Dirks-Computerforum

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Windows 10 Support-Ende & Bezahl-Updates: Wie plant ihr eure Zukunft?

Hallo zusammen,

das Thema brodelt ja schon länger in der Gerüchteküche und den News-Spalten, aber je näher wir dem endgültigen Ende des regulären Supports für Windows 10 näherkommen, desto konkreter wird das Problem für viele Nutzer.

Microsoft zieht die Daumenschrauben bekanntlich an. Wer nach dem Support-Ende weiterhin sicher mit Windows 10 unterwegs sein will, muss über das "Extended Security Update" (ESU)-Programm bezahlen – und das gilt diesmal eben auch für Privatnutzer. Die Preise pro PC verdoppeln sich zudem Jahr für Jahr.

Für viele User mit älterer, aber eigentlich noch pfeilschneller Hardware (z. B. Intel Core der 7. Generation oder ältere AMD Ryzen), die offiziell nicht von Windows 11 unterstützt wird, ist das ein echter Schlag ins Gesicht.

Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren:

  • Zähne zusammenbeißen und zahlen? Werdet ihr für die Updates im ersten Jahr bleichen, um Zeit zu gewinnen?

  • Hardware-Upgrade erzwingen? Installiert ihr Windows 11 trotz der offiziellen Restriktionen über die bekannten Registry-Bypässe (Rufus und Co.)?

  • Neukauf? Fliegt der alte, treue PC schweren Herzens auf den Elektromüll, um Platz für ein neues System zu machen?

  • Der Linux-Umstieg? Ist das für den einen oder anderen vielleicht sogar der finale Schubs, Windows komplett den Rücken zu kehren?

Wie sieht euer Plan für eure eigenen PCs oder die Rechner in eurem Bekanntenkreis aus?

Mit freundlichen Grüßen
Dirk Löbe alias Computerdirk

Ich sehe das seit der jüngsten Meldung von Microsoft eigentlich ziemlich entspannt.

Microsoft hat doch erst vor zwei Wochen klammheimlich die Kehrtwende eingelegt und das ESU-Programm für Privatnutzer um ein ganzes Jahr verlängert. Wir bekommen die Sicherheitsupdates jetzt völlig kostenlos bis Oktober 2027, solange wir mit einem Microsoft-Konto angemeldet sind.

Für mich nimmt das erst mal massiv Druck aus der ganzen Kiste. Mein Zweit-PC im Hobbyraum hat auch noch einen inkompatiblen Core i7 der 7. Generation. Der rennt wie am ersten Tag und ich hatte echt Bauchschmerzen, den nächstes Jahr zu ersetzen oder ohne Patches ins Netz zu lassen.

Durch das zusätzliche Gratis-Jahr bis 2027 bleibe ich jetzt erst mal ganz entspannt auf Windows 10. Warum funktionierende Hardware wegschmeißen? Bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein runter, und wer weiß, was sich Microsoft bis 2027 noch einfallen lässt.

Wie seht ihr das? Hat die Last-Minute-Verlängerung eure Pläne auch geändert?

Gruß, Thomas

Dirk Löbe hat auf diesen Beitrag reagiert.
Dirk Löbe

Also ich sehe das ehrlich gesagt nicht ganz so entspannt wie du, Thomas. 😉

Klar, das zusätzliche Jahr bis Oktober 2027 nimmt erst mal den akuten Zeitdruck raus. Aber schauen wir uns das Ganze mal genauer an: Microsoft schenkt uns das ja nicht aus reiner Nächstenliebe. Die merken einfach, dass die Umstiegszahlen auf Windows 11 stagnieren, weil Millionen von perfekt funktionierenden PCs künstlich ausgesperrt werden.

Und der Haken an der Sache ist doch wieder das Microsoft-Konto. Wer weiterhin ein rein lokales Konto nutzen will, wird zur Kasse gebeten, während man sich die Updates mit seinen Daten „erkauft“, wenn man sich online anmeldet. Klar, wir hier in der EU/EWR haben da rechtlich wieder ein paar Sonderrollen, aber das Grundprinzip bleibt: Microsoft versucht mit aller Macht, die Leute in ihre Cloud-Infrastruktur zu zwingen.

Für die PCs in meiner Familie werde ich jedenfalls einen anderen Weg gehen: Die inkompatiblen Kisten, die hardwaretechnisch noch top sind, kriegen von mir per Rufus-Stick ein Upgrade auf Windows 11 verpasst. Das läuft auf älteren Systemen nämlich absolut stabil. Warum sollte ich bis 2027 warten, wenn ich Microsofts künstliche Sperren auch jetzt schon mit ein paar Klicks umgehen kann?

Gruß,

Christian

Dirk Löbe hat auf diesen Beitrag reagiert.
Dirk Löbe

Hallo Christian, hallo Thomas,

da habt ihr beide verdammt gute Punkte angesprochen. Thomas hat recht, dass das zusätzliche Gratis-Jahr bis 2027 (durch die jüngste Microsoft-Kehrtwende beim ESU-Programm für Privatnutzer) erst mal den ganz großen Druck vom Kessel nimmt.

Aber Christian trifft den Nagel auf den Kopf: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und dieser permanente Drang in Richtung Cloud- und Microsoft-Konto-Zwang nervt einfach nur noch. Wer funktionierende, schnelle Hardware wegen künstlicher Software-Sperren auf den Müll wirft, verliert am Ende nur Geld.

Weil die Rufus-Methode, die Christian erwähnt hat, wirklich der mit Abstand sauberste und einfachste Weg ist (und das Thema unfassbar viele Nutzer verunsichert), habe ich dazu gerade mal eine ausführliche, bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung auf dem Blog veröffentlicht.

Ich zeige dort ganz genau, wie man den Stick vorbereitet, die TPM-Sperren aushebelt und den Microsoft-Konto-Zwang direkt beim Erstellen des Sticks elegant umgeht: 👉 Anleitung: Windows 11 auf inkompatibler Hardware installieren mit Rufus

Wer also nicht bis 2027 warten will und seiner alten Kiste ein zweites Leben schenken möchte, findet dort den passenden Fahrplan.

Mit freundlichen Grüßen
Dirk Löbe alias Computerdirk