Was ist ein Token? Der Begriff begegnet dir heute an ganz unterschiedlichen Stellen: bei Kryptowährungen, bei der Anmeldung an Online-Diensten oder bei KI-Systemen wie ChatGPT. Das Problem dabei: Mit „Token“ ist nicht immer dasselbe gemeint.
Ganz allgemein ist ein Token eine digitale Information oder Einheit, die innerhalb eines Systems eine bestimmte Funktion übernimmt. Sie kann zum Beispiel einen Wert, ein Recht, eine Berechtigung oder einen Teil einer Information repräsentieren. Welche Aufgabe ein Token genau hat, hängt deshalb immer vom jeweiligen Zusammenhang ab.
Bei einer Blockchain kann ein Token beispielsweise einen digitalen Wert oder ein Nutzungsrecht darstellen. Bei einer Anmeldung kann ein Token bestätigen, dass du erfolgreich authentifiziert wurdest. Und bei künstlicher Intelligenz werden Texte in kleine Einheiten zerlegt, die ebenfalls Tokens heißen.
Ich erkläre dir in diesem Artikel, was ein Token bedeutet, welche verschiedenen Arten es gibt und warum Krypto-, Sicherheits- und KI-Tokens trotz des gleichen Namens völlig unterschiedliche Dinge sein können.
Was ist ein Token? Einfach erklärt
Ein Token ist vereinfacht gesagt ein digitaler Baustein, der innerhalb eines bestimmten Systems eine festgelegte Aufgabe übernimmt. Was genau damit gemeint ist, hängt davon ab, wo dir der Begriff begegnet. Deshalb gibt es keine einzige Definition, die für alle Token-Arten gleichermaßen passt.
Bei Kryptowährungen kann ein Token zum Beispiel einen digitalen Wert, ein Nutzungsrecht oder einen Anteil an einem Projekt darstellen. Solche Tokens werden meist auf einer bereits vorhandenen Blockchain erzeugt und verwaltet.
In der IT-Sicherheit sieht die Sache ganz anders aus. Dort kann ein Token als eine Art digitaler Nachweis dienen. Nach einer erfolgreichen Anmeldung erhält dein Gerät beispielsweise eine Information, mit der es gegenüber einem Server nachweisen kann, dass du bereits authentifiziert bist. Du musst dich dadurch nicht bei jeder einzelnen Aktion erneut mit Benutzername und Passwort anmelden.
Auch bei künstlicher Intelligenz taucht der Begriff auf. Sprachmodelle wie ChatGPT zerlegen Texte in kleinere Einheiten, die ebenfalls Tokens genannt werden. Ein Token kann dabei ein ganzes Wort, ein Wortteil oder auch ein Satzzeichen sein.
Der gemeinsame Nenner ist also: Ein Token steht innerhalb eines Systems stellvertretend für etwas anderes oder übernimmt dort eine bestimmte Funktion. Um zu verstehen, was mit „Token“ gemeint ist, musst du deshalb immer auf den jeweiligen Zusammenhang achten.
Token Bedeutung: Was heißt Token auf Deutsch?

Das englische Wort „Token“ lässt sich nicht mit einem einzigen deutschen Begriff übersetzen. Je nach Zusammenhang kann damit zum Beispiel ein Zeichen, eine Marke, eine Wertmarke, ein Nachweis oder ein Stellvertreter gemeint sein.
Genau deshalb kann der Begriff zunächst verwirrend wirken. In der IT und bei digitalen Diensten wird „Token“ meist verwendet, wenn eine Information oder Einheit für etwas anderes steht. Welche Bedeutung gemeint ist, ergibt sich aus dem jeweiligen Einsatzgebiet.
| Art des Tokens | Einfache Bedeutung |
|---|---|
| Krypto-Token | Digitale Werteinheit oder digitales Nutzungsrecht |
| Sicherheits-Token | Nachweis einer Anmeldung oder Berechtigung |
| KI-Token | Kleine Verarbeitungseinheit eines Textes |
Ein Krypto-Token kann beispielsweise einen digitalen Wert oder ein bestimmtes Recht darstellen. Ein Sicherheits-Token kann einem Server zeigen, dass du bereits erfolgreich angemeldet bist. Bei künstlicher Intelligenz bezeichnet ein Token dagegen einen Teil des Textes, den ein Sprachmodell verarbeitet.
Für den Alltag reicht deshalb eine einfache Faustregel:
Ein Token ist etwas, das innerhalb eines Systems stellvertretend für eine Information, einen Wert, ein Recht oder eine Berechtigung steht.
Wer verstehen möchte, was mit „Token“ gemeint ist, sollte also immer darauf achten, in welchem Zusammenhang der Begriff verwendet wird.
Was ist ein Krypto-Token?
Ein Krypto-Token ist eine digitale Einheit, die auf einer Blockchain verwaltet wird. Anders als eine klassische Kryptowährung besitzt ein Token häufig keine eigene Blockchain, sondern nutzt die technische Grundlage eines bereits bestehenden Netzwerks.
Ein bekanntes Beispiel ist Ethereum. Auf dieser Blockchain können Entwickler eigene Tokens erstellen, ohne dafür eine komplett neue Blockchain aufbauen zu müssen. Die Regeln eines Tokens werden dabei meist über sogenannte Smart Contracts festgelegt.
Ein Krypto-Token kann ganz unterschiedliche Aufgaben haben. Er kann zum Beispiel:
- einen digitalen Wert darstellen,
- Zugang zu einer Anwendung ermöglichen,
- bestimmte Nutzungsrechte vergeben,
- einen Anteil oder Anspruch abbilden,
- an einen anderen Vermögenswert gekoppelt sein.
Wichtig ist dabei: Token ist nicht automatisch gleich Kryptowährung. Manche Tokens werden zwar gehandelt und haben einen Marktpreis, andere dienen hauptsächlich innerhalb eines bestimmten Projekts oder Dienstes einem festen Zweck.
Auch technisch sind Krypto-Tokens nicht alle gleich aufgebaut. Je nach Blockchain und Token-Standard können sie unterschiedliche Eigenschaften und Funktionen besitzen. Ein Token kann beispielsweise austauschbar sein wie eine digitale Werteinheit oder einzigartig wie ein NFT.
Der Begriff „Krypto-Token“ beschreibt deshalb weniger eine bestimmte Art von digitalem Geld als vielmehr eine digitale Einheit mit festgelegten Regeln auf einer Blockchain.
Coin und Token: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe Coin und Token werden oft durcheinandergebracht, obwohl sie technisch nicht dasselbe bedeuten. Der wichtigste Unterschied liegt darin, ob eine digitale Einheit eine eigene Blockchain besitzt oder eine bestehende Blockchain nutzt.
Ein Coin gehört direkt zu einer eigenen Blockchain. Beispiele dafür sind Bitcoin auf der Bitcoin-Blockchain oder Ether auf der Ethereum-Blockchain. Solche Coins werden unter anderem verwendet, um Transaktionen zu bezahlen oder das jeweilige Netzwerk zu nutzen.
Ein Token läuft dagegen meist auf einer bereits vorhandenen Blockchain. Dafür werden bestimmte technische Standards verwendet, zum Beispiel ERC-20 auf Ethereum. Entwickler können so eigene digitale Einheiten erstellen, ohne eine komplett neue Blockchain entwickeln zu müssen.
| Merkmal | Coin | Token |
|---|---|---|
| Eigene Blockchain | Ja | Meist nein |
| Technische Grundlage | Eigenes Netzwerk | Bestehende Blockchain |
| Typischer Zweck | Zahlungsmittel, Netzwerkgebühren | Sehr unterschiedliche Funktionen |
| Beispiel | Bitcoin, Ether | ERC-20-Token, viele Stablecoins |
Die Grenzen sind in der Praxis nicht immer ganz so eindeutig, weil Projekte sehr unterschiedlich aufgebaut sein können. Als einfache Merkhilfe funktioniert die Unterscheidung aber gut:
Ein Coin gehört zu seiner eigenen Blockchain, ein Token nutzt in der Regel eine bestehende Blockchain.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sich daraus unter anderem ergibt, wie ein Projekt technisch funktioniert und welche Rolle die jeweilige digitale Einheit innerhalb des Netzwerks übernimmt.
Welche Arten von Krypto-Tokens gibt es?
Krypto-Tokens können ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Manche dienen vor allem als Zugang zu einer Anwendung, andere bilden Vermögenswerte ab oder geben Besitzern bestimmte Mitspracherechte. Deshalb ist es sinnvoll, die wichtigsten Token-Arten voneinander zu unterscheiden.
| Token-Art | Typische Funktion |
|---|---|
| Utility Token | Zugang zu einer Plattform oder bestimmten Funktionen |
| Security Token | Abbildung von Vermögensrechten oder Beteiligungen |
| Stablecoin | Möglichst stabiler Wert durch Bindung an einen Referenzwert |
| Governance Token | Mitbestimmung innerhalb eines Projekts oder Protokolls |
| NFT | Einzigartige digitale Einheit, die nicht beliebig austauschbar ist |
Utility Tokens werden meist innerhalb eines bestimmten Projekts verwendet. Sie können zum Beispiel den Zugang zu Funktionen, Diensten oder digitalen Inhalten ermöglichen.
Security Tokens können wirtschaftliche Rechte abbilden, etwa Beteiligungen oder Ansprüche auf bestimmte Erträge. Je nach Ausgestaltung können dafür rechtliche Vorgaben gelten, die über normale Krypto-Tokens hinausgehen.
Stablecoins sollen ihren Wert möglichst stabil halten. Häufig orientieren sie sich dabei an einer klassischen Währung wie dem Euro oder US-Dollar. Wie stabil sie tatsächlich sind, hängt allerdings stark vom jeweiligen Konzept und der Absicherung ab.
Governance Tokens geben Besitzern häufig die Möglichkeit, über Änderungen innerhalb eines Projekts abzustimmen. Dazu können zum Beispiel technische Anpassungen oder Änderungen bestimmter Regeln gehören.
Eine Sonderform sind NFTs (Non-Fungible Tokens). Sie sind im Gegensatz zu vielen anderen Tokens nicht beliebig gegeneinander austauschbar, sondern sollen jeweils eine einzigartige digitale Einheit darstellen.
Wichtig ist: Ein Token kann mehrere Eigenschaften gleichzeitig besitzen. Die Kategorien helfen vor allem dabei, die Hauptfunktion eines Tokens besser einzuordnen.
Wie funktionieren Krypto-Tokens technisch?
Krypto-Tokens werden auf einer Blockchain verwaltet. Dabei liegt der Token normalerweise nicht als Datei auf deinem Computer oder Smartphone. Stattdessen speichert die Blockchain, welcher Adresse wie viele Tokens zugeordnet sind und welche Regeln für diese Tokens gelten.
Bei vielen Tokens übernimmt ein sogenannter Smart Contract diese Regeln. Er legt zum Beispiel fest, wie viele Tokens existieren, wie sie übertragen werden können oder welche zusätzlichen Funktionen vorgesehen sind. Je nach Projekt können solche Smart Contracts unterschiedlich aufgebaut sein und teilweise auch aktualisiert oder erweitert werden.
Vereinfacht läuft eine Token-Übertragung so ab:
- Du startest eine Transaktion über deine Wallet.
- Die Transaktion wird digital signiert.
- Das Blockchain-Netzwerk prüft, ob die Transaktion gültig ist.
- Der Smart Contract verarbeitet die Übertragung nach seinen festgelegten Regeln.
- Die neue Zuordnung der Tokens wird auf der Blockchain gespeichert.
Damit verschiedene Wallets, Börsen und Anwendungen mit Tokens umgehen können, gibt es Token-Standards. Auf Ethereum gehört beispielsweise ERC-20 zu den bekanntesten Standards für austauschbare Tokens. Für NFTs werden unter anderem ERC-721 und ERC-1155 verwendet.
Wichtig ist außerdem: Deine Wallet speichert in erster Linie die Schlüssel, mit denen du über deine Tokens verfügen kannst. Die eigentliche Information über Besitz und Übertragungen liegt auf der Blockchain.
Verlierst du den Zugriff auf deinen privaten Schlüssel oder deine Wiederherstellungsphrase, kann das deshalb problematisch werden. Bei vielen Blockchain-Systemen gibt es keine zentrale Stelle, die dir den Zugang einfach wiederherstellen kann.
Die Technik hinter Krypto-Tokens besteht also im Wesentlichen aus drei Bausteinen: Blockchain, Smart Contract und Wallet. Zusammen sorgen sie dafür, dass Tokens erstellt, übertragen und bestimmten Adressen zugeordnet werden können.
Wofür werden Krypto-Tokens verwendet?
Krypto-Tokens können je nach Projekt ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Sie sind also nicht automatisch nur zum Bezahlen gedacht. Häufig dienen sie vielmehr dazu, bestimmte Rechte, Funktionen oder Werte innerhalb einer Blockchain-Anwendung abzubilden.
Typische Einsatzbereiche sind zum Beispiel:
- Zugang zu Diensten: Ein Token kann notwendig sein, um bestimmte Funktionen einer Plattform zu nutzen.
- Bezahlung innerhalb eines Projekts: Manche Tokens werden als internes Zahlungsmittel verwendet.
- Mitbestimmung: Governance Tokens ermöglichen häufig Abstimmungen über Änderungen an einem Projekt.
- Abbildung von Vermögenswerten: Tokens können bestimmte wirtschaftliche Rechte oder Ansprüche darstellen.
- Digitale Sammlerstücke: NFTs werden unter anderem für digitale Kunst, Sammelobjekte oder virtuelle Gegenstände eingesetzt.
- Wertstabile Transaktionen: Stablecoins werden genutzt, wenn ein möglichst stabiler Gegenwert gewünscht ist.
Kryptowährungen und Stablecoins sind allerdings nur eine Möglichkeit, digital zu bezahlen. Daneben gibt es beispielsweise Karten, Mobile Payment und klassische Online-Zahlungsdienste.
Besonders interessant ist, dass ein Token nicht zwingend nur eine einzige Aufgabe haben muss. Ein Projekt kann einen Token beispielsweise gleichzeitig für Zahlungen, Zugangsrechte und Abstimmungen verwenden.
Damit wird auch deutlich, warum der Begriff so breit gefasst ist: Ein Krypto-Token ist vor allem ein technisches Werkzeug, mit dem sich digitale Werte und Rechte auf einer Blockchain abbilden lassen. Welche konkrete Funktion er erfüllt, hängt vom jeweiligen Projekt ab.
Für Nutzer ist deshalb weniger entscheidend, dass etwas „Token“ heißt. Viel wichtiger ist die Frage, welchen Zweck der Token tatsächlich erfüllt und welche Rechte oder Risiken damit verbunden sind.
Was sind Tokens bei Anmeldung und IT-Sicherheit?
Auch bei der Anmeldung an Webseiten, Apps und Onlinediensten spielen Tokens eine wichtige Rolle. Hier geht es allerdings nicht um Kryptowährungen. Ein Token dient in diesem Zusammenhang meist dazu, eine Anmeldung oder Berechtigung nachzuweisen.
Ein typischer Ablauf sieht vereinfacht so aus:
- Du meldest dich mit deinen Zugangsdaten bei einem Dienst an.
- Der Server prüft, ob die Anmeldung korrekt ist.
- Anschließend erhält dein Browser oder deine App ein Token.
- Dieses Token wird bei weiteren Anfragen mitgesendet.
- Der Server erkennt daran, dass du bereits erfolgreich angemeldet bist.
Dadurch musst du nicht bei jedem Klick erneut Benutzername und Passwort eingeben. Solche Tokens können außerdem zeitlich begrenzt sein oder ungültig werden, wenn du dich abmeldest.
In der IT-Sicherheit begegnen dir verschiedene Arten von Tokens. Ein Session-Token hält beispielsweise eine angemeldete Sitzung aufrecht. Ein Access-Token kann festlegen, auf welche Daten oder Funktionen eine Anwendung zugreifen darf. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung können wiederum zeitlich begrenzte Einmalcodes oder spezielle Sicherheitsschlüssel als zusätzlicher Nachweis verwendet werden.
Wichtig ist deshalb, solche Tokens genauso zu schützen wie andere Zugangsdaten. Gelangt ein gültiges Anmelde-Token in falsche Hände, kann ein Angreifer unter Umständen auf ein Konto zugreifen, ohne das eigentliche Passwort zu kennen.
Mit Krypto-Tokens haben solche Sicherheits-Tokens technisch wenig gemeinsam. Der Grundgedanke ist aber ähnlich: Ein Token steht stellvertretend für etwas – in diesem Fall meist für eine erfolgreiche Anmeldung oder eine bestimmte Berechtigung.
Was sind Tokens bei KI und ChatGPT?

Auch bei künstlicher Intelligenz hat der Begriff Token eine eigene Bedeutung. Sprachmodelle wie ChatGPT verarbeiten Texte nicht einfach Wort für Wort. Wenn du ChatGPT noch nicht genauer kennst, findest du in meinem Einsteiger-Guide zu ChatGPT eine verständliche Einführung in die Grundlagen. Stattdessen zerlegen sie Eingaben und Antworten in kleinere Einheiten – diese Einheiten werden Tokens genannt.
Ein Token kann dabei unterschiedlich groß sein. Es kann zum Beispiel ein ganzes Wort, ein Teil eines Wortes, eine Zahl oder ein Satzzeichen sein. Wie ein Text genau aufgeteilt wird, hängt vom verwendeten KI-Modell und dessen sogenanntem Tokenizer ab.
OpenAI erklärt in seiner eigenen Dokumentation ausführlicher, wie Text in Tokens zerlegt und die Token-Anzahl bestimmt wird.
Tokens spielen bei KI gleich aus mehreren Gründen eine wichtige Rolle:
- Eingaben: Auch dein Prompt wird in Tokens zerlegt.
- Antworten: Die erzeugte Antwort besteht ebenfalls aus Tokens.
- Kontext: Ein KI-Modell kann nur eine bestimmte Menge an Tokens gleichzeitig berücksichtigen.
- Kosten: Bei der Nutzung vieler KI-Schnittstellen werden Eingabe- und Ausgabe-Tokens zur Berechnung der Kosten verwendet.
Ein langer Text benötigt also normalerweise mehr Tokens als ein kurzer. Allerdings gilt nicht die einfache Regel „ein Wort = ein Token“. Manche Wörter bestehen aus mehreren Tokens, während andere als eine einzige Einheit verarbeitet werden.
Das sogenannte Kontextfenster legt fest, wie viele Tokens ein KI-Modell bei einer Anfrage berücksichtigen kann. Dazu zählen beispielsweise dein aktueller Prompt, vorherige Nachrichten im Gespräch und die erzeugte Antwort. Je größer das Kontextfenster ist, desto mehr Informationen kann das Modell gleichzeitig verarbeiten.
Mit einem Krypto-Token hat ein KI-Token technisch nichts zu tun. Bei künstlicher Intelligenz ist ein Token lediglich eine Verarbeitungseinheit für Inhalte. Der gleiche Begriff wird also für völlig unterschiedliche Dinge verwendet – genau deshalb ist der Zusammenhang so wichtig.
Welche Risiken haben Krypto-Tokens?
Krypto-Tokens können interessante Funktionen bieten, sind aber nicht automatisch sicher oder wertstabil. Gerade weil sich Token-Projekte technisch und wirtschaftlich stark unterscheiden, solltest du immer prüfen, was genau hinter einem Angebot steckt.
Zu den wichtigsten Risiken gehören:
- Starke Kursschwankungen: Der Wert eines Tokens kann innerhalb kurzer Zeit deutlich steigen oder fallen.
- Unseriöse Projekte: Nicht jedes Token-Projekt verfolgt ein seriöses Geschäftsmodell. Manche Angebote dienen vor allem dazu, kurzfristig Geld einzusammeln.
- Fehler in Smart Contracts: Programmierfehler oder Sicherheitslücken können dazu führen, dass Tokens gestohlen werden oder Funktionen nicht wie vorgesehen arbeiten.
- Verlust des Zugangs: Gehen private Schlüssel oder Wiederherstellungsphrase verloren, kann der Zugriff auf die Tokens dauerhaft verloren sein.
- Betrug und Phishing: Gefälschte Webseiten, Wallets oder Nachrichten versuchen häufig, Zugangsdaten oder Schlüssel abzugreifen.
- Rechtliche Änderungen: Neue Vorschriften können beeinflussen, wie bestimmte Tokens angeboten, gehandelt oder genutzt werden dürfen.
Auch ein hoher Marktwert oder eine große Community sind keine Garantie dafür, dass ein Token langfristig erfolgreich bleibt. Vor einem Kauf lohnt es sich deshalb, genau zu prüfen, welchen Zweck der Token hat, wer hinter dem Projekt steht und wie transparent die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen beschrieben werden.
Gerade bei unbekannten Projekten sollte Skepsis dazugehören. Wenn hohe Gewinne versprochen werden oder ein Angebot mit starkem Zeitdruck arbeitet, ist besondere Vorsicht angebracht.
Wie werden Krypto-Tokens in der EU reguliert?
Für Krypto-Tokens gibt es in der Europäischen Union inzwischen deutlich klarere Regeln als noch vor einigen Jahren. Eine wichtige Grundlage ist die Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA). Sie schafft einen gemeinsamen Rechtsrahmen für viele Kryptowerte und entsprechende Dienstleistungen innerhalb der EU.
MiCA betrifft unter anderem Anbieter von Krypto-Dienstleistungen sowie bestimmte Herausgeber von Tokens. Für Dienstleister können beispielsweise Zulassungs- und Informationspflichten gelten. In Deutschland ist dafür unter anderem die BaFin zuständig.
Nicht jeder Token fällt allerdings automatisch unter dieselben Regeln. Entscheidend ist, wie ein Token aufgebaut ist und welche Funktion er erfüllt. Manche digitalen Vermögenswerte können zusätzlich unter andere Finanzmarktregeln fallen.
Für Anleger bedeutet die Regulierung vor allem, dass Anbieter bestimmte Anforderungen erfüllen und Informationen bereitstellen müssen. Sie schützt allerdings nicht vor Kursverlusten oder davor, dass ein Projekt wirtschaftlich scheitert.
Deshalb gilt auch bei regulierten Angeboten: Eine Zulassung oder gesetzliche Aufsicht ist keine Garantie dafür, dass ein Token sicher oder eine gute Geldanlage ist.
Die EU überprüft den MiCA-Rahmen inzwischen bereits wieder und bewertet, ob Anpassungen an die Entwicklungen des Kryptomarkts notwendig sind.
Fazit: Der Begriff Token hat mehrere Bedeutungen
Der Begriff Token taucht heute in ganz unterschiedlichen Bereichen auf. Gemeinsam ist den verschiedenen Varianten vor allem, dass ein Token innerhalb eines Systems für etwas anderes steht oder eine bestimmte Funktion übernimmt.
Bei Kryptowährungen kann ein Token zum Beispiel einen digitalen Wert, ein Nutzungsrecht oder eine Beteiligung abbilden. In der IT-Sicherheit dienen Tokens häufig als Nachweis für eine erfolgreiche Anmeldung oder eine bestimmte Berechtigung. Bei künstlicher Intelligenz wiederum sind Tokens kleine Einheiten, in die Texte für die Verarbeitung zerlegt werden.
Gerade deshalb ist es wichtig, den Begriff immer im jeweiligen Zusammenhang zu betrachten. Ein Krypto-Token, ein Sicherheits-Token und ein KI-Token können völlig unterschiedliche Aufgaben haben, obwohl für alle derselbe Begriff verwendet wird.
Wenn dir also irgendwo ein „Token“ begegnet, lohnt sich zuerst die Frage: Was genau soll dieses Token in diesem System darstellen oder ermöglichen? Damit lässt sich meistens schnell einordnen, was damit gemeint ist.
FAQ: Häufige Fragen zu Tokens
Ist ein Token dasselbe wie eine Kryptowährung?
Nein. Ein Token kann zwar einen handelbaren Wert besitzen, ist aber nicht automatisch eine eigenständige Kryptowährung. Viele Tokens nutzen eine bereits bestehende Blockchain wie Ethereum. Coins wie Bitcoin oder Ether gehören dagegen direkt zu ihrer jeweiligen Blockchain.
Kann ein Token einen festen Wert haben?
Das hängt vom jeweiligen Token ab. Bei vielen Krypto-Tokens entsteht der Preis durch Angebot und Nachfrage und kann stark schwanken. Stablecoins versuchen dagegen, ihren Wert an einen Referenzwert wie den Euro oder US-Dollar zu koppeln. Eine vollkommen garantierte Wertstabilität ergibt sich daraus jedoch nicht.
Wo werden Tokens gespeichert?
Bei Krypto-Tokens werden Besitz und Transaktionen auf der Blockchain festgehalten. Eine Wallet speichert vor allem die Schlüssel, mit denen du auf die zugeordneten Tokens zugreifen und Transaktionen freigeben kannst. Die Tokens selbst liegen also nicht wie normale Dateien auf deinem Smartphone oder Computer.
Was ist ein Token bei ChatGPT?
Bei ChatGPT und anderen Sprachmodellen ist ein Token eine kleine Verarbeitungseinheit eines Textes. Ein Token kann beispielsweise ein ganzes Wort, ein Teil eines Wortes oder ein Satzzeichen sein. Mit Krypto-Tokens hat diese Bedeutung technisch nichts zu tun.
Können Tokens ablaufen?
Das kommt auf die Art des Tokens an. Anmelde- und Sicherheits-Tokens besitzen häufig eine begrenzte Gültigkeitsdauer und müssen anschließend erneuert werden. Krypto-Tokens haben dagegen normalerweise kein solches automatisches Ablaufdatum.
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