Datenschutz ist Trumpf: Der Schutz der persönlichen Daten wird immer wichtiger


Die zunehmende Digitalisierung birgt für den allgemeinen Datenschutz durchaus große Gefahren. Während Anwendungen immer mehr Nutzerdaten benötigen, sorgen die digitalen Schnittstellen ebenfalls regelmäßig für Sicherheitslücken. Mit Hilfe der jüngsten Datenschutz-Grundverordnung hat der Gesetzgeber einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Datenmissbrauch unternommen, welcher jedoch in der Bevölkerung in erster Linie für Verwirrung sorgte.

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Warum wird der Datenschutz immer wichtiger?

Datenschutz bei Facebook, Twitter und Co

Man muss nicht unbedingt ein Studium zum Web-Entwickler absolviert haben um zu wissen, dass Anwendungen auf Computern, Smartphones oder Tablets immer auch große Menge an personenbezogenen Daten sammeln. Jedoch sind sich nur die wenigsten darüber im Klaren, welche Tragweite das Datensammeln dabei haben kann. So waren viele Nutzer durchaus geschockt, als sie von dem jüngsten Datenschutzskandal in Spanien hörten. Hier griff die offizielle App der spanischen Fußball-Liga während den Spielen auf das Mikrofon der Nutzer sowie deren Standortinformationen zu.

Hintergrund dieser Spionageaktion war die Ermittlung von unlizenzierten Übertragungen im öffentlichen Raum. Dass App-Entwickler Möglichkeiten dieser Art nutzen können sorgt bei Verbrauchern nicht nur für Entsetzen, sondern stellt ebenfalls eine große Gefahr für den Datenschutz dar. Aufgeflogen sind die Machenschaften der spanischen Liga durch das Inkrafttreten der neuesten Datenschutz-Grundverordnung (kurz DSGVO).

Datenschutzgrundverordnung sorgt vielerorts für Kopfzerbrechen

Das europäische Datenschutzrecht glich in der Vergangenheit einem Schweizer Käse. Mit der neuen DSGVO versucht die EU nun die vorhandenen Löcher zu stopfen. Jedoch sorgte die lange angekündigte Einführung am 25. Mai trotzdem an vielen Stellen für große Verwirrung. Von der neuen Reglung betroffen sind beispielsweise Firmen, Vereine und Selbstständige, die automatisiert personenbezogene Daten verarbeiten. Ausnahmen existieren lediglich für Privatpersonen und Journalisten.

Für den Bürger hat die DSGVO den Vorteil, dass Dritte sie ab sofort wesentlich genauer über die Nutzung ihrer Daten informieren müssen. Weiterhin gilt mit der Einführung das sogenannte Recht des Vergessen werden. So können betroffene Personen unter bestimmten Umständen vom Verantwortlichen verlangen, dass personenbezogene Daten sofort gelöscht werden.

Welche Prozesse bringen im Alltag eine Gefahr für den Datenschutz mit sich?

Datenschutz laut DSGVOEin großes Risiko für den Datenschutz stellen nach wie vor mobile Endgeräte dar. So können Dritte mit ihrer Hilfe nicht nur auf Standortinformationen oder Mikrofondaten zugreifen, sondern ebenfalls auf viele weitere Informationen. Beispielsweise ist auch die private Fotogalerie oder das Kontaktverzeichnis nicht vor Spionageattacken sicher.

Auch der Datenschutz beim bargeldlosen Bezahlen wie beispielsweise mit Onlineverfahren ist mit einem großen Austausch von persönlichen Informationen verbunden. Vor allem für die Marketingabteilungen von Unternehmen sind Daten dieser Art sehr wertvoll. Zudem bedienen sich ebenfalls betrügerische Hacker an Verfahren dieser Art, um an nützliche Informationen zu kommen. Weiterhin können auch beim Surfen auf Webseiten personenbezogene Daten schnell in die falschen Hände geraten.

Wie können sich Nutzer vor Datenmissbrauch schützen?

Um unerwünschte Datenübertragungen von mobilen Geräten vorzubeugen, sollten Verbraucher Funktionen wie beispielsweise die GPS-Ortung und NFC nur dann aktivieren, wenn diese aktiv gebraucht werden. Weiterhin ist bei der Installation von Apps darauf zu achten, auf welche Rechte die Anwendungen zugreifen. Grundsätzlich sollten keine Anwendungen aus unbekannten Quellen heruntergeladen werden.

Wer beim Bezahlen eine maximale Sicherheit wünscht, sollte weitestgehend auf Onlineverfahren verzichten und stattdessen auf klassisches Bargeld setzen. Zwar ist die Verwendung von Bargeld oft mit einem kleinen Komfortverlust verbunden, jedoch ist der Austausch von Münzen und Geldscheinen in Bezug auf die Datensicherheit unübertroffen.

Fazit:

Trotz der großen Verwirrung rund um die DSGVO hat die neue Regelung der EU durchaus viele Vorteile für den Endverbraucher. Jedoch sollten Nutzer nicht alleine auf den Gesetzgeber vertrauen und immer selbst ein Augenmerk auf den Datenschutz legen.

bs19