Gut 50 % aller Webseiten könnten bis 2025 auf WordPress basieren

Betreibern von Webseiten ist WordPress ein Begriff. Denn seit seiner Einführung im Jahr 2003 hat sich das Content Management System rasch ausgebreitet. Aktuell basieren etwa 39 Prozent aller Seiten im Internet auf dem von Matt Mullenweg und Mike Little entwickelten Open Source Projekt. Und es sieht nicht so aus, als würde es in den nächsten Jahren zu einer Trendumkehr kommen. Die Gründe dafür sind vielschichtig.

WordPress wächst und wächst

Bloggen mit WordPress

Die durchschnittliche Steigerungsrate von WordPress betrug in den letzten Jahren rund 2,5 Prozent. Die Tendenz ist jedoch eher steigend. Bei der Betrachtung dieser Zahlen ist die Prognose, dass bereits im Jahr 2025 mehr als die Hälfte aller Webseiten auf dem System basieren werden, weder gewagt noch unrealistisch.

Viele fragen sich, was genau diesen Anbieter so erfolgreich macht, während andere Content Management Systeme wie Jimdo, Wix oder Webnode von solchen Wachstumsraten nur träumen können. Die Antwort darauf findet sich nicht in einem bestimmten Faktor, sondern wohl eher in der Summe der einzelnen Teile.

Vor allem die Benutzerfreundlichkeit und das Ökosystem der Plattform machen es bei seinen Anwendern besonders beliebt und zählen deshalb zu den größten Erfolgsfaktoren. Für StartUps und Kleinunternehmer bietet WordPress eine einfache und effektive Möglichkeit, schnell eine entsprechende Online-Präsenz aufzubauen.

Wenn die Unternehmen dann ihrer Startphase entwachsen sind und sich auf professionellere Beine stellen möchten, ist es nicht zwingend erforderlich, gleich die komplette Webseite neu zu programmieren. Im Zuge der Unternehmenserweiterung kann die Gestaltung und Betreuung der Seite an eine professionelle WordPress Agentur ausgelagert werden, die in der Lage ist, die bestehende Seite entsprechend umzugestalten und so für mehr Traffic und Umsatz zu sorgen.

Das Ökosystem von WordPress als entscheidender Erfolgsfaktor

einfache Bedienung macht WordPress so beliebt

Doch nicht nur die einfache Bedienung macht WordPress so beliebt, sondern vor allem sein Ökosystem. Denn durch modulare Erweiterungen ist es damit auch für Laien möglich, beispielsweise mit wenigen Handgriffen ein eigenes Shopsystem zu etablieren.

Die große Community sorgt dafür, dass die einzelnen Plugins auch für Laien verständlich sind und erstellt selbstständig entsprechende Leitfäden und Tutorials, die auf YouTube oder in spezialisierten Blogs veröffentlicht werden.

Auch bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind die Erweiterungen eine große Hilfe und können von den Usern selbst bedient werden. Zu einem der nützlichsten und bekanntesten Plugins zählt hier beispielsweise „Yoast SEO“, das bereits in der kostenlosen Variante zahlreiche Möglichkeiten zur Optimierung bietet.

Die Rankings in den Suchmaschinen lassen sich damit zwar leicht verbessern, wer wirklich bei Google & Co. gefunden werden möchte, kommt dennoch nicht darum herum, sich von einer professionellen SEO-Agentur beraten zu lassen.

Die Strategie der meisten Anbieter von Plugins bei WordPress ähnelt sich sehr. Sie versuchen zunächst, die Benutzer mit einer kostenlosen Variante ihres Produkts auf sich aufmerksam zu machen. Wichtige und praktische Features verstecken sie jedoch in der kostenpflichtigen Variante, was die User langfristig zum Umstieg bewegen soll.

Der Vorteil für die Anwender liegt hier im großen Wettbewerb. Denn da die Programmierer wollen, dass ihre Plugins Bekanntheit erlangen, statten sie die Basisversionen mit großzügigen Features aus, die die Bezahlversion jedoch in vielen Fällen gänzlich obsolet machen.

Für die Anwender bedeutet das, dass sie die meisten Plugins einfach kostenlos nutzen können. Und sind die gewünschten Features einmal doch nicht in der Basisversion enthalten, dann ist das Plugin schnell wieder gelöscht und das eines anderen Mitbewerbers installiert.

Mit WordPress ist es wie mit anderen erfolgreichen Unternehmen, die die Marktführerschaft erlangt haben. Irgendwann wird das System einfach zum Selbstläufer, weil die Kunden automatisch darauf zurückgreifen, ohne darüber nachzudenken, welche Alternativen es noch gäbe. Doch die Betreiber ruhen sich nicht auf diesem Erfolg aus, sondern entwickeln die Plattform regelmäßig weiter.

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