Wer viele Fotos auf seinem Computer gespeichert hat, verliert schnell den Überblick. Mit dem neuen Ashampoo Photo Organizer Pro 27 möchte der Softwarehersteller genau hier ansetzen. Die aktuelle Version bringt neue Funktionen mit, die Bilder automatisch nach gemeinsamen Erlebnissen sortieren und Aufnahmeorte auf einer Weltkarte anzeigen.
Besonders interessant finde ich den Ansatz, Fotos nicht nur nach Datum oder Ordnern zu verwalten. Stattdessen sollen sich Urlaubsreisen, Ausflüge und andere schöne Momente mit wenigen Klicks wiederentdecken lassen. Außerdem hat Ashampoo die Benutzeroberfläche überarbeitet und die Verwaltung von Ortsinformationen vereinfacht.
Meine Erinnerungen: Zusammengehörige Fotos automatisch entdecken
Viele kennen das Problem: Nach einem Urlaub landen Hunderte Bilder auf der Festplatte. Einige liegen im Urlaubsordner, andere wurden mit dem Smartphone aufgenommen und wieder andere befinden sich irgendwo zwischen älteren Aufnahmen.
Eine durchdachte Ordnerstruktur hilft bereits dabei, den Überblick zu behalten. Wie Du auch andere Dateien sinnvoll organisierst, zeige ich Dir in meinem Ratgeber zur digitalen Ordnung unter Windows.
Hier setzt die neue Funktion „Meine Erinnerungen“ an. Ashampoo Photo Organizer Pro 27 erkennt Fotos, die zeitlich und räumlich zusammengehören, und fasst sie automatisch zu Gruppen zusammen.
Das können beispielsweise Aufnahmen eines Wochenendausflugs, einer Städtereise oder eines Familienfestes sein. Du musst also nicht mehr unbedingt jeden Ordner einzeln durchsuchen, um die passenden Bilder zu finden.
Die Software nutzt dafür Informationen wie das Aufnahmedatum und den Aufnahmeort. Auf diese Weise entstehen Sammlungen, die bestimmte Erlebnisse zusammenfassen.
Ich finde diese Funktion besonders für Menschen interessant, die über mehrere Jahre hinweg Tausende Fotos gesammelt haben. Gerade bei älteren Aufnahmen erinnert man sich häufig noch an das Erlebnis, aber nicht mehr an den genauen Dateinamen oder Speicherort.
Die automatische Gruppierung könnte hier einiges an Sucharbeit ersparen. Wie zuverlässig die Erkennung bei sehr großen oder unvollständig beschrifteten Bildsammlungen funktioniert, müsste allerdings ein Praxistest zeigen.
Meine Orte: Die eigene Fotosammlung auf einer Weltkarte
Eine weitere Neuerung trägt den Namen „Meine Orte“. Dahinter steckt eine interaktive Weltkarte, auf der Du sehen kannst, wo Deine Fotos aufgenommen wurden.
Statt Dich durch zahlreiche Verzeichnisse zu klicken, kannst Du Deine Aufnahmen damit auch geografisch erkunden. Besonders bei Urlaubsbildern dürfte das eine interessante Möglichkeit sein, vergangene Reisen noch einmal nachzuvollziehen.
Hast Du beispielsweise während einer Reise durch Italien in mehreren Städten fotografiert, kannst Du die verschiedenen Aufnahmeorte auf der Karte entdecken. Von dort aus lassen sich die zugehörigen Bilder aufrufen.
Praktisch ist außerdem, dass die Software Fotos eines bestimmten Ortes auch anhand ihres zeitlichen Zusammenhangs zugänglich macht. So kannst Du unterschiedliche Besuche desselben Reiseziels leichter auseinanderhalten.
Damit diese Funktion sinnvoll arbeitet, benötigen die Bilder allerdings entsprechende Standortinformationen. Bei vielen Smartphone-Fotos sind solche GPS-Daten bereits vorhanden, sofern die Standortaufzeichnung beim Fotografieren aktiviert war.
Bei Aufnahmen mit einer klassischen Digitalkamera fehlen diese Angaben dagegen häufig. Genau dafür hat Ashampoo die manuelle Ortszuweisung verbessert.
Aufnahmeorte nachträglich hinzufügen
Du kannst einem Foto jetzt einen Aufnahmeort zuweisen, indem Du beispielsweise einen Städtenamen, eine Adresse, eine Sehenswürdigkeit oder ein Land eingibst.
Die Software ermittelt anschließend automatisch die passenden geografischen Koordinaten und speichert diese im Bild.
Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Du Deine Fotos mit einer Kamera ohne GPS-Funktion aufgenommen hast. Du musst die Koordinaten nicht selbst auf einer Karte suchen oder mühsam eintippen.
Allerdings solltest Du bei der Ortsangabe möglichst genau sein. Wenn Du lediglich ein Land auswählst, lässt sich der tatsächliche Aufnahmeort natürlich nicht so präzise bestimmen wie mit einer konkreten Adresse oder Sehenswürdigkeit.
Für Fotografen, die ihre älteren Bildarchive nachträglich mit Standortinformationen ergänzen möchten, könnte diese Neuerung eine echte Arbeitserleichterung sein.
Neue Benutzeroberfläche soll die Bedienung erleichtern
Neben den neuen Funktionen hat Ashampoo auch das Erscheinungsbild des Photo Organizer Pro 27 überarbeitet. Laut Hersteller wurde die Benutzeroberfläche vollständig neu gestaltet.

Dabei geht es nicht nur um ein moderneres Aussehen. Auch das Layout, die Lesbarkeit und die Bedienung sollen verbessert worden sein.
Unter anderem verspricht Ashampoo optimierte Kontraste und eine übersichtlichere Darstellung. Gerade bei einer Software, mit der man längere Zeit arbeitet, sind solche Details durchaus wichtig.
Auch die Bedienung soll insgesamt flüssiger geworden sein. Ob sich das bei großen Bildbeständen tatsächlich bemerkbar macht, lässt sich anhand der Herstellerangaben allein allerdings nicht beurteilen.
Grundsätzlich halte ich eine aufgeräumte Oberfläche bei einer Fotoverwaltung für besonders wichtig. Schließlich möchte man seine Bilder möglichst schnell finden und nicht erst lange nach der richtigen Funktion suchen.
Für wen lohnt sich Ashampoo Photo Organizer Pro 27?

Die neue Version richtet sich vor allem an Nutzer, die regelmäßig fotografieren und inzwischen eine umfangreiche Bildsammlung besitzen.
Dabei spielt es keine große Rolle, ob die Aufnahmen mit dem Smartphone, einer Kompaktkamera oder einer Spiegelreflexkamera entstanden sind. Entscheidend ist vielmehr, wie viele Bilder verwaltet werden müssen und wie gut diese bisher organisiert sind.
Besonders interessant könnten die neuen Funktionen für folgende Nutzer sein:
- Hobbyfotografen: Wer regelmäßig fotografiert, kann seine Aufnahmen nach Erlebnissen und Aufnahmeorten durchsuchen.
- Reisefotografen: Mit der Weltkarte lassen sich frühere Reiseziele und die dort entstandenen Bilder wiederfinden.
- Familien: Fotos von Ausflügen, Feiern und Urlauben können automatisch zu Erinnerungen zusammengefasst werden.
- Besitzer großer Fotoarchive: Wer Tausende Bilder auf mehreren Laufwerken gespeichert hat, erhält zusätzliche Möglichkeiten zur Organisation.
Natürlich benötigt nicht jeder eine umfangreiche Fotoverwaltung. Wenn Du nur gelegentlich fotografierst und Deine Bilder bereits ordentlich in Jahres- und Monatsordnern ablegst, reichen möglicherweise auch die vorhandenen Funktionen Deines Betriebssystems.
Eine weitere Möglichkeit ist der Ashampoo Photo Commander FREE, den ich bereits in einem eigenen Artikel vorgestellt habe. Auch damit lassen sich Fotos verwalten und doppelte Bilder aufspüren.

Bei größeren Sammlungen können zusätzliche Such- und Sortiermöglichkeiten dagegen viel Zeit sparen.
Weitere Informationen zur Software findest Du auf der offiziellen Produktseite von Ashampoo.
Fazit: Interessante Neuerungen für große Fotosammlungen
Mit dem Ashampoo Photo Organizer Pro 27 erweitert der Hersteller seine Fotoverwaltung um zwei interessante Funktionen. Besonders die automatische Zusammenstellung von Erinnerungen und die Darstellung der Aufnahmeorte auf einer Weltkarte könnten im Alltag nützlich sein.
Mir gefällt vor allem die Idee, ältere Fotos nicht ausschließlich über Ordner und Dateinamen suchen zu müssen. Wer viele Jahre fotografiert hat, dürfte wissen, wie schwierig es manchmal ist, eine bestimmte Aufnahme wiederzufinden.
Auch die vereinfachte Vergabe von Standortinformationen klingt sinnvoll. Gerade bei Bildern aus Digitalkameras ohne GPS kann das die nachträgliche Organisation deutlich erleichtern.
Ob sich ein Umstieg auf die neue Version lohnt, hängt letztlich davon ab, welche Funktionen Du tatsächlich benötigst. Wer bereits mit seiner bisherigen Fotoverwaltung zufrieden ist, muss nicht automatisch wechseln.
Für Nutzer mit großen Bildarchiven ist Ashampoo Photo Organizer Pro 27 aber durchaus einen genaueren Blick wert.
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