Den Stromverbrauch messen lohnt sich besonders bei Geräten, die viele Stunden am Tag laufen oder scheinbar ausgeschaltet trotzdem Energie benötigen. Angaben auf dem Typenschild helfen dabei nur begrenzt. Sie verraten nicht unbedingt, wie viel Strom ein Fernseher, PC, Router oder eine Kaffeemaschine im normalen Alltag tatsächlich verbraucht.
Eine einfache Möglichkeit zur Kontrolle ist eine smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung. Sie wird zwischen Wandsteckdose und Elektrogerät gesteckt und erfasst den aktuellen Leistungsbedarf sowie den Verbrauch über einen längeren Zeitraum. So siehst du beispielsweise, ob dein PC im Ruhezustand unerwartet viel Energie benötigt oder wie viel Strom dein Fernseher im Laufe einer Woche verbraucht.
Wichtig ist dabei, die angezeigten Werte richtig zu beurteilen. Ein kurzzeitig hoher Verbrauch muss kein Problem sein. Interessanter sind oft Geräte, die zwar nur wenige Watt benötigen, dafür aber praktisch rund um die Uhr eingeschaltet sind.
Smarte Steckdose oder klassisches Strommessgerät?
Zum Stromverbrauch messen brauchst du nicht zwingend eine smarte Steckdose. Ein einfaches Energiekostenmessgerät erfüllt denselben grundlegenden Zweck. Es wird ebenfalls zwischen Steckdose und Verbraucher gesteckt und zeigt je nach Modell Leistung, Verbrauch und teilweise auch die berechneten Stromkosten an.
Eine smarte Steckdose bietet jedoch einen Vorteil: Die Messwerte lassen sich normalerweise bequem über eine App ansehen. Häufig kannst du Tages-, Wochen- oder Monatswerte vergleichen und erkennst dadurch leichter, wie sich der Verbrauch entwickelt.
Für eine einmalige Messung reicht ein klassisches Strommessgerät vollkommen aus. Möchtest du mehrere Geräte über einen längeren Zeitraum kontrollieren oder später Zeitpläne nutzen, ist eine smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung praktischer.
Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt Strommessgeräte, um den tatsächlichen Verbrauch einzelner Elektrogeräte zu ermitteln; smarte Steckdosen mit Energiemessung können bei einem vorhandenen Smart-Home-System denselben Zweck erfüllen.
Achte beim Kauf ausdrücklich darauf, dass das Modell den Energieverbrauch messen kann. Nicht jede smarte Steckdose beherrscht diese Funktion. Manche Modelle können angeschlossene Geräte lediglich ein- und ausschalten.
Darauf solltest du bei einer smarten Steckdose achten
Für die Verbrauchsmessung sind viele Zusatzfunktionen weniger wichtig als eine zuverlässige Erfassung der Leistungs- und Verbrauchswerte. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf die technischen Daten.
Wichtige Eigenschaften sind:
- Anzeige des aktuellen Verbrauchs in Watt
- Erfassung des Verbrauchs in Kilowattstunden
- Verbrauchshistorie für mehrere Tage oder Wochen
- ausreichend hohe zulässige Belastbarkeit
- übersichtliche App
- regelmäßige Firmware-Updates
- möglichst lange Speicherung der Verbrauchsdaten
Bei WLAN-Modellen solltest du außerdem prüfen, welches Funknetz unterstützt wird. Viele smarte Steckdosen arbeiten im 2,4-GHz-WLAN.
Bei leistungsstarken Elektrogeräten ist die maximale Belastbarkeit besonders wichtig. Es gibt Modelle, die beispielsweise für maximal 16 Ampere beziehungsweise 3.680 Watt bei geeigneter Last ausgelegt sind. Dieser Wert darf aber nicht pauschal auf jedes Elektrogerät übertragen werden. Motoren, Kompressoren und andere Verbraucher können beim Einschalten hohe Ströme verursachen.
Vor dem Anschluss von Kühlschrank, Gefriertruhe, Klimagerät, Heizgerät oder anderen leistungsstarken Verbrauchern solltest du deshalb immer die Herstellerangaben der smarten Steckdose kontrollieren.
- Energieverbrauchsüberwachung – Analysieren Sie den Echtzeit- und den historischen Stromverbrauch des angeschlossenen Geräts.
- Einfache Einrichtung und Verwendung – Schnelle und einfache tägliche Einrichtung und Verwaltung über kostenlose App (kostenfrei für IOs und Android)
Stromverbrauch messen: So gehst du Schritt für Schritt vor

Die eigentliche Messung ist einfach. Für aussagekräftige Ergebnisse solltest du dem Gerät jedoch genügend Zeit geben.
1. Smarte Steckdose einrichten
Stecke die smarte Steckdose zunächst direkt in eine geeignete Wandsteckdose und richte sie nach den Angaben des Herstellers ein. Bei WLAN-Modellen erfolgt die Einrichtung meistens über die zugehörige Smartphone-App.
Prüfe anschließend, ob die Steckdose den angeschlossenen Verbraucher ein- und ausschalten kann und ob die Verbrauchsanzeige funktioniert.
2. Elektrogerät anschließen
Schließe das Gerät an, dessen Verbrauch du untersuchen möchtest. Für den Anfang eignet sich beispielsweise ein Fernseher, PC, Monitor oder eine Kaffeemaschine.
Achte darauf, dass die elektrische Leistung des Geräts für die verwendete Steckdose geeignet ist.
3. Momentanverbrauch beobachten
Schalte das Gerät ein und kontrolliere die Leistungsanzeige in Watt. Dieser Wert zeigt, wie viel elektrische Leistung das Gerät in diesem Augenblick benötigt.
Bei vielen Geräten verändert sich die Leistungsaufnahme ständig. Ein PC kann beim einfachen Surfen wesentlich weniger verbrauchen als unter hoher Prozessor- oder Grafikkartenlast. Auch Fernseher benötigen abhängig von Helligkeit, Bildinhalt und Einstellungen unterschiedlich viel Energie.
Ein einzelner Wattwert sagt deshalb noch wenig über die tatsächlichen Stromkosten aus.
4. Verbrauch über längere Zeit messen
Interessanter ist der Verbrauch in Kilowattstunden. Lasse die Messung deshalb möglichst über einen typischen Nutzungszeitraum laufen.
Bei einem PC können einige normale Arbeitstage ausreichen. Einen Kühlschrank solltest du länger beobachten, weil der Kompressor nur zeitweise läuft. Bei Fernseher, Spielekonsole oder Unterhaltungselektronik können mehrere Tage ebenfalls ein realistischeres Bild liefern.
Je stärker die Leistungsaufnahme eines Geräts schwankt, desto wichtiger ist eine längere Messdauer.
Watt und Kilowattstunden richtig unterscheiden

Bei der Auswertung werden vor allem zwei Werte wichtig: Watt und Kilowattstunden.
Watt (W) beschreibt die aktuelle elektrische Leistung. Zeigt die App beispielsweise 80 Watt an, benötigt das angeschlossene Gerät in diesem Moment eine Leistung von 80 Watt.
Kilowattstunden (kWh) beschreiben dagegen die verbrauchte Energiemenge über einen bestimmten Zeitraum.
Ein einfaches Beispiel:
Ein Gerät benötigt konstant 100 Watt und läuft zehn Stunden.
100 W × 10 h = 1.000 Wh
1.000 Wh entsprechen 1 kWh.
Für die Stromrechnung ist deshalb nicht der höchste angezeigte Wattwert entscheidend, sondern wie lange das Gerät mit welcher Leistung betrieben wird.
Das erklärt auch, warum ein Gerät mit geringer Leistung über ein Jahr mehr Strom verbrauchen kann als ein leistungsstarkes Gerät, das nur wenige Minuten am Tag läuft.
Stromkosten aus dem gemessenen Verbrauch berechnen
Sobald du den Verbrauch in Kilowattstunden kennst, lassen sich die Kosten leicht berechnen:
Verbrauch in kWh × Preis pro kWh = Stromkosten
Angenommen, ein Gerät verbraucht innerhalb einer Woche 2 kWh und dein Stromtarif kostet 0,35 Euro pro kWh:
2 kWh × 0,35 Euro = 0,70 Euro
Hochgerechnet auf 52 Wochen wären das:
0,70 Euro × 52 = 36,40 Euro pro Jahr
Für eine möglichst realistische Berechnung solltest du den Arbeitspreis aus deinem eigenen Stromvertrag verwenden. Der Grundpreis des Tarifs wird bei dieser Rechnung nicht berücksichtigt, weil er unabhängig davon anfällt, wie viel Strom das einzelne Gerät benötigt.
Manche Apps smarter Steckdosen übernehmen die Berechnung automatisch. Dafür hinterlegst du deinen Preis pro Kilowattstunde. Prüfe gelegentlich, ob der eingetragene Tarif noch aktuell ist.
Welche Geräte solltest du zuerst messen?
Es bringt wenig, wahllos jede kleine Lampe im Haushalt mehrere Wochen zu überwachen. Interessanter sind Geräte mit langer Laufzeit, höherer Leistung oder unklarem Standby-Verbrauch.
Wenn du zuerst einen allgemeinen Überblick bekommen möchtest, welche Geräte sich besonders für eine Kontrolle eignen, findest du in meinem Ratgeber „Stromfresser finden“ weitere typische Kandidaten und Sparmöglichkeiten.
Für einen typischen Computerhaushalt würde ich mit folgenden Geräten beginnen:
| Gerät | Warum eine Messung interessant ist |
|---|---|
| Desktop-PC | Verbrauch verändert sich stark mit der Auslastung |
| Monitor | häufig viele Stunden täglich eingeschaltet |
| Fernseher | Betrieb und Standby lassen sich vergleichen |
| Spielekonsole | verschiedene Betriebs- und Ruhemodi |
| Router | läuft meistens rund um die Uhr |
| NAS | Dauerbetrieb und Festplattenaktivität beeinflussen den Verbrauch |
| Drucker | kann lange im Bereitschaftsmodus bleiben |
| Kaffeemaschine | Aufheizen und Warmhaltefunktion können interessant sein |
Auch Haushaltsgeräte können sich für eine Messung eignen. Bei Kühlschränken, Gefriergeräten und anderen Geräten mit Motor oder Kompressor musst du jedoch vorher prüfen, ob der verwendete Zwischenstecker für diese Last ausdrücklich geeignet ist.
Große fest angeschlossene Verbraucher wie Elektroherde oder Durchlauferhitzer lassen sich auf diese Weise nicht messen.
Standby-Verbrauch richtig beurteilen
Standby gilt häufig pauschal als großer Stromfresser. Das lässt sich heute nicht mehr für jedes Gerät behaupten. Neuere Elektrogeräte können im Bereitschaftszustand sehr wenig Leistung benötigen, während ältere Geräte oder vernetzte Technik höhere Werte erreichen können.
Deshalb ist Messen sinnvoller als eine allgemeine Tabelle mit angeblich typischen Standby-Werten.
Angenommen, du misst bei einem Gerät dauerhaft 8 Watt, obwohl du es praktisch nicht nutzt. Der Jahresverbrauch lässt sich so berechnen:
8 W × 24 Stunden × 365 Tage = 70.080 Wh
Das entspricht:
70,08 kWh pro Jahr
Bei einem angenommenen Strompreis von 0,35 Euro pro kWh wären das:
70,08 kWh × 0,35 Euro = 24,53 Euro pro Jahr
Bei nur 0,5 Watt sähe die Rechnung dagegen ganz anders aus. Daraus würden rund 4,38 kWh beziehungsweise bei demselben Beispielpreis etwa 1,53 Euro im Jahr.
Das zeigt, warum sich Entscheidungen nach den gemessenen Werten richten sollten. Nicht jeder Standby-Verbrauch rechtfertigt zusätzliche Technik oder tägliches Ein- und Ausschalten.
Dauerläufer über mehrere Tage beobachten
Router, NAS, Kühlschrank und andere Dauerläufer lassen sich nicht sinnvoll anhand eines einzigen Momentanwertes beurteilen.
Ein Router mit einer Leistungsaufnahme von beispielsweise 10 Watt würde bei konstantem Verbrauch im Jahr folgende Energiemenge benötigen:
10 W × 24 Stunden × 365 Tage = 87,6 kWh
Bei 0,35 Euro pro Kilowattstunde entspräche das rund 30,66 Euro pro Jahr.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass du einen Router nachts abschalten solltest. Telefonie, Smart-Home-Geräte, automatische Sicherungen, Updates oder andere Netzwerkfunktionen können von einer dauerhaft verfügbaren Verbindung abhängig sein.
Falls du speziell den Stromverbrauch deines WLAN-Routers reduzieren möchtest, habe ich dazu einen eigenen Ratgeber mit sinnvollen Zeitplänen und den möglichen Einschränkungen beim Abschalten erstellt.
Die Messung liefert dir zunächst eine Entscheidungsgrundlage. Ob und wann sich das Abschalten lohnt, hängt anschließend von der Nutzung des jeweiligen Geräts ab.
PCs und Monitore richtig messen

Gerade bei einem Desktop-PC ist ein einzelner Messwert kaum aussagekräftig. Die Leistungsaufnahme hängt stark davon ab, was du gerade machst.
Für einen realistischen Vergleich kannst du mehrere Situationen getrennt beobachten:
- PC eingeschaltet, aber ohne aktive Programme
- normale Nutzung mit Browser und Office-Programmen
- Videos oder andere Multimedia-Anwendungen
- hohe Auslastung beispielsweise beim Spielen
- Energiesparmodus oder Ruhezustand
- heruntergefahrener PC
Noch interessanter ist der Gesamtverbrauch eines normalen Arbeitstages. Damit lässt sich wesentlich besser abschätzen, welche Stromkosten der Rechner tatsächlich verursacht.
Beim Monitor solltest du auch unterschiedliche Helligkeitseinstellungen ausprobieren. Je nach Display kann die Bildschirmhelligkeit Einfluss auf die Leistungsaufnahme haben.
Wenn PC und Monitor gemeinsam an einer Steckdosenleiste hängen, misst eine davor geschaltete smarte Steckdose nur den Gesamtverbrauch. Möchtest du beide Geräte getrennt bewerten, müssen sie einzeln gemessen werden.
Wie lange sollte eine Verbrauchsmessung laufen?
Die richtige Messdauer hängt vom Gerät ab.
Bei einer Lampe oder einem Heizgerät mit annähernd konstanter Leistung reichen oft wenige Minuten, um die Leistungsaufnahme zu beurteilen. Für die tatsächlichen monatlichen Kosten musst du zusätzlich wissen, wie lange das Gerät verwendet wird.
Bei Geräten mit wechselnder Leistungsaufnahme sollte die Messung länger laufen.
Als praktische Orientierung:
- PC und Monitor: mehrere typische Nutzungstage
- Fernseher und Konsole: einige Tage bis eine Woche
- Router und NAS: mehrere Tage
- Kühlschrank und Gefriergerät: mindestens mehrere Tage, besser länger
- Geräte im Standby: mindestens über Nacht, bei schwankendem Verhalten länger
Bei Kühlgeräten können Raumtemperatur, Beladung und die Häufigkeit des Türöffnens den Verbrauch beeinflussen. Eine kurze Messung von wenigen Stunden kann deshalb zu falschen Schlussfolgerungen führen.
Typische Fehler beim Stromverbrauch messen
Selbst eine gute smarte Steckdose liefert nur dann hilfreiche Ergebnisse, wenn die Messung sinnvoll durchgeführt wird.
Nur den höchsten Wattwert betrachten
Ein kurzer Leistungssprung sagt wenig über den Jahresverbrauch aus. Entscheidend sind Leistung und Betriebsdauer zusammen.
Messung zu früh beenden
Geräte mit wechselnder Leistungsaufnahme brauchen eine längere Beobachtung. Ein Kühlschrank, PC oder Fernseher lässt sich nicht anhand eines beliebigen Zeitpunkts zuverlässig beurteilen.
Mehrere Geräte gleichzeitig messen
Hängt eine komplette Steckdosenleiste hinter dem Messgerät, erhältst du nur deren Gesamtverbrauch. Welches Gerät welchen Anteil verursacht, lässt sich daraus nicht erkennen.
Eigene Stromkosten falsch berechnen
Verwende für die Rechnung den Arbeitspreis pro Kilowattstunde aus deinem eigenen Tarif. Ein allgemeiner Beispielpreis kann für eine Beispielrechnung sinnvoll sein, entspricht aber nicht zwangsläufig deinem Vertrag.
Die Messgenauigkeit überschätzen
Eine smarte Steckdose ist kein professionelles Labormessgerät. Gerade sehr geringe Leistungen können für einfache Messgeräte schwieriger zu erfassen sein. Kleine Abweichungen sind deshalb möglich.
Für die Suche nach relevanten Verbrauchern im Haushalt ist das normalerweise kein Problem. Bei sehr kleinen Standby-Werten solltest du die letzte Nachkommastelle jedoch nicht überbewerten.
Smarte Steckdose anschließend zum Stromsparen nutzen
Nach der Messung kannst du entscheiden, ob die Schaltfunktion der smarten Steckdose einen praktischen Nutzen hat.
Ein Zeitplan kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn ein Gerät zu festen Zeiten garantiert nicht benötigt wird. Voraussetzung ist, dass das angeschlossene Gerät problemlos vollständig vom Strom getrennt werden darf.
Nicht jedes Gerät eignet sich dafür. Router, NAS-Systeme, Computer und andere Geräte sollten nicht einfach während des Betriebs stromlos geschaltet werden. Auch bei Geräten mit internen Wartungsfunktionen oder automatischen Programmen ist eine dauerhafte Zeitsteuerung nicht immer sinnvoll.
Die Verbrauchsmessung sollte deshalb zuerst kommen. Erst wenn feststeht, wo tatsächlich unnötig Energie verbraucht wird, lohnt sich die Suche nach einer passenden Sparmaßnahme.
Wann lohnt sich der Austausch eines Stromfressers?
Ein hoher gemessener Verbrauch bedeutet nicht automatisch, dass ein neues Gerät wirtschaftlicher ist.
Angenommen, ein älteres Gerät verursacht gegenüber einem möglichen Ersatz 20 Euro zusätzliche Stromkosten pro Jahr. Kostet ein neues Gerät mehrere hundert Euro, würde sich ein Austausch allein wegen dieser Stromersparnis erst nach vielen Jahren rechnen.
Anders sieht es aus, wenn ohnehin eine Neuanschaffung ansteht oder der Verbrauchsunterschied sehr groß ist.
Mit deinen Messwerten kannst du solche Entscheidungen wesentlich sachlicher treffen. Vergleiche dazu den Jahresverbrauch des vorhandenen Geräts mit dem angegebenen Energieverbrauch eines möglichen Ersatzgeräts und berechne die Differenz in Euro.
Fazit: Erst messen, dann über das Sparen entscheiden
Eine smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung ist ein einfaches Werkzeug, um den tatsächlichen Energiebedarf einzelner Geräte sichtbar zu machen. Besonders interessant sind Dauerläufer, Geräte mit wechselnder Leistungsaufnahme und Verbraucher, deren Standby-Verhalten du nicht einschätzen kannst.
Ich halte eine Messung über mehrere typische Nutzungstage für wesentlich sinnvoller als allgemeine Listen mit vermeintlichen Stromfressern. Wenn du den Verbrauch in Kilowattstunden kennst und mit deinem eigenen Strompreis rechnest, siehst du schnell, an welcher Stelle sich eine Änderung wirklich lohnt.
FAQ: Häufige Fragen zur Strommessung
Verbraucht eine smarte Steckdose selbst Strom?
Ja. Für Elektronik, Funkverbindung und Messfunktion benötigt der Zwischenstecker selbst Energie. Wie hoch dieser Eigenverbrauch ist, hängt vom jeweiligen Modell und Betriebszustand ab. Bei sehr kleinen Einsparpotenzialen sollte er deshalb mit berücksichtigt werden.
Kann ich eine Mehrfachsteckdose anschließen?
Grundsätzlich kann eine geeignete Mehrfachsteckdose hinter einem dafür zugelassenen smarten Zwischenstecker betrieben werden, sofern sämtliche Belastungsgrenzen und Herstellerangaben eingehalten werden. Gemessen wird dann allerdings nur der Gesamtverbrauch aller angeschlossenen Geräte.
Für die Suche nach dem Verbrauch eines einzelnen Geräts ist eine getrennte Messung aussagekräftiger.
Kann ich Kühlschrank oder Gefriertruhe messen?
Das hängt vom verwendeten Zwischenstecker ab. Kühlgeräte besitzen Kompressoren und können beim Start besondere elektrische Anforderungen haben. Prüfe deshalb ausdrücklich die Herstellerfreigabe und nicht nur die angegebene maximale Wattzahl.
Ist eine smarte Steckdose genauso genau wie ein professionelles Messgerät?
Nein. Smarte Steckdosen für den Haushalt sind in erster Linie für Überwachung und Steuerung gedacht. Für die Suche nach größeren Verbrauchern sind ihre Messwerte meist gut nutzbar, eine messtechnische Präzision darf aber nicht vorausgesetzt werden. Besonders bei sehr kleinen Leistungen können Abweichungen stärker ins Gewicht fallen.
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