Ist WordPress das richtige CMS für meine Webseite?


Ein kurzer geschichtlicher Exkurs: WordPress wurde im Jahr 2003 von Matthew Mullenweg offiziell geboren. Der Plan war es eine Blogging-Software zu schaffen die es auch „Nicht Programmieren“ möglich machen sollte, Inhalte im Web zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Der Vollständigkeit halber soll hier erwähnt werden, dass die ursprüngliche Idee von WordPress auf Michel Valdrighi zurückgeht, der im Jahr 2001 ein System entwickelt hatte, das für Matt Mullenweg als Grundlage gedient hat. (Quelle: ONFOXX.de)

In den folgenden Jahren wurde WordPress massiv weiterentwickelt und etwa seit dem Jahr 2007 schaffte es das System nicht nurmehr als reine „Blogging-Software“ wahrgenommen zu werden, sondern als vollwertiges CMS mit dem auch komplexe Webseiten und Anwendungen umgesetzt werden können. Mittlerweile zählt WordPress zu den weltweit am häufigsten eingesetzten CMS Systemen und hat mitteile Konkurrenten wie z.B. Joomla oder auch Typo3 komplett den Rang abgelaufen.

Auch wenn WordPress mittlerweile für viele Nutzer und auch Agenturen das System schlecht hin ist, halten sich trotzdem weiterhin viele „Mythen“ rund um das CMS und führen nicht selten dazu, dass Kunden immer noch nicht einschätzen können, ob WordPress die richtige Lösung für das geplante Webprojekt ist.

Im folgenden möchten wir diesbezüglich einige Fragen und Unklarheiten beseitigen und so dem ein oder anderen die Entscheidung für/oder auch gegen WordPress zu erleichtern.

Blick in das WordPress Dashboard

Sie suchen eine Option eine einfache Visitenkarte über sich und/oder Ihre Firma zu veröffentlichen.

In diesem Fall muss man ganz klar abwägen, was genau Sie mit Ihrer Webseite erreichen wollen. Selbstverständlich gibt es auch heute noch viele Bereiche, die eine Darstellung auf einer Internetseite nicht zwangsläufig benötigen und diese quasi nur zusätzlich anbieten, sollte jemand auch online Informationen einsehen wollen.

WordPress ist ein Datenbank basierendes CMS inklusive verschiedener Plugins. Ein gewisser Wartungsaufwand ist somit nicht zu vermeiden und muss einkalkuliert werden. WordPress muss in gewissen Abständen upgedatet werden, Plugins ebenfalls und auch ein sinnvolles Backup, sowie Security System sollte vorhanden sein.

Möchte man also eine sehr einfache Lösung, um einmalig die grundlegenden Infos zur eigenen Firma online zu stellen, ist WordPress eventuell nicht die richtige Wahl.

Aufgrund der Wartungsintervalle, die teilweise nötig sind, kann man sich hier durch eine einfach CSS/HTML basierende Seite eine Lösung schaffen, die vermutlich weitaus weniger Aufwand bedeutet als eine WordPress Installation.

Ich plane eine Webseite mit News, Kontaktformular, Bildern etc.

Genau an dieser Stelle wird WordPress ganz schnell ein Thema und stellt sich bei näherer Betrachtung als das effektivste CMS System dar. Auch ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse ermöglicht WordPress es seinen Benutzern Funktionen zu nutzen, die in der Vergangenheit nur durch professionelle Agenturen im Bereich Programmierung und Design ermöglicht worden sind.

Egal ob dynamische Slider, umfangreiche Kontaktformulare, Magazin und News Systeme, grafisch professionell dargestellte Texte und Bilder – WordPress bietet hier mit den entsprechenden Erweiterungen unglaubliche Lösungen, die es eben auch dem „Nicht Programmierer“ ermöglichen hochprofessionelle Lösungen umzusetzen.

Im Klartext bedeutet dies: Wenn Sie eine zeitgemäße Webseite, inklusive standardisierter Elemente planen, ist WordPress zu 100% die perfekte Lösung für Sie. Einmal eingerichtet profitieren Sie von der umfangreichen Funktionspalette von WordPress, als auch durch die optimalen Erweiterungen durch Plugins.

WordPress CMS

Ich plane eine hochkomplexe Seite mit User Berechtigungen, geschützten Bereichen, speziellen Funktionen

Auch hier lässt sich mittlerweile ganz klar sagen, dass WordPress hier eine der effektivsten Optionen für Sie sei kann. Lange Zeit galt es als Schwachpunkt, dass WordPress keine integrierte Rechteverwaltung von Usern und Usergruppen ermöglicht hat. Speziell wenn es dann darum ging z.B. einer Usergruppe XYZ, spezielle Rechte, etc. zuzuordnen, wurde hier häufig auf Systeme wie Joomla oder Typo3 verwiesen.

Diese Zeiten sind vorbei. Durch teilweise kostenlose Erweiterungen lässt sich in WordPress eine komplette Userverwaltung integrieren. Egal ob Zugriffe auf spezielle Seiten, spezielle Berechtigungen auf der Seite oder ähnliches – es lässt sich zu 100% alles konfigurieren. Fakt ist – hier steht WordPress anderen System in nichts mehr nach und ist teilweise eine weitaus günstigere Option.

Ich plane einen Onlineshop – ist WordPress hier ebenfalls eine Option?

Beim Thema Onlineshop scheiden sich mittlerweile die Geister. Fakt ist – WordPress hat sich hier massiv weiterentwickelt und ist für viele mittlerweile eine „vollwertigeres“ E-Commerce System als z.B. Shopware oder Angebote von 1und1 und Co. Fakt ist: mit WordPress lässt sich durch die kostenlose Erweiterung von WooCommerce ein kompletter Onlineshop, quasi auf Klick einrichten.

Selbstverständlich müssen viele Punkte konfiguriert und eingestellt werden – aber rein theoretisch ermöglicht es WooCommerce auch einem 100% unerfahrenen Webmaster, eine vollwertigen und funktionellen Onlineshop zu veröffentlichen.

Unabhängig davon soll in diesem Artikel WordPress nicht als „Allheilmittel“ verkauft werden. Gerade beim Thema „E-Commerce“ muss klar definiert werden, welchen Umfang z.B. der Shop haben wird. Selbstverständlich ist ein System wie z.B. Shopware teilweise besser auf den Betrieb von großen Onlineshops ausgerichtet, als WooCommerce.

Häufig hält sich die Aussage das Shops mit weniger als 1000 Produkten Woocommerce als Option bevorzugen sollten. >1000 Produkten wird hier gerne zu reinen e-commerce System geraten. Diesbezüglich wird es sicherlich keine eindeutige Auskunft geben. Fakt ist, es gibt auch Woocommerce Shops die 100,000 und mehr Produkte verwalten. Somit ist auch hier WordPress eine 100%ige Option.

Fazit – Ist WordPress das richtige CMS für meine Webseite?

WordPress ist ein unglaubliches System. Besonders beeindruckend sind die Optionen für „Nicht Programmierer“. Durch die Erweiterung von Plugins lassen sich mittlerweile die komplexesten Lösungen, teilweise auf „Klick“ lösen. Selbst wenn individuelle Lösungen gefordert sind, können Agenturen auf bestehende Plugins zurückgreifen und hier in wenigen Stunden Optionen umsetzen, die sonst schnell einen 5-stelligen Betrag kosten würden.