Warum 3D Druck alsbald den PC-Bau revolutionieren dürfte

Zugegeben: 3D Drucker sind keine brandneue Erfindung der letzten Monate. Mittlerweile wurden bereits Projekte vorangetrieben, komplette Häuser mittels 3D Druck herzustellen, doch der sagenhafte Boom dreidimensional arbeitender Printer scheint vorüberzugehen. Ein Schein, der trügt: Insbesondere für PC-Tuner und Computer-Bastler birgt ein moderner 3D Drucker allerlei interessante Möglichkeiten. 

Exkurs 3D Druck

3D Druck revolutioniert den PC-Bau

Das Prinzip eines 3D Drucks mag bekannt sein. Ein kleiner Exkurs kann jedoch nicht schaden. Grundlage eines jeden 3D Drucks ist das Druckmaterial, auf Rollen gedrehter Kunststoff. Der Drucker erhitzt den Kunststoff und trägt ihn ähnlich wie eine Heißklebepistole Schicht für Schicht auf.

Der Druckkopf, häufig auch als Extruder verallgemeinert, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Druckkopf eines Tintenstrahldruckers, gehört jedoch mit seinen empfindlichen Düsen zu den Elementen, die am häufigsten von Verschleiß betroffen sind.

Kein Wunder, dass sich mittlerweile einige 3D Drucker Ersatzteil-Shops ein Standbein aufbauen konnten, denn ein 3D Drucker kann mit bis zu vier Druckköpfen bestückt sein.

Hat der Extruder den Kunststoff erhitzt, druckt er entweder mittels des proprietären Betriebssystems oder über ein externes Programm, installiert auf dem PC, nach Vorlage. Je größer der Druckraum, desto größer darf das Druckobjekt ausfallen.

Form, Widerstand und Farbe variieren je nach Kunststoffart. Geläufige Kunststoffspulen (Filamente) kosten um die 20 Euro pro Kilogramm. Es gibt auch kostspieligere Varianten, die zum Beispiel zum Schleifen, Fräsen und Lackieren geeignet sind. Weit kostenintensiver als das Filament sind jedoch die Geräte an sich.

Ein modernes Modell schlägt mit Anschaffungskosten von mehreren Tausend Euro zu Buche. Nicht zu vergessen sind die Stromkosten, die bei einem mehrstündigen 3D Druck eine weitere beachtliche Position ausmachen. 

Chancen für den PC-Tüftler

Für Otto Normalverbraucher beziehungsweise Gelegenheitsdrucker lohnt sich ein 3D Drucker angesichts der Kosten nur bedingt. Da sich ein 3D Drucker für PC-Bastler jedoch in vielerlei Hinsicht auszahlen kann, sollten die Möglichkeiten des dreidimensionalen Drucks nicht vorschnell ad acta gelegt werden.

Ein Beispiel: Ein neuer PC soll gebaut werden. Nach wochenlanger Recherche und einigen Internetkäufen stellt sich heraus, dass doch nicht alle Elemente in das Gehäuse passen, wie geplant. Die Festplatte etwa bereitet häufig Probleme.

Anstatt eine neue Platte beziehungsweise ein neues Format zu bestellen oder ein Festplattengehäuse zu suchen, könnte der Bastler einen Sockel in Eigenregie produzieren. Um die Maße der Festplatte zu nehmen, genügt mittlerweile das Handy.

Auch Microsofts Kinect eignet sich zum Erfassen von Objektdaten. Das Gehäuse des PCs sowie dessen Innenflächen sind ebenfalls schnell gescannt. Beide Datensätze werden in die Drucker-Software eingetragen und nach einer Reihe von Befehlen macht sich der Printer an die Arbeit.

Selbstverständlich können auch Vorlagen genutzt werden. Die Plattformen Tinkercad und SketchUp beispielsweise sind vollgepackt mit Druckvorlagen. Sie müssen lediglich heruntergeladen und in der Software des PCs geöffnet werden. Sollte der Drucker über ein proprietäres Betriebssystem samt Display verfügen, gelingt die Bedienung direkt über den Drucker. All diese Schritte setzen jedoch den Besitz eines 3D Druckers voraus.

So läuft die Auftragsübermittlung bei einem 3D Drucker Profi ab

Wer in den Genuss eines 3D Drucks gelangen und zum Beispiel seinen PC aufwerten, jedoch keine Unsummen ausgeben möchte, kann einen 3D Druck Anbieter kontaktieren. Dieser benötigt lediglich eine sogenannte CAD-Datei. Anhand dieses Grundgerüsts kann der Anbieter die Kosten sehr präzise abschätzen und Tipps zur Stabilisierung und für die Materialwahl geben.

So können zum Beispiel hitzeresistente Spritzgussteile für den Prozessor-Sockel hergestellt werden. In engem Kontakt werden zunächst sämtliche Details und Kosten geklärt. Die letztendliche Auftragsbestätigung erfolgt unabhängig von dieser vorausgehenden Konsolidierung.

Auf diese Weise hat der Kunde die Möglichkeit, einen industriellen Drucker zu mieten, muss sich jedoch nicht zu 100 Prozent mit der Bedienung und dem Druckmaterial auskennen. Nicht nur für Einsteiger ist diese Beratung ein großer Vorteil.

Fazit: Eine Reihe von 3D Druck Experten fahren ihre Printer sowohl für Geschäfts- als auch Privatkunden hoch. Angefangen von der Neonröhren-Halterung bis hin zum Kabelbinder können allerlei Elemente individuell und passgenau geordert werden.

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