Hat HTML5 einen positiven Effekt auf SEO?

Google hat vor kurzem bekanntgegeben, dass sich HTML5 nicht negativ auf SEO auswirkt. Die Debatte besteht schon seit 2010 und auch wenn es möglich ist, dass hier und da Probleme auftauchen, ist HTML5 weitgehend kein Problem für Google.

Es gibt keinen positiven Effekt

HTML5 und SEO

Schon im August 2016 verneinte John Mueller von Google die Frage “haben HTML5-Tags einen positiven Effekt auf SEO?” mit der Antwort: “HTML5 kann äußerst nützlich dafür sein, eine moderne Website zu erstellen”. Aber es sei nicht etwas, das Google alleine als Faktor für die Rangliste verwenden würde. Es gibt dennoch einige Nutzer, die schwören, dass HTML5 ihren Rang unter den Suchergebnissen positiv beeinflusst hat.

Natürlich ist es wichtig, den Code sauber und ordentlich zu halten und immer dafür zu sorgen, dass er sich auf dem neuesten Stand befindet. Die Ladezeit kann davon beeinflusst werden und damit auch die Zufriedenheit der Nutzer der Website.

153 Unternehmen, die HTML5 im Jahr 2012 für ihre Firmenwebsites verwendeten, erzielten laut der Website Incore einen größeren Profit als 161 Firmen, die XHTML 1.0 Transitional verwendeten. Über 30 % von großen Unternehmen nutzen HTML5 für ihre Websites heißt es weiter.

Welche Vorteile hat HTML5?

Einer der größten Vorteile von HTML5 ist für viele, dass sie den Code einmal schreiben und dann verteilen können. Der Code kann auch auf Android- oder iOS-Mobilgeräten verwendet werden und unterstützt Touchscreens. Damit können Nutzer lückenlos zwischen Desktop und Mobile-Apps wechseln und zum Beispiel ein Spiel auf ihrem Mobilgerät dort wieder aufnehmen, das sie kurz zuvor auf ihrem Desktop gespielt haben. Das Soziale Netzwerk für Geschäftskontakte, LinkedIn, verwendete beispielsweise schon im Jahr 2011 eine HTML5-App. Amazon bemühte sich zu dieser Zeit noch, den Cloud Reader an Kindle-Nutzer zu bringen und setzte dafür ebenfalls auf HTML5. Aber vor allem die schon erwähnten Videospiele profitierten von HTML5, da es den Spielern ermöglicht, leicht zwischen Plattformen zu wechseln.

Der Casinoanbieter Betway setzt ebenfalls auf HTML5, um seine Spiele sowohl auf Mobile und Desktop verfügbar zu machen. Auch für den Sportbereich kann sich das lohnen. Der Anbieter Fitbit nutzt HTML5, um Sportbegeisterte auf seiner Website und Apps zu erreichen. Dass der Baukasten-Anbieter Weebly HTML5 verwendet, ist nichts außergewöhnliches. Schließlich ist es aufgrund der hohen Konkurrenz notwendig, einen nahtlosen Übergang zwischen Mobilgeräten und Laptops und Computern zu schaffen, der Kunden und die Kunden dieser Kunden überzeugen und zufriedenstellen kann.

Im Bereich Apps kann HTML5 auch kostengünstiger sein. Entwickler sind selbstständiger und müssen sich nicht auf App-Stores verlassen, die oft einen hohen Prozentanteil des Umsatzes verlangen.

Hat HTML5 einen positiven Effekt auf SEO?

Hat HTML5 überhaupt keinen Einfluss auf SEO?

Es gibt zahlreiche Online-Angebote, die dabei helfen können, den HTML5-Code zu testen und zu verbessern. Schließlich bringen die besten Produkte wenig, wenn Nutzer die Website einer Firma schon nach wenigen Sekunden verlassen. Kann durch HTML5 aber die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass Besucher auf der Website bleiben, sie durchsehen und sie mit anderen teilen oder verlinken, bringt der Code wirklich etwas. Abgesehen davon ist es wahrscheinlich besser, sich auf andere Maßnahmen zu konzentrieren, die SEO fördern können.

Einen Vorteil bringen auch im Jahr 2018 noch die richtigen Stichwörter. Für kleine Unternehmen kann es sich beispielsweise lohnen, den Standort des Unternehmens/Geschäfts als Keyword zu verwenden. Ein Schreiner in München erhält vor Ort viel mehr Aufmerksamkeit als das bei einer allgemeinen, unspezifischen Angabe der Fall wäre. Schließlich suchen die meisten Menschen immer noch nach Geschäften und Produkten in ihrer Nähe, egal ob das eine Dienstleistung oder ein Online-Shop ist. Neben anderen Vorteilen fühlen sich viele dadurch auch sicherer.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass sich keine Besucher für die Website interessieren werden. Es kommen trotzdem noch viele Klicks aus verschiedenen Ländern der Welt. Daher sollte die Website so übersichtlich wie möglich gestaltet sein, um sie für ein breites Publikum ansprechend zu gestalten. Auch eine englische Version des Inhalts kann sich lohnen.

Titles und Meta Descriptions stehen ebenfalls noch immer ganz oben auf der Liste der sich lohnenden SEO-Investitionen. Daneben ist auch die Optimierung der Texte auf der Website selber ein bedeutender Schritt in Richtung guter SEO.

HTML5 wird immer noch gerne genutzt und beeinflusst die SEO nicht weiter. Ein Grund weniger, um sich Gedanken um die Google-Rangliste zu machen. Es zielt ganz einfach darauf ab, ein Werkzeug für moderne und leicht bedienbare Websites zu sein.

Mehr Informationen zu den wichtigsten Rankingfaktoren von Google im Jahr 2018 gibt es hier in diesem Artikel.

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Stand: 15.12.2018 um 01:38 Uhr, * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API