SAP HANA – Was steckt dahinter und was kann die Software?


SAP HANA wurde bereits 2008 von SAP entwickelt. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Entwicklungsplattform, welche über eine In-Memory-Datenbank verfügt. Experten begegneten der Cloud vorerst sehr skeptisch, da der Markt bereits mit Datenbanken von Microsoft und Oracle gesättigt ist.

Dennoch bringt der größte deutsche Softwarehersteller das Produkt im Juni 2011 offiziell auf den Markt. Mittlerweile gibt es verschiedene Softwarepakete von SAP. Somit ist die Variante des Business One Paketes eher für mittelständige Unternehmen gedacht und die Fassung Business Suite macht das eigentliche Kernprogramm aus, welches seit Januar 2013 auf dem Markt ist.

SAP HANA soll zugleich als eine Plattform für eine Cloud dienen, wodurch Kunden, Partner und Anbieter eigene Systeme entwickeln und Daten auswerten können.

SAP HANA Software auf Macbook

Wie funktioniert SAP HANA?

Den Grundstein bildet eine In-Memory-Datenbank, welche spaltenorientiert arbeitet. Dadurch werden analytische und transaktionale Aspekte miteinander vereint. Somit müssen die Daten nicht mehr in einem sogenannten Data Warehouse repliziert werden. Damit ermöglicht HANA den Wegfall von zusätzlichen Datenbanken. Durch ein spaltenorientiertes Konzept arbeitet das Programm wesentlich schneller, da nicht mehr jede Zeile einzeln eingelesen werden muss.

Somit erfolgt die Verarbeitung in Echtzeit. Dies gelingt dadurch, weil die Daten komplett im Arbeitsspeicher gehalten werden. Bei herkömmlichen Modellen werden die Daten oftmals zwischen mehreren Systemen hin- und hergeschoben. Bei HANA müssen diese Datenmengen nicht mehr aufwendig repliziert werden.

Des Weiteren entfällt die anspruchsvolle Verarbeitung und Erstellung sogenannter Cubes und auch die Batch-Prozesse werden damit abgeschafft. Ebenfalls räumt SAP Sicherheitsbedenken aus. Gegen den Verlust der sensiblen Daten sichert sich HANA ab.

Alle Informationen werden zur Vorsicht nochmals auf eine externe Disk geschrieben, wodurch diese nicht verloren gehen können. Die Daten können bei einem Ausfall des Systems ohne große Schwierigkeiten wieder hergestellt werden.

Software auf Notebook und Tablet

Diese Hardware wird benötigt

Da es sich bei SAP HANA um eine spezielle Appliance handelt, wird ein Mix aus Hard-und Software angeboten. Dabei verträgt sich die Software mit allen gängigen Servern, wie beispielsweise Dell und Hewlett-Packard. Unterstützt werden die Betriebssysteme von Intel und Linux. Der Code von HANA wurde allerdings ausgelegt für Intel-Prozessoren geschrieben. Aus diesem Grund läuft die Datenverarbeitung auf dieser Ebene am besten.

Einsatzbereich für SAP HANA

SAP HANA findet vor allem im Bereich des Business Intelligence von Unternehmen seinen Einsatz. Dabei handelt es sich um die Erfassung und Auswertung von Daten zur Optimierung des betrieblichen Leistungsprozesses. Des Weiteren können zahlreiche SAP-Produkte mit HANA verknüpft werden.

Ebenso wird das Programm immer offener und somit auch als Cloud genutzt. Es wurde um weitere Funktionen, wie zum Beispiel Textanalyse und Geodaten, erweitert.

Die Anwendung bietet somit die Möglichkeit, Geschäfts- und Kontrolllogiken in einer Datenbank zu vereinen. Dabei läuft dies schneller ab, als es bei herkömmlichen Modellen der Fall ist. Die Software wurde besser auf die Hardwarekomponenten abgestimmt und nutzt somit die vorhanden Kapazitäten im vollen Umfang. Daraus ergibt sich eine deutliche Unterstützung im Entwicklungsprozess der Firmen.