eSATA gehört zu den Anschlüssen, die man heute nicht mehr ständig sieht, die aber trotzdem ihren festen Platz in der PC-Geschichte haben. Vielleicht hast du an einem älteren PC, Notebook, Mainboard oder externen Festplattengehäuse schon einmal einen eSATA-Anschluss entdeckt und dich gefragt, wofür er eigentlich gedacht ist.
Kurz gesagt: eSATA steht für external SATA. Damit lassen sich externe Festplatten oder SSDs über die gleiche Technik anschließen, die früher und auch heute noch intern in vielen PCs für Laufwerke genutzt wird. Der Anschluss war vor allem interessant, als USB 2.0 für große Datenmengen noch ziemlich langsam war.
In diesem Artikel erkläre ich dir einfach und verständlich, was eSATA ist, wie external SATA funktioniert, welche Vorteile und Nachteile der Anschluss hat und ob er heute überhaupt noch eine Rolle spielt. Denn auch wenn eSATA im Alltag deutlich seltener geworden ist, kann das Wissen darüber bei älterer Hardware, Datensicherung oder Festplattengehäusen immer noch sehr nützlich sein.
Was ist eSATA?

eSATA ist die Abkürzung für external Serial ATA oder kurz external SATA. Gemeint ist damit eine externe Variante des SATA-Anschlusses, der normalerweise im Inneren eines Computers verwendet wird.
SATA selbst ist eine Schnittstelle, über die Festplatten, SSDs und optische Laufwerke mit dem Mainboard verbunden werden. In einem Desktop-PC kennst du SATA vielleicht als flaches Datenkabel, das vom Mainboard zur Festplatte oder SSD führt.
eSATA macht dieses Prinzip nach außen zugänglich. Statt ein Laufwerk im PC-Gehäuse anzuschließen, kann ein externes Laufwerksgehäuse über einen speziellen eSATA-Anschluss mit dem Computer verbunden werden.
Der große Unterschied zu USB liegt darin, dass eSATA näher an der eigentlichen Laufwerkstechnik arbeitet. Bei USB wird das Signal meist über einen Controller im externen Gehäuse umgewandelt. Bei eSATA spricht das externe Laufwerk dagegen praktisch direkt über SATA mit dem Computer.
Das klingt technischer, als es im Alltag ist. Du kannst dir eSATA einfach wie eine Verlängerung des internen SATA-Anschlusses nach außen vorstellen. Genau darin lag früher auch der Reiz: externe Festplatten konnten damit oft schneller und direkter angebunden werden als über USB 2.0.
Warum wurde eSATA überhaupt entwickelt?
eSATA entstand zu einer Zeit, in der externe Festplatten immer beliebter wurden. Viele Nutzer wollten große Datenmengen sichern, Fotos auslagern oder komplette Systemabbilder speichern. USB 2.0 war damals zwar weit verbreitet, aber für große Dateien nicht besonders schnell.
Die theoretische Geschwindigkeit von USB 2.0 lag bei 480 Mbit/s. In der Praxis kam davon deutlich weniger an. Bei großen Backups oder Videoarchiven konnte das schnell zur Geduldsprobe werden.
SATA war intern dagegen deutlich leistungsfähiger. Deshalb lag die Idee nahe, SATA auch für externe Laufwerke nutzbar zu machen. Genau dafür wurde eSATA geschaffen.
Der Anschluss sollte externe Festplatten ähnlich schnell anbinden wie interne Laufwerke. Für Nutzer, die regelmäßig große Datenmengen verschoben haben, war das ein echter Vorteil. Gerade bei externen 3,5-Zoll-Festplatten, Backup-Lösungen oder Dockingstationen war eSATA eine interessante Alternative zu USB.
Aus heutiger Sicht wirkt eSATA etwas wie eine Übergangslösung. Damals war es aber eine sinnvolle Antwort auf ein echtes Problem: USB war bequem, aber langsam. eSATA war weniger komfortabel, dafür aber schneller und näher an der eigentlichen Laufwerkstechnik.
Wie funktioniert external SATA?
Bei external SATA wird das SATA-Signal aus dem Inneren des Computers nach außen geführt. Dafür wird ein spezieller eSATA-Anschluss verwendet, der robuster ist als ein normaler interner SATA-Stecker.
Der Anschluss sieht einem SATA-Port ähnlich, ist aber mechanisch anders aufgebaut. Das ist Absicht. Ein internes SATA-Kabel soll nicht einfach außen am PC verwendet werden, weil es dafür nicht ausgelegt ist. Externe Kabel müssen besser geschirmt sein und mechanisch mehr aushalten.
Ein typischer eSATA-Aufbau besteht aus drei Teilen:
- einem eSATA-Anschluss am PC, Notebook oder einer Erweiterungskarte
- einem passenden eSATA-Kabel
- einem externen Festplattengehäuse oder einer Dockingstation mit eSATA-Port
Wichtig ist: eSATA überträgt normalerweise nur Daten. Die Stromversorgung läuft nicht automatisch über denselben Anschluss. Eine externe 3,5-Zoll-Festplatte braucht daher fast immer ein eigenes Netzteil. Bei manchen 2,5-Zoll-Lösungen wurde zusätzlich Strom über USB oder ein separates Netzteil bereitgestellt.
Genau dieser Punkt unterscheidet eSATA deutlich von USB. Bei USB reicht oft ein einziges Kabel für Daten und Strom. Bei eSATA ist das nicht immer so bequem.
Technisch gesehen ist external SATA aber sehr direkt. Das angeschlossene Laufwerk verhält sich für den Computer oft ähnlich wie ein internes SATA-Laufwerk. Das kann bei bestimmten Tools, Diagnoseprogrammen oder Festplattenfunktionen von Vorteil sein.
eSATA, SATA und USB im Vergleich

Damit die Unterschiede klarer werden, hilft ein direkter Vergleich. Denn eSATA wird oft mit SATA und USB verwechselt, obwohl die Anschlüsse unterschiedliche Aufgaben haben.
| Anschluss | Typischer Einsatz | Stromversorgung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| SATA | Interne Festplatten und SSDs | Separat über Stromkabel | Standardanschluss im PC |
| eSATA | Externe Festplatten und Gehäuse | Meist separat nötig | Externe SATA-Verbindung |
| USB | Externe Geräte aller Art | Oft direkt über USB | Sehr weit verbreitet |
| USB-C | Moderne externe Geräte | Oft Daten und Strom | Aktueller, vielseitiger Anschluss |
SATA ist also vor allem für den Einbau im PC gedacht. eSATA bringt diese Technik nach außen. USB ist dagegen ein universeller Anschluss für sehr viele Gerätetypen.
In der Praxis war eSATA vor allem für externe Festplatten interessant. Für Tastaturen, Mäuse, Drucker, Smartphones oder Kameras spielte eSATA keine Rolle. Dafür war und ist USB deutlich besser geeignet.
Der wichtigste Punkt ist die Alltagstauglichkeit. USB funktioniert an fast jedem Rechner, liefert oft direkt Strom und ist einfach zu handhaben. eSATA war spezieller, aber für externe Laufwerke lange Zeit schneller und technisch näher am internen Anschluss.
Heute hat sich das Verhältnis verschoben. Moderne USB-Anschlüsse, USB 3.x, USB-C und Thunderbolt sind schnell, flexibel und deutlich verbreiteter. Deshalb ist eSATA im Alltag stark in den Hintergrund gerückt.
Welche Geschwindigkeit bietet eSATA?
Die Geschwindigkeit von eSATA hängt davon ab, welche SATA-Version dahintersteht. eSATA ist nicht automatisch immer gleich schnell. Entscheidend ist der Controller im PC, das externe Gehäuse, das Kabel und natürlich das Laufwerk selbst.
Grundsätzlich orientiert sich eSATA an den bekannten SATA-Geschwindigkeiten:
| SATA-Version | Theoretische Datenrate | Typische Einordnung |
|---|---|---|
| SATA I | 1,5 Gbit/s | ältere Systeme |
| SATA II | 3,0 Gbit/s | viele ältere PCs und Gehäuse |
| SATA III | 6,0 Gbit/s | moderne SATA-SSDs und neuere Controller |
In der Praxis erreichst du diese Werte nicht vollständig. Das ist bei fast allen Schnittstellen so. Trotzdem war eSATA früher besonders bei externen Festplatten klar im Vorteil gegenüber USB 2.0.
Bei klassischen Festplatten war oft nicht der Anschluss selbst der Flaschenhals, sondern die Festplatte. Eine mechanische HDD kann nur eine bestimmte Menge Daten pro Sekunde lesen oder schreiben. eSATA sorgte aber dafür, dass die externe Verbindung nicht unnötig stark bremste.
Bei SSDs sieht es anders aus. Eine SATA-SSD kann deutlich schneller sein als eine alte externe Festplatte. Über eSATA III kann sie ordentlich arbeiten, aber moderne NVMe-SSDs über USB-C oder Thunderbolt spielen in einer anderen Liga.
Für alte Backup-Platten, Festplatten-Docks und ältere externe Gehäuse reicht eSATA aber oft völlig aus. Gerade wenn es um vorhandene Hardware geht, kann der Anschluss immer noch sinnvoll nutzbar sein.
Vorteile von eSATA
Der größte Vorteil von eSATA war lange Zeit die Geschwindigkeit. Besonders im Vergleich zu USB 2.0 konnte external SATA bei externen Festplatten deutlich flotter sein.
Ein weiterer Vorteil ist die direkte Verbindung zur SATA-Technik. Das externe Laufwerk muss nicht wie bei vielen USB-Gehäusen über eine zusätzliche USB-SATA-Brücke angesprochen werden. Dadurch können bestimmte Laufwerksfunktionen besser verfügbar sein.
Auch für Festplatten-Dockingstationen war eSATA praktisch. Wer häufig interne SATA-Festplatten extern auslesen wollte, konnte sie in eine Dockingstation stecken und über eSATA schnell auf die Daten zugreifen.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
- oft schneller als USB 2.0
- direkte SATA-Anbindung für externe Laufwerke
- gut geeignet für ältere Backup-Festplatten
- interessant für Festplatten-Docks und Datenrettung
- teilweise bessere Unterstützung von Laufwerksfunktionen als bei alten USB-Gehäusen
Ich sehe eSATA vor allem als Anschluss für spezielle Situationen. Wenn du noch ältere Hardware besitzt, kann er sehr nützlich sein. Besonders dann, wenn ein vorhandenes externes Gehäuse oder eine Dockingstation damit zuverlässig arbeitet.
Für neue Anschaffungen ist eSATA dagegen meist nicht mehr meine erste Wahl. Dafür sind moderne USB-Lösungen inzwischen einfach zu bequem und weit verbreitet.
Nachteile und Grenzen von eSATA
So praktisch eSATA in bestimmten Fällen ist, der Anschluss hat auch klare Nachteile. Der wichtigste Punkt ist die Stromversorgung. Ein normaler eSATA-Anschluss liefert in der Regel keinen Strom für das Laufwerk.
Das bedeutet: Du brauchst häufig ein zusätzliches Netzteil. Besonders bei 3,5-Zoll-Festplatten ist das normal, weil diese Laufwerke ohnehin mehr Strom benötigen. Bei 2,5-Zoll-Laufwerken war das aber weniger komfortabel als bei USB.
Ein weiterer Nachteil ist die Verbreitung. Viele moderne PCs, Notebooks und Mainboards besitzen keinen eSATA-Anschluss mehr. Selbst bei älteren Geräten war eSATA nie so selbstverständlich wie USB.
Auch die Kabelfrage spielt eine Rolle. Für eSATA solltest du ein echtes eSATA-Kabel verwenden, kein internes SATA-Kabel. Externe Kabel sind für den Einsatz außerhalb des Gehäuses besser geeignet und entsprechend geschirmt.
Dazu kommt, dass eSATA eher auf Speichergeräte beschränkt ist. USB kann fast alles anschließen, eSATA praktisch nur Laufwerke. Dadurch ist der Anschluss im Alltag deutlich weniger flexibel.
Die wichtigsten Nachteile sind:
- meist keine Stromversorgung über denselben Anschluss
- zusätzliche Netzteile oder Kabel möglich
- heute deutlich seltener an PCs und Notebooks
- hauptsächlich für Speichergeräte geeignet
- moderne USB-Anschlüsse sind oft praktischer
Gerade für Einsteiger ist USB deshalb meist einfacher. Einstecken, nutzen, fertig. eSATA kann zwar technisch interessant sein, verlangt aber etwas mehr Verständnis für Anschluss, Stromversorgung und Hardware.
Was ist eSATAp?
Neben eSATA gibt es auch eSATAp. Das „p“ steht dabei für „powered“. Gemeint ist ein Anschluss, der eSATA mit zusätzlicher Stromversorgung kombiniert.
eSATAp wurde entwickelt, um einen der größten Nachteile von eSATA zu lösen: den fehlenden Strom über das Datenkabel. Je nach Umsetzung konnte eSATAp Strom liefern und gleichzeitig die SATA-Datenverbindung bereitstellen.
In der Praxis waren solche Anschlüsse aber nicht einheitlich verbreitet. Manche eSATAp-Ports sahen wie eine Kombination aus USB und eSATA aus. Teilweise konnten sie auch als normaler USB-Anschluss genutzt werden.
Das klingt praktisch, hat sich aber nie wirklich breit durchgesetzt. Viele Nutzer kannten den Unterschied zwischen eSATA, eSATAp und USB/eSATA-Kombianschlüssen gar nicht. Hersteller setzten später lieber auf USB 3.0 und danach auf USB-C.
Wenn du an einem älteren Notebook oder PC einen Anschluss findest, der wie eine Mischung aus USB und eSATA aussieht, könnte es sich um eSATAp handeln. In diesem Fall lohnt sich ein Blick ins Handbuch des Geräts. Dort steht meistens, ob der Port nur Daten oder auch Strom liefern kann.
Für den Alltag gilt: eSATAp ist interessant, aber selten. Wenn du passende Hardware hast, kann es funktionieren. Beim Neukauf würde ich mich darauf aber nicht mehr verlassen.
Woran erkennst du einen eSATA-Anschluss?

Ein eSATA-Anschluss sieht flach und länglich aus. Er erinnert entfernt an einen internen SATA-Anschluss, ist aber anders geformt. Häufig befindet er sich an der Rückseite eines Desktop-PCs, an einer Slotblende, an einem älteren Notebook oder an einer externen Festplatten-Dockingstation.
Manchmal ist der Anschluss mit eSATA beschriftet. Bei Kombianschlüssen kann zusätzlich ein USB-Symbol in der Nähe sein. Gerade bei älteren Notebooks findet man solche Anschlüsse gelegentlich an der Seite.
Ein normales USB-Kabel passt nicht in einen reinen eSATA-Port. Ein internes SATA-Kabel sollte ebenfalls nicht verwendet werden, auch wenn der Anschluss auf den ersten Blick ähnlich wirkt. Für eSATA brauchst du ein passendes eSATA-Kabel.
Wenn du unsicher bist, hilft ein Blick auf drei Dinge:
- Beschriftung direkt am Anschluss
- Handbuch oder Datenblatt des Geräts
- Form des Anschlusses im Vergleich zu USB und SATA
Bei Desktop-PCs kann eSATA auch über eine Erweiterungskarte oder eine Slotblende nachgerüstet worden sein. Dann führt intern oft ein SATA-Kabel vom Mainboard zur Rückseite des Gehäuses.
Aus eigener Erfahrung würde ich bei unbekannten Anschlüssen nie nach dem Motto „wird schon passen“ vorgehen. Gerade bei älterer Hardware ist es besser, kurz nachzusehen, bevor man mit falschen Kabeln herumprobiert.
Falls du dir generell unsicher bist, welcher Anschluss wofür gedacht ist, findest du in meinem Überblick zu Kabelanschlüssen am Computer weitere Beispiele aus dem PC-Alltag.
Braucht man für eSATA spezielle Treiber?
In vielen Fällen brauchst du für eSATA keine besonderen Treiber. Da eSATA technisch auf SATA basiert, wird der Anschluss meist über den SATA-Controller des Computers angesprochen.
Wichtig ist aber der Betriebsmodus des SATA-Controllers. Für Funktionen wie Hot-Plug, also das Anschließen und Entfernen im laufenden Betrieb, ist häufig der AHCI-Modus relevant. Wenn ein älterer PC im IDE- oder Legacy-Modus läuft, kann das Verhalten eingeschränkt sein.
Bei modernen Windows-Versionen werden SATA-Controller normalerweise automatisch erkannt. Bei sehr alter Hardware, zusätzlichen Controllerkarten oder Speziallösungen kann trotzdem ein Treiber des Herstellers nötig sein.
Wenn ein eSATA-Laufwerk nicht erkannt wird, solltest du nicht sofort vom schlimmsten Fall ausgehen. Häufig liegt es an einfachen Punkten:
- Laufwerk bekommt keinen Strom
- eSATA-Kabel sitzt nicht richtig
- externes Gehäuse ist ausgeschaltet
- SATA-Controller unterstützt kein Hot-Plug
- Laufwerk muss in der Datenträgerverwaltung initialisiert werden
- Controllerkarte benötigt einen Treiber
Besonders die Windows-Datenträgerverwaltung ist hier wichtig. Ein Laufwerk kann korrekt angeschlossen sein und trotzdem nicht im Explorer erscheinen, wenn kein Laufwerksbuchstabe vergeben wurde oder die Festplatte noch nicht eingerichtet ist.
Ich würde bei Problemen immer zuerst Stromversorgung und Kabel prüfen. Danach lohnt sich der Blick in die Datenträgerverwaltung und anschließend in den Geräte-Manager.
Microsoft beschreibt in seiner Hilfe zur Datenträgerverwaltung in Windows, wie neue oder nicht eingerichtete Laufwerke initialisiert und verwaltet werden.
Ist eSATA hot-plug-fähig?
eSATA kann grundsätzlich hot-plug-fähig sein. Das bedeutet, dass du ein Laufwerk im laufenden Betrieb anschließen kannst, ohne den Computer vorher herunterzufahren.
In der Praxis hängt das aber von mehreren Faktoren ab. Der SATA-Controller, das BIOS oder UEFI, der Betriebsmodus, das externe Gehäuse und das Betriebssystem müssen zusammenspielen. Besonders der AHCI-Modus spielt dabei häufig eine wichtige Rolle.
Wenn alles richtig eingerichtet ist, kann ein eSATA-Laufwerk ähnlich wie ein externes USB-Laufwerk erkannt werden. Trotzdem solltest du beim Entfernen vorsichtig sein. Schreibvorgänge müssen abgeschlossen sein, sonst droht Datenverlust.
Bei Windows kann es sein, dass eSATA-Laufwerke nicht immer so komfortabel wie USB-Geräte im Bereich „Hardware sicher entfernen“ auftauchen. Das hängt stark vom Controller und dessen Treiber ab.
Für den sicheren Umgang empfehle ich:
- laufende Kopiervorgänge vollständig beenden
- Programme schließen, die auf das Laufwerk zugreifen
- wenn möglich „Hardware sicher entfernen“ nutzen
- bei Unsicherheit den PC herunterfahren, bevor du das Laufwerk trennst
Gerade bei Backups oder wichtigen Daten ist Vorsicht wichtiger als Bequemlichkeit. Nur weil ein Anschluss technisch Hot-Plug unterstützen kann, heißt das nicht automatisch, dass jede ältere Kombination aus PC, Gehäuse und Treiber problemlos damit umgeht.
eSATA heute: Noch sinnvoll oder veraltet?
eSATA ist heute kein moderner Standardanschluss mehr. Bei neuen PCs und Notebooks findest du ihn kaum noch. USB 3.x, USB-C und Thunderbolt haben eSATA im Alltag weitgehend abgelöst.
Das liegt nicht daran, dass eSATA grundsätzlich schlecht wäre. Der Anschluss war für seine Zeit sehr sinnvoll. Moderne USB-Lösungen sind aber flexibler, einfacher und deutlich weiter verbreitet.
Für neue externe Festplatten oder SSDs würde ich heute in den meisten Fällen USB 3.x oder USB-C bevorzugen. Du bekommst passende Kabel leichter, kannst die Geräte an mehr Computern nutzen und brauchst bei vielen 2,5-Zoll-Laufwerken kein separates Netzteil.
Trotzdem ist eSATA nicht automatisch nutzlos. Wenn du ältere Hardware besitzt, kann der Anschluss weiterhin gute Dienste leisten. Das gilt besonders für:
- ältere externe Festplattengehäuse
- Festplatten-Dockingstationen
- Desktop-PCs mit eSATA-Slotblende
- Datenübernahme von alten SATA-Festplatten
- Backups mit vorhandener Hardware
Wenn alles funktioniert, spricht nichts dagegen, eSATA weiter zu nutzen. Ich würde aber keine neue Strategie mehr darauf aufbauen. Für aktuelle Geräte ist USB-C meistens die bessere und zukunftssichere Wahl.
Typische Einsatzbereiche für eSATA
eSATA war nie ein Anschluss für alles. Seine Stärke lag klar bei externen Speicherlösungen. Genau dort findest du ihn auch heute noch am ehesten.
Ein typischer Einsatzbereich sind ältere externe Festplattengehäuse. Viele Gehäuse aus der Zeit vor USB 3.0 boten sowohl USB 2.0 als auch eSATA. In solchen Fällen war eSATA oft die schnellere Wahl.
Auch Festplatten-Dockingstationen nutzten häufig eSATA. Damit konntest du interne SATA-Festplatten extern anschließen, ohne sie fest in ein Gehäuse einzubauen. Für Datenrettung, Migration oder Backups war das praktisch.
In manchen Desktop-PCs wurde eSATA über eine Slotblende nach außen geführt. Intern war diese Blende mit einem SATA-Anschluss des Mainboards verbunden. So konnte man externe SATA-Geräte nutzen, obwohl das Mainboard keinen echten eSATA-Port an der Rückseite hatte.
Sinnvoll kann eSATA heute noch sein, wenn du vorhandene Hardware weiterverwenden möchtest. Beispiel: Du hast eine alte Backup-Festplatte in einem eSATA-Gehäuse und dein PC besitzt noch den passenden Anschluss. Dann gibt es keinen Grund, diese Lösung sofort zu ersetzen.
Sobald du aber neue Hardware kaufst, würde ich genau prüfen, ob eSATA wirklich noch nötig ist. In vielen Fällen ist ein modernes USB-Gehäuse einfacher, kompatibler und langfristig praktischer.
Häufige Probleme mit eSATA und einfache Lösungen
Wenn eSATA nicht funktioniert, liegt die Ursache oft nicht am Anschluss selbst. Häufig sind es Kleinigkeiten, die schnell übersehen werden.
Ein Klassiker ist die Stromversorgung. Da eSATA normalerweise keinen Strom liefert, muss das externe Laufwerk separat versorgt werden. Ohne Netzteil läuft eine 3,5-Zoll-Festplatte nicht an, auch wenn das Datenkabel korrekt steckt.
Ein weiteres Problem ist die Erkennung in Windows. Manchmal erscheint das Laufwerk nicht im Explorer, ist aber in der Datenträgerverwaltung sichtbar. Dann fehlt möglicherweise nur ein Laufwerksbuchstabe.
Auch Hot-Plug kann Ärger machen. Wenn das Laufwerk erst nach einem Neustart erkannt wird, unterstützt die konkrete Hardwarekombination das Anschließen im laufenden Betrieb eventuell nicht sauber.
Typische Probleme und passende Schritte:
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Laufwerk startet nicht | Kein Strom | Netzteil oder Stromkabel prüfen |
| Laufwerk wird nicht angezeigt | Kein Laufwerksbuchstabe | Datenträgerverwaltung öffnen |
| Erkennung erst nach Neustart | Hot-Plug nicht aktiv | BIOS/UEFI und AHCI-Modus prüfen |
| Verbindung bricht ab | Kabel oder Gehäuse fehlerhaft | anderes eSATA-Kabel testen |
| Sehr langsam | falscher Anschluss oder altes Laufwerk | Controller und Laufwerk prüfen |
Wichtig ist, systematisch vorzugehen. Erst Strom, dann Kabel, dann Windows-Erkennung. So vermeidest du unnötige Fehlersuche an der falschen Stelle.
Viele Prüfschritte ähneln den Lösungen, die ich auch im Ratgeber „Externe Festplatte wird nicht erkannt“ beschrieben habe.
Fazit: eSATA war stark, ist heute aber ein Spezialfall
eSATA war eine sinnvolle Lösung für eine Zeit, in der externe Festplatten schneller angebunden werden sollten, als es mit USB 2.0 komfortabel möglich war. external SATA brachte die SATA-Technik nach außen und machte externe Speicherlösungen deutlich leistungsfähiger.
Heute sieht die Lage anders aus. Moderne USB-Anschlüsse, USB-C und Thunderbolt sind flexibler, weiter verbreitet und für die meisten Nutzer einfacher zu handhaben. Deshalb spielt eSATA bei neuen Geräten kaum noch eine Rolle.
Trotzdem ist der Anschluss nicht wertlos. Wenn du ältere Hardware besitzt, kann eSATA weiterhin zuverlässig funktionieren. Besonders bei externen Festplattengehäusen, Dockingstationen oder alten Backup-Lösungen lohnt es sich, den Anschluss zu kennen.
Meine Einschätzung: Für neue Anschaffungen würde ich eSATA nicht mehr gezielt suchen. Für vorhandene Geräte kann external SATA aber immer noch eine saubere und schnelle Lösung sein. Entscheidend ist, dass du die Grenzen kennst: meist kein Strom über den Anschluss, geringere Verbreitung und weniger Komfort als bei USB.





