Must-Install – Die Top 7 kostenlose WordPress Plugins für Entwickler

WordPress ist flexibel und anpassungsfähig. Durch die große Auswahl an Plugins für das freie Content-Management-System lässt sich jede beliebige Funktion nachrüsten, ohne dass ein Programmierer dafür beauftragt werden muss. Doch die Menge an Plugins ist wohl ähnlich groß, wie bei den App-Stores von Google oder Apple. Da verwundert es nicht, dass viele Entwickler überfordert sind und nicht wissen, welche Plugins sinnvoll sind.

Es scheint verlockend, einfach jede Erweiterung zu installieren und dann zu vergessen. Doch jedes Plugin, dass zusätzlich in eine WordPress Website integriert wird, belastet den Webauftritt. Das wirkt sich auf die Ladegeschwindigkeit der Seite aus, die Kompatibilität in unterschiedlichen Browsern kann beeinträchtigt werden, was wiederrum zu Darstellungsfehlern führt und der zusätzliche Speicherplatzbedarf kann zu höheren Kosten führen. Deshalb finden Sie im folgenden Artikel unsere Top 7 WordPress Plugins für Entwickler.

WordPress Plugins für Entwickler

Developer

Der Name des Plugins trifft den Anwendungszweck genau. Diese Erweiterung richtet sich an Entwickler, die einfach und schnell ihre Umgebung für unterschiedliche Entwicklungsrichtungen einrichten möchten. Developer bietet Programmierern abhängig von gewählten Fachrichtung eine Liste von Plugins, die Sie dann mit einem Klick aktivieren können. Sind Sie beispielsweise ein Entwickler für Core-Anwendungen und wählen Sie dies im Plugin aus, dann können Sie direkt das Plugin Beta Tester (Später in diesem Artikel) aktivieren. Möchten Sie also immer schnell ihre gewohnte Entwicklungsumgebung erzeugen, hilft Ihnen dieses Plugin dabei.

PHP Code Widget

Widgets sind innerhalb von WordPress eine großartige Möglichkeit, um die Darstellung und Bedienbarkeit zu verbessern. Leider kann von Haus aus nur Text oder HTML in den Widgets dargestellt werden, was die Funktionen im Vergleich einschränkt. Mit diesem Plugin können Sie beliebigen PHP-Code innerhalb der Widgets darstellen und somit auch komplexe Aktionen zu ermöglichen. Genau für diese komplexen Dinge, werden PHP Entwickler gesucht. Jeder Code, der zwischen den Standard-Tags <?php und ?> steht, wird erkannt und ausgeführt. Dabei muss der Benutzer allerdings die Rolle unfiltered_html innehaben, also können nur Admins oder Editor dieses Plugin nutzen.

Log Deprecated Notices

Bei der Programmierung von WordPress sollten natürlich immer die aktuellsten und besten Praktiken angewendet werden. Doch viele Funktionen sind veraltet. Um diese in einer übersichtlichen Darstellung angezeigt zu bekommen, hilft das kleine Tool Log Deprecated Notices. Veraltete Dateien, Funktionen oder Argumente werden inklusive Verbesserungsvorschlägen dargestellt. Sollten Sie also ein Interesse daran habe, die neuesten Guidelines zur Programmierung zu erfüllen, ist dieses Plugin genau richtig.

Beta Tester

Um die Kompatibilität von Plugins oder Themes zu gewährleisten, ist es wichtig auch künftige Versionen von WordPress zu unterstützen. Mit dem Plugin Beta Tester können die Vorabversionen, also Beta, Release Candidate (RC) oder die Nightly-Version einfach heruntergeladen werden. Somit stellen Sie sicher, dass Ihr neues Plugin oder Theme immer einwandfrei funktioniert. Beachtet werden sollte dabei, dass sich das Upgrade nicht einfach wieder rückgängig machen lässt. Dafür wären dann aufwändige zusätzliche Schritte nötig. Also denke daran, dieses Plugin möglichst nicht in einer Produktivumgebung zu nutzen.

Query Monitor

Die Fehlersuche bei der Programmierung kann sehr lange dauern und umständlich sein. Deshalb ist dabei jede Hilfe ein willkommenes Geschenk. Das Plugin Query Monitor ermöglicht die Ansicht aller Datenbankabfragen und zeigt sogar die betreffenden Zeilen an. Weiterhin werden neben den Dateinamen auch RewriteRules, Hooks (Unterbrechungen), PHP-Fehler und Warnungen angezeigt. Dieses Plugin bieten demnach weitreichende Informationen für das Debugging an, sollten hingegen nur einfache PHP-Meldungen benötigt werden, ist dieses Plugin vermutlich zu umfangreich.

Styleguide

Änderungen am Aussehen, wie Farben oder Schriftart lassen sich im Quellcode manchmal nur recht kompliziert umsetzen und testen. Deshalb gibt es das kostenlose Plugin Styleguide, welches diese Funktionen direkt innerhalb des Customizers von WordPress ermöglicht, ohne dass Sie dabei auf den Code zugreifen müssen. Weiterhin lässt sich die Funktionsweise auch in Ihr Theme integrieren, womit Änderungen der Farben und Schriften auch für Endbenutzer einfach zu bewerkstelligen sind.

Meta Box

Mit Meta Box lassen sich individuelle und leicht anpassbare Felder für über 40 verschiedenen Typen erzeugen. Dabei sind nicht nur einfache Textfelder, Bilder oder Auswahlfelder möglich, sondern zum Beispiel auch Kalender oder Blog-Posts. Dieses Tool richtet sich vorrangig an Entwickler, denn um alle Funktionen nutzen zu können ist einige Programmierarbeit erforderlich. Es gibt zwar Lösungen für eine grafische Darstellung, doch diese lassen sich nur mit einem zusätzlichen Plugin erreichen.

Fazit

Gerade bei kostenlosen Plugins ist die Versuchung groß, diese ohne vorherige Recherche zu installieren und danach im besten Fall wieder zu löschen. Doch oftmals verbleiben nicht genutzte Plugins im System und können dafür sorgen, dass die WordPress-Seite langsamer reagiert, die WordPress Sicherheit gefährdet ist oder die Seite nicht in allen Browsern korrekt dargestellt wird. Deshalb raten wir Ihnen dazu, nur die Plugins zu installieren, die Sie wirklich benötigen. Sehen Sie sich vorab Bewertungen im Internet an oder suchen Sie bei YouTube nach Videos zur Bedienung. Damit stellen Sie sicher, dass die Plugins Ihren Wünschen entsprechen.

Sollten Sie ein Plugin nicht mehr benötigen, reicht die einfache Deaktivierung nicht aus, denn dies könnte Sicherheitslücken eröffnen. Nach der Deinstallation über das Dashboard sollten auch die Ordner und Datenbanken überprüft werden. Dazu rufen Sie den Ordnern “wp_content” über einen FTP-Client auf und suchen nach Dateien, die nicht mehr benötigt werden. Auch die Datenbank sollte bereinigt werden. Dazu kann bei den meisten Hostern phpMyAdmin genutzt werden. Nach dem Öffnen der entsprechenden Datenbank lassen sich Einträge in Bezug auf das bereits gelöschte Plugin entfernen.

Denken Sie immer daran, zuerst ein Backup durchzuführen, bevor Änderungen in der Ordnerstruktur oder in der Datenbank getätigt werden.

Jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß mit den oben vorgestellten Plugins.

Autor Bio

Anastasia Stefanuk, leidenschaftliche Autorin und Marketing-Manager bei Mobilunity, IT-Anbieter von remote Entwicklungsteams. Deshalb ist sie immer an technischen Neuigkeiten interessiert und möchte ihre Erfahrung mit Tech-Startups und Unternehmen teilen, um ihnen dabei zu helfen, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

bs19