Präsentationstechnik: Ist das interaktive Whiteboard sinnvoll?

Veröffentlicht am Kategorisiert in Technik

Insbesondere durch die Corona-Pandemie kam es zu einem Vorschub für die Digitalisierung in Deutschland. Nicht nur in Schulen, sondern auch in den Unternehmen gibt es jetzt mehr digitale Lösungen. Eines der begehrtesten Optionen ist vor allem das interaktive Whiteboard.

Für die Präsentationstechnik kann es kaum etwas Besseres geben, sagen die Firmen. Die Lehrer in den Schulen berichten ebenfalls, dass hierdurch Bildungsinhalte besser kommuniziert werden können. Ist das aber wirklich so?

Die digitale Tafel für Unternehmen und Schulen

digitales, interaktives Whiteboard
Bild von Stefan Meller auf Pixabay

Die digitale Tafel (beziehungsweise Whiteboard) kann zum Beispiel verwendet werden, um Präsentationen bezüglich des Unternehmens zu ermöglichen oder um Lerninhalte kommunizieren zu können. Ein interaktives Whiteboard kann zum Beispiel das Abspielen von Videos und Audios ermöglichen. Sofern eine Internetverbindung via LAN oder WLAN möglich ist, kann auch auf Online-Plattformen wie YouTube zugegriffen werden.

Im Alltag wird ein Whiteboard dieser Art genutzt, um Geschäftspartner Imagefilme zu zeigen, diverse Daten preiszugeben oder auch um einen Contentplan gemeinsam im Team zu erstellen. Tatsächlich gibt es noch weitaus mehr Möglichkeiten, um derartiges zu ermöglichen. 

Dokumente können über eine PDF eingespielt werden. Über den virtuellen Marker können darüber Passagen markiert werden oder handschriftliche Notizen bezüglich eines Absatzes oder ähnliches ergänzt werden. In der Schule würde entsprechend die Möglichkeit bestehen, um Lückentexte zu vervollständigen und ähnliches.

Vorteile: Bildungsinhalte mit Whiteboards kommunizieren

Das Whiteboard, welches im Endeffekt einen riesigen Touch Bildschirm bietet, eignet sich wie bereits angesprochen, auch für Bildungsinhalte. Die Vorteile liegen darin, dass die Bildungseinrichtung als Bildungsstätte des 21. Jahrhunderts wahrgenommen wird. 

Die Kompetenzen müssen den Schülern so kommuniziert werden, wie sie es gewohnt sind. Selbst die jüngsten Schüler sind bereits mit neuen Technologien in Berührung gekommen und daher kommt es auch zu einer gewissen Erwartungshaltung. In vielen Schulen (zum Beispiel in den Niederlanden) findet die Technik große Beliebtheit.

Ein interaktives Whiteboard verzaubert – die Schüler werden nicht mehr aus dem Fenster schauen, sondern die spannenden Animationen oder Videos folgen, die das große Display anzeigt. Insbesondere zu Beginn wird damit Neugierde erweckt und auch das Image der Schule wandelt sich.

Mann am Whiteboard
Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay

Das digitale Klassenzimmer in Deutschland möglich?

Das digitale Klassenzimmer ist der Wunsch vieler Lehrer und Schüler, denn das Konzept zeigt viele Vorteile, dafür muss aber das pädagogisch-didaktische Medienkonzept bereitliegen. Dies beginnt bereits bei der Ausstattung. Neben den interaktiven Tafeln müsste es auch Tablets geben für die Schüler, WLAN und auch Kompetenzen bei den Lehrern, welche wissen, wie mit der Technik umzugehen ist.

Derzeit sieht es in Deutschland tatsächlich noch etwas schwierig aus, dieses Konzept bundesweit durchzusetzen. Es hat sich gezeigt, dass nur ein Viertel der Schulen über ein funktionales WLAN verfügt. Die Ausstattung auch hinsichtlich der Technik ist aber eher schlecht, insbesondere im internationalen Vergleich.

Studien zeigen, dass die deutschen Schülerinnen und Schüler mit der Technik durchaus umgehen könnten, aber die digitalen Kompetenzen kaum gefragt sind. Das führt auch dazu, dass die meisten Schüler gar nicht wissen, wie eine Software für die Bildbearbeitung funktioniert oder gar wie ein Programm zur Textverarbeitung richtig genutzt wird. 

Daraus wird sich im Berufsleben ein Problem darstellen, denn in beinahe jedem Beruf werden Kenntnisse hinsichtlich dessen vorausgesetzt.