IObit Malware Fighter 5 im Test

Bedrohungen für den eigenen PC werden immer trickreicher und gefährlicher. Natürlich sollte inzwischen jedem PC-Benutzer klar sein, dass auf dem Rechner ein aktuelles Antivirusprogramm installiert ist. Doch auch andere Bedrohungen wie Malware oder ganz aktuell die sogenannte Ransomware (z.B. Petya/GoldenEye) verbreitet sich wie ein Lauffeuer und infiziert unzählige PCs.

Deshalb ist es in meinen Augen durchaus sinnvoll, als Ergänzung zum Antivirusprogramm, noch ein weiteres Sicherheitstool, wie den IObit Malware Fighter 5 die eigenen Dateien schützen zu lassen. Und genau dieses Tool habe ich mir mal genauer angeschaut.

Der IObit Malware Fighter 5 im Überblick

Jedes Programm, das auf dem Rechner installiert ist und im Hintergrund die Aktivitäten des Users und anderer Programme überwacht, kostet natürlich etwas Rechenleistung. Es gab schon Antivirusprogramme, die so richtig schlecht für die Performance waren. Aber auch die Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit sind wichtige Kriterien. Wie schlägt sich hier der IObit Malware Fighter 5 im täglichen Einsatz?

Die Installation beim IObit Malware Fighter 5

Den IObit Malware Fighter 5 gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen. In meinem Beispiel gehe ich davon aus, das zunächst die kostenlose Version installiert wird und anschließend das Upgrade auf die kostenpflichtige Pro-Version erfolgt. Bei der Installation gibt es ein paar Dinge zu beachten, da man sich sonst gleich noch ein paar weitere Programme „einfängt“, die man wahrscheinlich gar nicht möchte.

So kann am Anfang gleich Advanced SystemCare mit installiert werden. Glücklicherweise ist das Kontrollkästchen standardmäßig bereits deaktiviert. Aber sicherheitshalber trotzdem darauf achten. Außerdem empfiehlt es sich, die Kunden Installation zu wählen, um einfach mehr Kontrolle zu haben. Im weiteren Verlauf gibt es dann auch noch dachlane, ein Tool zur Passwort-Verwaltung, und zum Abschluss ein Gratisgeschenk, wenn man sich für den Newsletter anmeldet. Hier einfach immer darauf achten, dass das jeweilige Kontrollkästchen deaktiviert ist:

PC-Überprüfung mit dem IObit Malware Fighter 5

Nach der Installation möchte die Software natürlich gleich mal einen Scan durchführen, um sicherzustellen, das keine Malware oder ähnliche Infektionen vorhanden sind.

IObit Malware Fighter 5 Startseite

Den Scan sollte man ruhig auch direkt durchführen lassen. Da sich das Programm immer selbst aktualisiert, kann man auch sicher sein, dass der IObit Malware Fighter 5 immer mit einer aktuellen Datenbank arbeitet. Im Idealfall sollte nichts gefunden werden und nach dem Suchlauf meldet die Software, dass alles o.k und sauber ist. Werden Infektionen oder verdächtige Dateien gefunden, gibt der IObit Malware Fighter 5 entsprechende Meldungen aus und bietet Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen an.

Im Programmfenster kann man unten rechts die Seitennummer eingeben und das Programm so zur Pro-Version freischalten. In meinem Screenshot steht dort schon Lizenz verwalten, da ich die Freischaltung bereits gemacht habe.

Auf jeden Fall sollte man die Anti-Ransomware-Maschine (schlecht übersetzt von Engine) aktivieren. Ob man die Bitdefender-Maschine aktiviert, muss jeder selbst entscheiden. Nach dem Aktivieren wird der Windows Defender deaktiviert und der Virenschutz durch die Bitdefender-Engine übernommen.

Einstellungen beim IObit Malware Fighter 5

Auf der linken Seite im Programmfenster gibt es ein einfaches Menü, das aktiviert wird, wenn man mit der Maus darüber fährt. Der Home-Button dürfte selbsterklärend sein, er öffnet einfach das Startfenster. Der zweite Menüpunkt, Prüfen, bietet die Möglichkeit den PC nach Malware und Ransomware zu durchsuchen. Dazu stehen verschiedene Such-Optionen zur Verfügung.

Der letzte Menüpunkt, das Aktions-Center, ist nur interessant, wenn ihr weitere Software von IObit installieren wollt, denn dort werden verschiedene Programme vorgestellt und angeboten.

IObit Malware Fighter 5 Einstellungen Browser-Schutz

Interessant ist der Menüpunkt Browser-Schutz. Hier sollte man sich die Einstellungen anschauen und nach den eigenen Anforderungen anpassen. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, wenn man hier alle Optionen aktiviert. Nachteile im Alltag konnte ich bisher nicht feststellen.

IObit Malware Fighter 5 Einstellungen Sicherheits-Wächter

Ein weiterer interessanter Menüpunkt sind die Einstellungen der Sicherheits-Wächter. Auch hier kann man getrost alle aktivieren. Nachteile im laufenden Betrieb von Windows ergeben sich dadurch nicht.

IObit Malware Fighter 5 im täglichen Einsatz

Der große Vorteil am IObit Malware Fighter 5 ist, man merkt keine Veränderung an der Performance des Rechners. Das Programm arbeitet im Hintergrund, ohne das man als Benutzer davon etwas mitbekommt. Die einzige Meldung die ich deaktiviert habe ist z.B. die Meldung nach dem Download einer Datei aus dem Internet. Hier brauche ich keine Meldung, wenn die Datei sauber ist. Mir reicht eine Meldung, wenn die Datei eben nicht o.k. ist.

Ansonsten läuft der IObit Malware Fighter 5 tadellos im Hintergrund und überwacht mein System. Was mir aber noch fehlt ist ein offizieller Test über die Leistungsfähigkeit bei der Erkennung von Malware und Ransomware z.B. von AV-Test.org.

Zusammenfassung und Fazit

Wer bei der Installation ein klein wenig aufpasst, erhält hier ein gutes Programm, um den Schutz des eigenen Rechners zu erhöhen. Der IObit Malware Fighter 5 belastet das Windows-System nicht merklich und arbeitet ruhig und unauffällig im Hintergrund. Was ich mir noch wünschen würde, wäre ein offizieller Test über die Zuverlässigkeit bei der Erkennung von Malware und Ransomware. Vielleicht kann der Hersteller da ja noch Informationen nachreichen.

Der Download der Freeware-Version ist unter http://www.iobit.com/de/malware-fighter.php möglich. Die Pro-Version mit mehr Schutzfunktionen kostet aktuell nur 19,99 Euro.


1 Kommentar

  1. Bernd Toma

    ist wirklich ein tolles Programm. Vielen Dank!!!

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