Photoshop eher an professionelle Kunden.

Bei Photoshop Elements handelt es sich um eine etwas kleinere Version des großen Hauptprogramms. Grundsätzlich erfüllt Elements die gleichen Aufgaben, die Funktionen wurden im Vergleich aber etwas eingeschränkt. Du kannst Photoshop Elements für eine einmalige Zahlung von ungefähr 55 Euro erwerben und ohne Folgekosten nutzen.

Speziell an die Bearbeitung von digitalen Fotos richten sich die Versionen Lightroom, Express und Fix. Bei Express handelt es sich um eine Anwendung, die du in deinem Internet-Browser nutzen kannst. Fix ist eine App, die für Android und Apple-Geräte verfügbar ist.

Corel Painter (Essentials)

Bei Corel Painter handelt es sich um ein Programm zum digitalen Malen und Zeichnen. Grundlegende Funktionen zur Bildbearbeitung sind gegeben, jedoch sind diese zu vernachlässigen. Für den etwas kleineren Geldbeutel gibt es eine günstigere Version namens Corel Painter Essentials.

Corel Painter richtet sich eindeutig an jene Grafiker, die auf ihrem Grafiktablett zeichnen und malen möchten. Hier bietet dir die Software sehr viele Möglichkeiten, deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In der Bildbearbeitung sind die Möglichkeiten, vor allem im Vergleich zu Photoshop, aber stark eingeschränkt. Grundlegende Änderungen lassen sich zwar vornehmen, es wird aber deutlich, dass dies nicht das Hauptaugenmerk dieses Programms ist. Die aktuelle Version Corel Painter 2017 kannst du auf der Webseite von Corel für ungefähr 360 Euro erwerben.

Wenn du nicht so viel Geld für eine Grafiksoftware ausgeben möchtest, könnte Corel Painter Essentials interessant für dich sein. Dabei handelt es sich um eine kleinere Version von Corel Painter mit etwas eingeschränkter Funktionalität. Dafür kostet die kleinere Version mit ca. 30 Euro aber auch nur ein Zwölftel des Preises des Hauptprogramms. Du kannst die ebenfalls auf der Corel Webseite runterladen.

GIMP

GIMP ist eines der beliebtesten Programme für das Zeichnen und Malen und für die Bildbearbeitung mit einem Zeichentablett. Ein Grund hierfür mag sein, dass du es vollkommen kostenlos runterladen und nutzen kannst.

Da das Programm kostenlos zu erhalten ist und dafür mit einer guten Funktionalität überzeugen kann empfehlen wir dir, GIMP auf jeden Fall einmal auszuprobieren. Viele Hobbykünstler hat das Programm schon überzeugen können, ohne dass sie viel Geld für eine Software ausgeben mussten.

OpenCanvas / MangaLabo

OpenCanvas und MangaLabo von dem japanischen Unternehmen portalgraphics sind Zeichen- und Malprogramme, die sich auf Comics und Mangas spezialisiert haben.

Beide Programme kannst du direkt auf der Webseite des Herstellers runterladen. Die Kosten betragen 59 US $ (ca. 53 Euro) für OpenCanvas bzw. 5800 japanische Yen (ca. 47 Euro) für MangaLabo. Da die Preise auf der Webseite nicht in Euro angegeben sind unterliegen sie natürlich kleineren Schwankungen aufgrund von wechselnden Wechselkursen.

Weitere Programme für digitales Zeichnen und Malen und zur Bildbearbeitung

Photoshop von Adobe auf einem Notebook

Da die Auswahl an Grafiksoftware wirklich sehr groß ist und wir dir nicht jede einzelne genau vorstellen können, folgt hier noch eine Aufzählung weiterer Programme, die möglicherweise interessant für dich sind. Wenn dir keine der bisherigen Programme zusagt, wirst du vielleicht hier fündig.

  • Corel Draw Graphics Suite
  • Canvas
  • Art Rage
  • MyPaint
  • Paint ToolSAI
  • Picasa
  • Autodesk Sketchbook
  • Paintchat (online)
  • Oekaki (online)
  • NexImage (online)

Programme zur 3D-Modellierung mit einem Grafiktablett

Eine weitere Möglichkeit ein Grafiktablett zu benutzen ist die 3D-Modellierung. Hier können Körper in einer dreidimensionalen Umgebung erstellt, texturiert und auch animiert werden. Im Folgenden stellen wir dir die in diesem Zusammenhang beliebtesten Programme vor, die mit einem Grafiktablett bedient werden können.

ZBrush

ZBrush ist eine Kombination aus einem Mal-Programm und einem Programm zur 3D-Modellierung. Ein entscheidender Unterschied zu anderer Mal-Software ist, dass in ZBrush für jeden gemalten Pixel auch eine Höhen-Variable gespeichert wird. So wird ein dreidimensionales Denken in ZBrush ermöglicht.

Aber nicht nur beim Malen und Zeichnen beweist sich ZBrush als 3D-Software. Du kannst hier auch ganze Objekte, wie z.B. einen menschlichen Körper, von Grund auf als dreidimensionalen Körper erstellen. Häufiger wird ZBrush jedoch verwendet, um schon vorhandene 3D-Modelle zu importieren und zu bearbeiten. Mit einem Preis von knapp 900 Euro musst du für diese Software allerdings bereit sein viel Geld auszugeben.

MudBox

Ähnlich wie ZBrush richtet sich MudBox an Grafiker, die an der Erstellung und Bearbeitung von 3D-Modellen interessiert sind. Ein Beispiel hierfür wäre die Erstellung eines menschlichen Körpers mit möglichst realistischen Oberflächen wie beispielsweise Hautunebenheiten.

Ähnlich wie Photoshop werden für die Nutzung von MudBox Beiträge für die Nutzung der Software fällig. Du kannst sie also nicht mit einer einmaligen Zahlung kaufen. Es wird jedoch eine 30-tätige kostenlose Probezeit angeboten. Für Schüler und Studenten gibt es ein besonderes Angebot. Sie dürfen MudBox drei Jahre lang kostenlos nutzen.

Blender

Blender ist eine kostenlose Software zur Modellierung, Texturierung und Animierung dreidimensionaler Körper. Besonders interessant ist, dass das Programm ohne Installation auf sehr vielen Betriebssystemen läuft und kostenfrei erhältlich ist.

Gerade im Vergleich zu den oben genannten Programmen ist Blender eine gute Alternative, wenn du nicht bereit bist viel Geld in eine Software zu investieren. Es erscheinen kontinuierlich neue Updates, die die Funktionalität sicherstellen und erweitern. Für eine kostenlose 3D-Software ist das bemerkenswert.

Raster- und Vektorgrafiken

Wusstest du schon, dass man Grafikprogramme auch daran unterscheiden kann, ob sie Raster- oder Vektorgrafiken erzeugen? Entscheidend ist dabei wie die Grafiken, bzw. jeder einzelne Strich oder Punkt, abgespeichert wird.

Rastergrafiken bestehen aus vielen kleinen Pixeln. Wenn du also z.B. einen Strich ziehst wird dieser als eine Aneinanderreihung vieler kleiner Pixel abgespeichert. Das hat zur Folge, dass die Grafik nicht ohne Qualitätsverlust vergrößert werden kann. Je größer das Bild wird, desto eher kann man die einzelnen Pixel erkennen und das Bild wirkt unscharf. Viele Programme zum Zeichnen und zur Bearbeitung von Fotos setzen auf Rastergrafiken. Dazu zählen z.B. Adobe Photoshop (Elements), Corel Painter, Open Canvas und Autodesk Sketchbook.

Bei Vektorgrafiken werden deine Eingaben nicht als Pixel, sondern als Vektoren gespeichert. Einen Vektor kann man sich wie eine Art Richtungsangabe vorstellen. Wenn du nun einen von dir gezogenen Strich (oder ein ganzes Bild) vergrößern möchtest, musst du nicht mit einem Qualitätsverlust rechnen. Bekannte Software, die mit Vektorgrafiken arbeiten sind Adobe Illustrator, Inkscape, Apache OpenOffice Draw und Autodesk Graphic.

Zusammenfassung und Fazit

Nicht nur beim Kauf eines Grafiktabletts ist die Auswahl groß, sondern auch bei der Wahl der richtigen Grafiksoftware. So groß, dass man sich nicht mit jeder einzelnen befassen kann, wenn man irgendwann auch mal mit der Arbeit beginnen möchte. Auf der einen Seite gibt es kostenlose Software, die dennoch eine hohe Funktionalität aufweist. Auf der anderen Seite gibt es Programme, für die man knapp 1.000 Euro zahlen kann.

Diese sind tatsächlich deutlich besser, aber wohl eher für die professionelle Nutzung gedacht. Ein guter Tipp für den Anfang ist, die kostenfreien Programme zu testen, oder kostenlose Testphasen ansonsten zahlungspflichtiger Programme mitzunehmen.

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