Website-Usability – darauf kommt es an

Unternehmen oder Solo-Selbstständige, die ihre Angebote auf der eigenen Website zugänglich machen, sind auf Interessenten und damit auch auf Kunden angewiesen. Nicht nur der Content oder die grafische Darstellung spielen hier eine entscheidende Rolle, sondern vor allem die Bedienbarkeit und damit die Nutzerfreundlichkeit der eigenen Website. Ist diese zu kompliziert gestaltet und muss sich der User erst umständlich durchklicken, um bestimmte Informationen zu erhalten, hat dies eher einen abschreckenden Charakter. 

Warum Website-Usability so wichtig ist, was diese von der User-Experience unterscheidet und weshalb es sinnvoll sein kann für eine möglichst optimale Web-Usability einen kompetenten Webdesigner oder eine darauf spezialisierte Allgäuer Web- bzw. Werbeagentur zu engagieren, soll in diesem Artikel dargestellt werden.

Website-Usability – eine Definition

Website-Usability – eine Definition

Die Website-Usability fungiert wie ein Fahrplan, der es ermöglichen sollte, dass der User sich auf der eigenen Website zurechtfindet. Je nachdem, wie gut dieser Fahrplan ist, desto besser auch die Website-Usability. Diese Nutzerfreundlichkeit ist ein Qualitätskriterium, da es ausdrückt, wie schnell die reibungslose Navigation auf der Website erfasst wird und weitere Funktionen erschlossen werden können.

Der Fokus liegt dabei einerseits auf den internen Links, einer attraktiven Navigation und der optischen Darstellung. Ein entscheidendes Element der Website-Usability ist auch das Responsive Design. In Anbetracht der Tatsache, dass immer mehr User mobil unterwegs sind, ist es von elementarer Bedeutung, dass diese Website-Usability auch auf mobilen Endgeräten ihre Wirkung zeigt.

Warum die Website-Usability von so enormer Bedeutung ist, liegt auf der Hand: Erstens sollen Besucher gewonnen und idealerweise in Kunden konvertiert und nicht abgeschreckt werden. Zum anderen wirkt sich eine hohe Absprungrate (was bei einer schlechten Website-Usability die Folge wäre) auch auf die Suchmaschinenoptimierung aus.

Der Unterschied zwischen Website-Usability und User-Experience

Beide Begriffe werden oft synonym verwendet, aber sie bedeuten nicht das Gleiche.

Website Usability orientiert sich an folgenden Grundlagen: Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit. Effektivität bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die User auf der Website ohne Schwierigkeiten ihr Ziel erreichen. Die Website schafft es idealerweise, die Darstellung so zu optimieren, dass es zu einem Verkaufsabschluss kommt. Effizienz hingegen bedeutet, dass der Nutzer nicht umständlich suchen und herausfinden muss, wie er einen Verkaufsabschluss tätigen kann.

Muss der User hingegen sich erst durchklicken, um eine Bestellung aufgeben zu können, spricht das nicht für eine gute Website-Usability. Letztendlich ist noch die Zufriedenheit entscheidend, denn sind die Kriterien erfüllt, wird eine Basis des Vertrauens aufgebaut.

Damit kann festgehalten werden, dass die Website Usability in engem Zusammenhang mit der Conversion-Optimierung steht. Jede Website und jeder Web-Shop ist auf Conversions angewiesen, um Umsätze erzielen zu können. Durch die Analyse und letztendlich der Optimierung der Website können diese Conversions erhöht werden.

Neben der Benutzerfreundlichkeit sind aber bei einer Website noch andere Faktoren entscheidend. Website-Betreiber nutzen hierbei emotionale und ästhetische Aspekte, um das Vertrauen zur Zielgruppe aufzubauen. Im Kern geht es darum, mit bestimmten Elementen Gefühle auszulösen und damit das Vertrauen zum jeweiligen Unternehmen aufzubauen bzw. zu stärken. Diese Aspekte fallen in den Bereich der User Experience, die das gesamte Nutzerlebnis auf der eigenen Website beschreibt.

Die Grundprinzipien der Website-Usability

Grundprinzipien der Website-Usability

Zugänglichkeit

Wenn von Zugänglichkeit die Rede ist, bedeutet dies die Verbindung von den Usern zur eigenen Website. Dabei sollte auch unbedingt auf die nutzerfreundliche Darstellung bei mobilen Endgeräten geachtet werden. Noch aus einem anderen Grund ist dieser Aspekt wichtig: durch das letzte größere Update von Google spielt die einwandfreie Darstellung der eigenen Website auf mobilen Endgeräten eine noch größere Rolle, als es vorher der Fall gewesen ist.

Es ist auch leicht nachvollziehbar, warum das so ist: Immer mehr Internetuser sind mobil unterwegs und schauen sich die verschiedensten Shops und Webseiten über das Smartphone oder das Tablet an. Selbst in den eigenen vier Wänden ist es oft praktischer, das Smartphone zu benutzen, als den Desktop-Computer anzuwerfen.

Ist die Darstellung dann nicht einwandfrei oder gestaltet sich nicht benutzerfreundlich, kommt es zu einer hohen Absprungrate, was sich negativ auswirken wird.

Übersichtlichkeit

Nutzer gelangen auf die eigene Website mit einer bestimmten Erwartungshaltung. Es geht ihnen darum, ihr Ziel zu erreichen. Müssen sie erst einige Funktionen selber herausfinden, weil sie darauf nicht auf den ersten Blick zugreifen können, werden User schnell das Interesse an der Website verlieren. Aber auch mit den Grafiken, Farben und dem Design sollten Website-Betreiber vorsichtig umgehen.

Passen die Farben nicht zu der eigenen Website oder sind Grafiken bzw. das Design so gewählt, dass es zu sehr vom eigentlichen Ziel ablenkt, führt das im Endeffekt dazu, dass User ihr Ziel aus dem Auge verlieren und abspringen werden.

Verständnis

Jede Unterseite der eigenen Website sollte verständlich aufgebaut sein, damit sich der Nutzer gut zurechtfinden kann. Zudem sollten Betreiber von Webseiten auch auf Einheitlichkeit großen Wert legen, die bei jeder Unterseite zum Tragen kommen sollte. Jede Website ist anders aufgebaut und es erfordert einen gewissen Lernprozess, die Funktionsweise nachzuvollziehen.

Ist die Bedienbarkeit gut umgesetzt, dauert dieser Lernprozess nicht lange. Frustrierend für User wird es allerdings, wenn bei jeder Unterseite auf ein anderes System gesetzt wird und der User sich diesen Prozess immer neu aneignen muss. Aus diesem Grund spielt eine verständlich aufgebaute Website eine wichtige Rolle.

Glaubwürdigkeit

Die Bedienbarkeit spielt eine wichtige und elementare Rolle. Aber diese Aspekte werden die User nicht überzeugen, wenn die Glaubwürdigkeit dafür auf der Strecke bleibt. Die Grundpfeiler einer jeden Website sind die Glaubwürdigkeit und der Aufbau von Vertrauen gegenüber der Zielgruppe. Die Website kann noch so nutzerfreundlich dargestellt werden, die User werden abspringen, wenn sie das Gefühl haben, dass sie hintergangen werden oder wenn die Website nicht vertrauenswürdig erscheint.

Relevanz

Die eigene Website sollte das präsentieren, was die Kunden suchen. Hier liegt zwar der Fokus auf Navigation, Links und Optik, aber auch der Content spielt eine entscheidende Rolle. Denn jede Website hat eine Zielgruppe im Auge und möchte dieser etwas Einzigartiges bieten, damit diese nicht nur die Website besuchen, sondern auch eine Interaktion durchführen. Der Weg dahin führt über eine genaue Analyse der Zielgruppe und der Erstellung von hochqualitativem Content, der absoluten Mehrwert bietet.

Möglichkeiten die Website-Usability zu fördern:

1. Auf eine einfache und transparente Navigation setzen

Die meisten Internetuser sind keine Internet-Experten und ihnen fehlt es an Zeit und Motivation, sich länger auf einer Website aufzuhalten. Dieser Tatsache sollten sich Website-Betreiber bewusst sein. User kommen mit einer bestimmten Erwartungshaltung auf die Startseite oder Landingpage einer Website und erwarten dort, dass sie Antworten auf ihre Fragen finden.

Diese Antworten werden dem User über bestimmte Informationen bereitgestellt, die wiederum leicht zugänglich sein müssen. Durch eine einfache und transparente Navigation wird genau das sichergestellt. Das Hauptmenü und die Navigation sollten nicht irgendwo versteckt werden, wo es kein Mensch findet.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Navigation auch als solche identifiziert werden kann – das geschieht mit eindeutigen Schlagworten. Wird das Hauptmenü fixiert, wird dadurch zusätzlich sichergestellt, dass der User sich von jeder Stelle der Website auf die Zielseite durchklicken kann.

In gleicher Weise sind auch gute Verlinkungen auf der Website wichtig. So kann sich der Besucher perfekt orientieren und gelangt zu der Zielseite, die seine Aufmerksamkeit erregt hat.

2. Informationen einheitlich zur Verfügung stellen

Informationen zu einem Thema sollten zusammengefasst und dem Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Ein User, der auf der eigenen Website landet, hat keine Lust, sich alle Informationen mühsam zusammenzusuchen, indem er auf jeder Unterseite nur ein bisschen etwas präsentiert bekommt. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, eine Vorschau von bestimmten Informationen zu präsentieren. Diese sollte aber mit einem Link ergänzt werden, wodurch der User mehr erfahren kann. Dieser Prozess kann durch ansprechende CTA’s noch unterstützt werden.

3. Auf internetfreundliche Webtexte achten

Der Content, der auf der Website bereitgestellt wird, sollte eine gute und attraktive Darstellung aufweisen. Verwenden Website-Betreiber eine zu kleine Schrift und einen viel zu geringen Zeilenabstand ohne jegliche Zwischenüberschriften, Tabellen, Auflistungen oder grafische Elemente, kann das den User ermüden. Der Content kann daher noch so wertvoll und qualitativ hochwertig sein, es wird zu nichts führen, wenn die Darstellung nicht passt.

Website-Betreiber sollten aussagekräftige Überschriften und Zwischenüberschriften wählen, um die Aufmerksamkeit auf den Content zu ziehen. Auch die Schrift ist entscheidend: Auf vielen Webseiten haben die Betreiber nun die Möglichkeit, aus unzähligen Schriften auszuwählen. Zu kreativ sollten sie nicht vorgehen, sondern eine Schriftart wählen, die leicht zu entziffern und gut lesbar ist.

Guter und langer Content ist wichtig, – auch Google liebt lange und ausgiebige Texte (SEO-relevant). Um die Lesbarkeit und damit die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen, sollten lange Textblöcke unbedingt aufgebrochen und aufgelockert werden. Betreiber sollten mehrere Absätze verwenden und einen größeren Zeilenabstand wählen, um ihre Informationen transparent darzustellen.

Wichtig ist außerdem, Auflistungen oder grafische Elemente zu integrieren, damit die Augen nicht ermüden und bestimmte Gefühle erzeugt werden können. Wichtige Elemente sollten mit Fettdruck hervorgehoben werden. Gerade interessante Informationen können zusätzlich mit einem Call-to-Action ergänzt werden, um eine Interaktion mit der Zielgruppe zu bewirken.

4. Die Website sollte Vertrauen aufbauen und Glaubwürdigkeit wiederspiegeln

User werden nur dann eine Interaktion auf der Website in die Wege leiten, wenn ihnen die eigene Website vertrauenswürdig erscheint und glaubwürdig ist. Aus diesem Grund sollten Website-Betreiber darauf achten, dass die User sofort erkennen können, welche Produkte oder Dienstleistungen überhaupt angeboten werden.

Auch genügend Kontaktmöglichkeiten wie die Kommunikation per WhatsApp, per Chat, E-Mail sollten den Kunden zur Verfügung stehen, damit wichtige Fragen beantwortet werden können.

Schließlich ist auch die Verschlüsselung der Daten entscheidend: Einer gesicherten Verbindung bringen User ein erhöhtes Vertrauen entgegen als einer nicht gesicherten Website.

5. Kurze Ladezeiten

Verschiedene Elemente wie die Integration von längeren Videos, die Kommentarfunktion oder nicht genutzte Plug-ins verlangsamen die eigene Website nur unnötig. Eine lange Ladezeit wiederum führt zu einer erhöhten Absprungrate und wirkt sich wiederum negativ auf die Suchmaschinenoptimierung aus. Werden diese Elemente allerdings entfernt, kann Abhilfe verschafft werden. Im Internet gibt es zudem ausreichend Tools, die eine Analyse auf Geschwindigkeit ermöglichen. Auf diese Weise finden Website-Betreiber sehr schnell heraus, wo Verbesserungsbedarf notwendig ist.

6. Optimierung für mobile Endgeräte

Bei der Gestaltung der Website sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass auch die mobile Darstellung keine Wünsche offenlässt. Hier können sich Betreiber den responsiven Designs bedienen, allerdings ist auch hier Vorsicht geboten. Es ist unabdingbar, sich die eigene Website in der mobilen Version selber anzuschauen. Denn auch wenn ein responsives Design zum Einsatz kommt, können verschiedene Elemente wie ein Blocksatz sich negativ auf die mobile Darstellung auswirken.

7. Hilfestellungen

Es kann auch sinnvoll sein, eine Community zu integrieren, wo die wichtigsten Fragen problemlos beantwortet werden können. Auf der einen Seite wird den Kunden dadurch Wertschätzung entgegengebracht und er bekommt das Gefühl, dass er im Mittelpunkt steht. Auf der anderen Seite ist es eine ideale Möglichkeit für das Unternehmen, selber herauszufinden, welche Probleme und Herausforderungen in Verbindung mit dem eigenen Produkt bzw. mit der Dienstleistung auftreten.

8. Integration von Suchfunktion

Dieser Aspekt sollte ergänzend zur Navigation eingesetzt werden. Sollte der Kunde auf der Website doch einmal nicht das finden, wonach er gesucht hat, kann er die Suchfunktion benutzen, um zur gewünschten Information einfach zu gelangen.

9. Auf Barrierefreiheit achten

Werden viele Grafiken oder andere Medien eingebunden sollte auf Alt-Texte geachtet werden, damit diese auch von Usern identifiziert werden können, die blind sind oder unter einer Sehbehinderung leiden.

Fazit

Die Website-Usability spielt eine wichtige Rolle, um Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Überzeugen Webseiten durch eine gute Benutzerfreundlichkeit sorgen sie dafür, dass der Aufenthalt auf der Website angenehmer gestaltet wird.

Durch diverse Tools (wie beispielsweise Google-Analytics) können die eigenen Optimierungsmaßnahmen hervorragend nachvollzogen werden. Gleichzeitig finden Website-Betreiber heraus, wo Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen werden müssen.

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