Welcher Einbruchschutz ist sinnvoll?

Die Zahl der Einbrüche sinkt in Deutschland kontinuierlich. Sie ging von 459 täglichen Einbrüchen 2015 auf nur noch 149 tägliche Einbrüche 2021 zurück. Der Trend ist eindeutig und wird von Kriminologen auf die neuen Technologien zurückgeführt, seitdem das Internet der Dinge sich zunehmend in der gesellschaftlichen Breite durchsetzt.

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Doch für eine grundsätzliche Entwarnung ist es zu früh. Ein Restrisiko besteht nach wie vor und gerade die technologischen Errungenschaften der letzten Jahre bieten geschickten Einbrechern neue Einfallstore. Wir zeigen, wie Einbruchschutz heute effektiv funktioniert.

Welchen Einbruchschutz gibt es?

Einbruchschutz für zuhause

Einbruchschutz lässt sich gut mit Blick auf die verwendete Technik unterscheiden. Manche Maßnahmen sind ohne Technik, manche traditionell auf mechanischem Wege und andere auf elektronischer Ebene sowie im Rahmen komplexer IoT-Vernetzung zu lösen. Wir gehen den Einbruchschutz, aufgeschlüsselt nach der verwendeten Technik, der Reihe nach durch. Anbieter für Einbruchschutz wie AZ Alarm gibt es reichlich, sodass Sie im Internet auf eine Vielzahl versierter Fachhändler zurückgreifen können.

Ein wichtiger Hinweis vorneweg: Beim Einbruchschutz geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch. Der Königsweg ist die Kombination sinnvoller Elemente aus allen Bereichen für das gemeinsame Ziel. Um sich vor Einbrechern verteidigen zu können, sind Selbstverteidigungswaffen sinnvoll, wobei zivilisierte Menschen mit CS-Gas oder Pfefferspray die geringsten Hemmschwellen für den notwendigen Einsatz haben.

Allgemeiner Einbruchschutz

Die Angst, sich auszusperren, ist berechtigt. Um dieses Übel nicht durch ein anderes zu ersetzen, sollte der Zweitschlüssel besser bei Freunden oder Verwandten für den Notfall geparkt werden. Denn Einbrecher kennen typische Verstecke wie den Platz unter dem Fußabtreter und unter dem Blumenkasten.

Wer Hunde mag, kann seine Tierliebe mit Einbruchschutz verbinden, da Hunde mit ihrem eindringlichen Gebell Einbrecher in die Flucht schlagen. Schließlich kann eine intakte Nachbarschaft Wunder bewirken. Hier kann man sich absprechen, gemeinsam auf Einbrecher zu achten. Fenster dürfen bei verlassenem Haus nicht auf Kippe stehen, da professionelle Einbrecher diese leicht öffnen können.

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Mechanischer Einbruchschutz

Einbrecher können beim Aufmachen von Türen so effizient sein, wie ein Schlüsseldienst und Türen innerhalb weniger Sekunden aufbrechen. Aus diesem Grund sollte die Tür nach dem Herausgehen mindestens zweimal verschlossen werden. Andere Sicherheitselemente sind an der Tür Zylinderschlösser, Profilzylinder, Schutzbeschläge, Fallensperren und Verriegelungssysteme wie ein Sperrbügel oder ein Querriegelschloss, das im Mauerwerk verankert wird.

Für Fenster sind abschließbare Fenstergriffe, Fenstergitter, Aufschraubsicherungen und Sicherheitsbeschläge mit Pilzkopfverriegelungen sowie Schutzbeschlägen bewährte Sicherheitssysteme. Bereits eine Doppelverglasung hält Einbrecher davon ab, das Fenster einzuschlagen, um durch dieses in das Haus zu gelangen.

Elektronischer Einbruchschutz

Kameras und Alarmanlagen gehören zum elektronischen Einbruchschutz und sind gute Methoden, die wirksam helfen. Alarmanlagen sind typischerweise mit Sensoren wie Berührungs- und Bewegungsmeldern verbunden, um im richtigen Moment Sirenengeheul ertönen zu lassen. Um auch in der Dunkelheit die Täter sicher zu identifizieren, sollte die Kamera eine hohe Auflösung aufweisen und mit einer Nachtsicht ausgestattet sein.

Smarter Einbruchschutz

Noch moderner sind smarte Komponenten für den Einbruchschutz, um das Internet der Dinge auf dieses gemeinsame Ziel abzustimmen. Mit einer Anwesenheitssimulation im Urlaubsfall wird typisches menschliches Verhalten imitiert, sodass morgens zum Beispiel die Jalousien automatisch hoch- und abends wieder heruntergezogen werden. Einzelne Komponenten der Anwesenheitssimulation lassen sich ohne zentrales Smart-Home-System mit Bridge kaufen, etwa ein Fernsehsimulator für die Abendstunden.

Ebenfalls effektiv sind Sprecheinrichtungen mit Videoschaltung, um beim Klingeln von innen mit dem Besucher zu kommunizieren. Mit einem Fernzugriff auf die Wohnung vom Smartphone aus können sich Bewohner jederzeit vergewissern, dass zu Hause alles in Ordnung ist. Bei Auffälligkeiten erhalten sie hingegen eine Benachrichtigung, um via Fernzugriff bei Bedarf einen Alarm auszulösen.

Damit gewiefte Einbrecher keine Chance haben, die sozialen Medien für ihre Interessen zu nutzen, sollten Urlauber ihre Urlaubserlebnisse nicht während des Urlaubs posten und die persönliche Ortungssperre aktivieren.