Der Weg zur eigenen Website – was gibt es für Möglichkeiten?

Heutzutage kommt so gut wie kein großes Unternehmen mehr um eine Internet-Website herum: Wer nicht zwischen der Konkurrenz untergehen möchte, muss online verfügbar sein. Dabei spielt jedoch nicht nur das „Was“ eine Rolle, sondern auch das „Wie“. Damit eine Website in den Google-Suchergebnissen recht weit oben angezeigt wird und nicht irgendwo auf den letzten Seiten verschwindet, muss sie sowohl qualitativen Inhalt als auch vielversprechendes Design aufweisen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten für die Erstellung oder Aktualisierung einer Webpage. Ob man dabei eigens herumprobieren oder die Arbeit lieber in professionelle Hände übergeben möchte, kann jeder selbst entscheiden. Wir zeigen im Folgenden die verschiedenen Vor- und Nachteile der jeweiligen Varianten auf.

1. Web-Baukästen im Internet

eigene Webseite gestalten

Die mittlerweile wohl geläufigste Möglichkeit ist das Einrichten einer Website mithilfe eines Internet-Baukastens. Diese kann man gegen eine monatliche Beitragszahlung plattformunabhängig über einen Browser bedienen, ohne vorher eine Installation durchführen zu müssen – das bedeutet, man kann sofort mit der eigentlichen Tätigkeit anfangen und spart sich Vorarbeiten. Im Regelfall ist die Bedienoberfläche durch Drag-and-drop-Funktionen, die es ermöglichen, Text- und Bildelemente einfach auf die Homepage zu schieben, unkompliziert zu handhaben.

Änderungen an Inhalt und Design können jederzeit vorgenommen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass neue Funktionen und Sicherheitsupdates automatisch von Seiten des Anbieters vorgenommen werden und dem Nutzer somit Wartungsarbeiten erspart bleiben. Daher eignen sich solche Programme speziell auch für Laien ohne technisches Vorwissen.

Was für Funktionen ein Programm aufweist, hängt vom Anbieter und dem gewählten Tarif ab. Es gibt bereits sehr günstige, manchmal sogar kostenfreie Angebote. Diese eignen sich jedoch nur für kleinere Projekte, da dort Werbung geschaltet und keine eigene Domain verwendet wird – zwei Punkte, die äußerst unseriös wirken. Gegen einen kleinen Aufpreis steht dem Nutzer eine werbefreie, eigene Domain zur Verfügung. Solch ein Tarif eignet sich für kleine und mittelständische Unternehmen.

Wer jedoch eine größere Firma besitzt oder einen Online-Shop mit mehreren Artikeln anbieten möchte, sollte einen noch komfortableren Tarif wählen, um genügend Speicherplatz und mehrere Features zu garantieren. In vielen Fällen kann man Extrafunktionen, wie ein Kontaktformular oder die Einbindung eines Blogs, dazu buchen.

Unser Tipp: Netzsieger hat einen objektiven Test mehrerer Baukästen-Anbieter durchgeführt und zeigt, welche Anbieter hinsichtlich der Funktionsoptionen, der Handhabung und des Services am weitesten vorne liegen. Dieser Vergleich stellt eine gute Hilfe bei der Wahl des optimalen Website-Builders dar.

Neben der einfachen Bedienung und der individuell auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Tarifwahl weisen Web-Baukästen jedoch auch ein paar Nachteile auf: Die Webpage-Vorlagen sind limitiert, also ist nur eine eingeschränkte Individualisierung möglich. Es ist zwar nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass ein Baukasten genutzt wurde, aber bei näherem Hinsehen fallen möglicherweise Ähnlichkeiten zu anderen Websites auf, die mit dem gleichen Programm erstellt wurden.

Außerdem bedeutet die Abhängigkeit vom Anbieter auch, dass ein Wechsel zu einem anderen Hosting-Anbieter in der Regel nicht praktikabel ist. Wird der Betrieb des Builders eingestellt, geht die Seite möglicherweise mit verloren.

2. Eigenes Content-Management-System

Grundsätzlich ist ein Homepage-Baukasten eine stark vereinfachte Form eines sogenannten Content-Management-Systems (kurz CMS). Im Gegensatz zur einfachen Bedienoberfläche der Baukästen, lässt sich mit einem CMS so gut wie jede Vorstellung realisieren. Nutzer haben die Möglichkeit, Aussehen, Struktur und Seitenhierarchie ganz nach ihren Wünschen unbeschränkt zu individualisieren. Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt; es können sogar Inhalte mit mehreren Benutzern gemeinsam organisiert werden.

Allerdings braucht ein solches Programm IT-Fachwissen im Voraus bzw. einiges an Eingewöhnungszeit. In der Regal muss man die Programmiersprache beherrschen, um das CMS verwenden zu können. Erst dann können alle Feinheiten und Features überhaupt sachgemäß benutzt werden. Technisches Fachwissen ist gefragt: von der zeitintensiven Installation über die Programmierarbeit bis hin zu eigenständigen Wartung. Nutzer müssen sich um verschiedene Faktoren wie den Hoster oder eine kompatible Datenbank selbst kümmern – alle diese Dinge entfallen, wenn man einen Baukasten-Tarif bucht.

Aus diesem Grund eignen sich Content-Management-Systeme nicht für IT-Laien. Wer sich jedoch auf diesem Gebiet auskennt, profitiert von den flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten und erhält eine individuelle Website. Zudem können Experteneinstellungen, beispielsweise für schnellere Ladezeiten oder unbegrenzten Speicherplatz, vorgenommen werden.

3. Professionelle Fachagentur

Die dritte Möglichkeit zur Erstellung einer Website ist das Hinzuziehen einer Fachagentur. Das impliziert selbstverständlich verhältnismäßig hohe Kosten, aber gleichzeitig auch ein sehr gutes Endergebnis. Qualifizierte Webdesigner besitzen das nötige Know-how, alle Wünsche und Anforderungen ihres Kunden zu erfüllen. Das bedeutet nicht nur eine ansprechende Optik, sondern auch viele Extrafunktionen und innovative Interaktionsmöglichkeiten. Viele Agenturen bieten außerdem den Service, die Webseitentexte selbst zu erstellen oder bereits vorhandene Texte Korrektur zu lesen – so werden eine fehlerfreie Sprache und ein angemessener Textfluss garantiert.

Besonders für Anwender, die keine Zeit für einen Eigenaufwand aufbringen wollen, oder für große Unternehmen eignet sich diese Variante. Die Experten der Agenturen wissen genau, worauf es bei der Homepage-Erstellung ankommt und welche Aspekte nicht vernachlässigt werden dürfen. Sie helfen bei rechtlichen Dingen (wie dem Impressum und der Datenschutzerklärung) und geben Tipps zu einem langfristigen Erfolg der Seite. Beispielsweise sorgen SEO-Analysen und ein regelmäßig aktualisierter Blog dafür, dass die Internetpage in den Google-Suchergebnissen weiter oben angezeigt wird. Solche fachkundigen Dinge werden dem Kunden erklärt und auch nach der Erstellung helfen viele Agenturen weiterhin bei Updates und Wartungen.

Eine Fachagentur kann sich also durchaus auszahlen. Dem Anwender bleibt eigenes Ausprobieren erspart und er erhält eine seriöse Website, die eine eigene Domain enthält und auch größeren Nutzerlasten zur gleichen Zeit standhält. So ein unkomplizierter Experten-Service ist bei den beiden obigen Möglichkeiten nicht gegeben.

Fazit: Der Weg zur eigenen Website

Abschließend ist es jedem selbst überlassen, für welche Variante er sich entscheidet. Die Wahl hängt von der Unternehmensgröße und den eigenen IT-Kenntnissen ab. Jede Möglichkeit hat ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Wer sich eigens eine Seite erstellen möchte, kann mithilfe von Internet-Baukästen eine kostengünstige, einfach zu bedienende und völlig zufriedenstellende Page bauen.

Mit dem nötigen technischen Wissen empfiehlt sich auch ein CMS, denn hier ist noch mehr Freiheit zur Individualisierung gewährleistet. Am einfachsten ist es, einen Webdesigner zu beauftragen – diese hohe Qualität hat allerdings auch ihren Preis. Egal, wie man sich im Endeffekt entscheidet: Um eine eigene Website kommen sowohl große Konzerne als auch Selbstständige mittlerweile nicht mehr herum.

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