Powerbank im Handgepäck oder Koffer: Was ist erlaubt?
Die Powerbank im Handgepäck ist bei Flugreisen grundsätzlich erlaubt. Im aufgegebenen Koffer hat sie dagegen nichts zu suchen. Der Grund sind die eingebauten Lithium-Akkus, die bei Beschädigung oder einem Kurzschluss überhitzen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen können.
Allerdings darfst du nicht jede Powerbank mit ins Flugzeug nehmen. Entscheidend sind ihre Kapazität in Wattstunden (Wh), die Anzahl der Geräte und die Vorschriften deiner Fluggesellschaft. Besonders bei großen Powerbanks mit 20.000 oder 30.000 mAh lohnt es sich, vor der Reise genauer hinzusehen.
Hinzu kommen strengere Regeln für die Nutzung während des Fluges. Einige Fluggesellschaften verbieten inzwischen sogar, mit einer Powerbank das Smartphone an Bord aufzuladen. Wer seine Powerbank richtig auswählt und verstaut, vermeidet unangenehme Überraschungen bei der Sicherheitskontrolle.
Darf eine Powerbank ins Handgepäck oder in den Koffer?
Eine Powerbank gehört beim Fliegen grundsätzlich ins Handgepäck. Im aufgegebenen Reisegepäck ist sie verboten. Das gilt unabhängig davon, ob du einen kleinen Zusatzakku für dein Smartphone oder eine leistungsstarke Powerbank für dein Notebook mitnimmst.
Die Vorschrift hat einen nachvollziehbaren Sicherheitsgrund. Lithium-Ionen-Akkus speichern viel Energie auf kleinem Raum. Bei einem technischen Defekt, einer Beschädigung oder einem Kurzschluss kann es zu einer starken Erwärmung kommen.
Im Passagierraum können Flugbegleiter auf eine rauchende oder überhitzte Powerbank reagieren. Im Frachtraum ist ein direkter Zugriff während des Fluges dagegen nicht möglich.
Für deine Reise bedeutet das:
- Handgepäck: Powerbanks sind unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.
- Aufgabegepäck: Powerbanks dürfen nicht im aufgegebenen Koffer transportiert werden.
- Handgepäck wird am Gate aufgegeben: Nimm deine Powerbank vorher heraus und behalte sie bei dir.
- Koffer mit eingebauter Powerbank: Der Akku muss für die Gepäckaufgabe in der Regel herausgenommen werden können.
Ein häufiger Irrtum betrifft den normalen Reisekoffer. Wenn du ihn als Handgepäck mit in die Kabine nimmst, darf die Powerbank darin liegen. Wird derselbe Koffer jedoch am Check-in oder am Gate aufgegeben, musst du sie herausnehmen.
Wie viel mAh darf eine Powerbank im Handgepäck haben?
Bei Powerbanks ist die Kapazität entscheidend. Allerdings verwenden Fluggesellschaften dafür normalerweise nicht die bekannte Angabe in Milliamperestunden (mAh), sondern Wattstunden (Wh).
Die Wattstunden beschreiben, wie viel elektrische Energie ein Akku speichern kann. Deshalb reicht die Angabe von beispielsweise 20.000 mAh allein nicht aus, um die Zulässigkeit sicher zu beurteilen.
Nach den IATA-Leitlinien für Passagiere aus dem Jahr 2026 sind maximal zwei Lithium-Ionen-Powerbanks mit jeweils höchstens 100 Wh vorgesehen. Fluggesellschaften können zusätzliche Einschränkungen festlegen.
| Kapazität | Einordnung für Flugreisen |
|---|---|
| Bis 100 Wh | Im Handgepäck grundsätzlich erlaubt |
| Über 100 bis 160 Wh | Laut IATA-Passagierleitfaden nicht erlaubt. Andere Vorschriften sehen teilweise eine Mitnahme mit vorheriger Genehmigung der Fluggesellschaft vor. Vor der Reise unbedingt klären. |
| Über 160 Wh | Für gewöhnliche Powerbanks im Passagiergepäck nicht erlaubt |
Die häufig genannte Grenze von 160 Wh stammt aus den allgemeinen Vorschriften für bestimmte größere Lithium-Akkus. Sie bedeutet nicht, dass jede Powerbank dieser Größe mit einer einfachen Genehmigung mitgenommen werden darf.
Meine Empfehlung: Für Flugreisen ist eine Powerbank mit maximal 100 Wh die sinnvollste Wahl. Damit vermeidest du viele Probleme, die bei größeren Akkus entstehen können.
Wie viel Wh haben 10.000, 20.000 oder 30.000 mAh?
Viele handelsübliche Powerbanks besitzen Lithium-Zellen mit einer Nennspannung von etwa 3,7 Volt. Bei dieser Spannung ergeben sich folgende Werte:
| Powerbank-Kapazität | Energie bei 3,7 V |
|---|---|
| 5.000 mAh | 18,5 Wh |
| 10.000 mAh | 37 Wh |
| 15.000 mAh | 55,5 Wh |
| 20.000 mAh | 74 Wh |
| 25.000 mAh | 92,5 Wh |
| 26.800 mAh | 99,16 Wh |
| 30.000 mAh | 111 Wh |
Die Werte dienen zur Orientierung. Maßgeblich ist die tatsächliche Energieangabe deiner Powerbank, da die verwendete Nennspannung je nach Akkukonstruktion abweichen kann.
Eine Powerbank mit 20.000 mAh liegt bei einer Nennspannung von 3,7 Volt beispielsweise bei 74 Wh und damit unter der üblichen Grenze von 100 Wh.
Bei 30.000 mAh sieht es anders aus. Ein solches Modell kann die Grenze überschreiten und ist deshalb keine gute Wahl, wenn du regelmäßig fliegst.
Wattstunden berechnen: So prüfst du deine Powerbank

Auf vielen Powerbanks findest du neben der Kapazität in mAh auch eine Angabe in Wh. Meist steht sie auf der Rückseite oder auf dem Typenschild des Geräts.
Fehlt die Wattstunden-Angabe, kannst du sie aus der Akkukapazität und der Nennspannung berechnen.
Die Formel lautet:
Wattstunden (Wh) = Milliamperestunden (mAh) × Volt (V) ÷ 1.000
Ein Beispiel mit einer Powerbank mit 20.000 mAh und 3,7 Volt:
20.000 mAh × 3,7 V ÷ 1.000 = 74 Wh
Die Powerbank besitzt somit eine gespeicherte Energie von 74 Wattstunden.
Wichtig ist, dass du die Nennspannung der eingebauten Akkuzellen verwendest. Die Ausgangsspannung des USB-Anschlusses von beispielsweise 5, 9 oder 20 Volt ist für diese Berechnung nicht geeignet.
Bei manchen Modellen stehen sowohl die Zellkapazität als auch eine kleinere USB-Ausgangskapazität auf dem Gehäuse. Für die Flugbestimmungen zählt die Energie des Akkus, nicht die nutzbare Kapazität am USB-Ausgang.
Achtung: Ist die Beschriftung deiner Powerbank nicht mehr lesbar, kann das bei der Sicherheitskontrolle zu Schwierigkeiten führen. Auch eine selbst ausgerechnete Kapazität muss vom Sicherheitspersonal nicht als ausreichender Nachweis akzeptiert werden.
Wie viele Powerbanks darfst du im Flugzeug mitnehmen?
Nach den IATA-Passagierleitlinien von 2026 solltest du maximal zwei Powerbanks mit jeweils höchstens 100 Wh mitnehmen. Die Geräte müssen einzeln gegen Kurzschlüsse geschützt sein. Die genauen Vorgaben findest du in den offiziellen IATA-Richtlinien für Lithium-Akkus im Flugzeug.
Dabei wird die Kapazität jeder Powerbank einzeln betrachtet. Zwei Geräte mit jeweils 74 Wh sind deshalb nicht automatisch wegen ihrer zusammengerechneten 148 Wh unzulässig.
Die Anzahl ist trotzdem begrenzt. Drei kleine Powerbanks sind nach den genannten IATA-Leitlinien nicht vorgesehen, auch wenn jede einzelne nur 20 Wh besitzt.
Vor der Reise solltest du deshalb prüfen, ob deine Fluggesellschaft die Mitnahme von zwei Powerbanks gestattet oder strengere Vorgaben macht.
Besonders bei internationalen Flugreisen kann es zusätzliche nationale Einschränkungen geben. Bei einem Flug mit Umstieg gelten möglicherweise unterschiedliche Anforderungen für die einzelnen Fluggesellschaften.
Darfst du eine Powerbank während des Fluges benutzen?
Eine Powerbank im Flugzeug mitzuführen bedeutet nicht automatisch, dass du sie während des Fluges benutzen darfst.
Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat die Sicherheitsvorgaben für Powerbanks zum 27. März 2026 verschärft. Zu den Änderungen gehören die Begrenzung auf zwei Powerbanks pro Passagier und das Verbot, Powerbanks während des Fluges aufzuladen.
Die IATA-Leitlinien von 2026 unterscheiden zwischen dem Transport und der Nutzung. Das Aufladen einer Powerbank über die Stromversorgung des Flugzeugs ist nicht vorgesehen. Auch das Laden anderer Geräte mit einer Powerbank unterliegt Einschränkungen.
Für die Praxis solltest du folgende Punkte beachten:
- Powerbank an Bord aufladen: Nicht erlaubt.
- Smartphone mit Powerbank laden: Aus Sicherheitsgründen wird davon abgeraten. Ob die Nutzung erlaubt ist, hängt von den Bestimmungen deiner Fluggesellschaft ab.
- Während Start und Landung: Die Powerbank nicht zum Laden anderer Geräte verwenden.
- Aufbewahrung: Möglichst griffbereit und nicht im Gepäckfach über den Sitzen verstauen.
Einige Fluggesellschaften untersagen die Nutzung von Powerbanks während des gesamten Fluges. Andere erlauben sie unter bestimmten Bedingungen.
Verlasse dich deshalb nicht darauf, dass die Nutzung bei deiner letzten Flugreise erlaubt war. Die Regeln können sich inzwischen geändert haben.
Wenn du dein Smartphone während eines längeren Fluges aufladen möchtest, prüfe vorab die Bestimmungen der Airline. Eine vorhandene USB-Buchse am Sitzplatz kann eine Alternative sein, sofern die Fluggesellschaft deren Nutzung gestattet.
Powerbank sicher im Handgepäck verstauen
Auch eine zulässige Powerbank muss sicher transportiert werden. Besonders wichtig ist der Schutz vor Kurzschlüssen und mechanischen Beschädigungen.
Eine lose Powerbank zwischen Schlüsseln, Münzen und anderen Metallgegenständen ist keine gute Idee. Bei frei zugänglichen Kontakten besteht die Gefahr, dass leitende Gegenstände eine unerwünschte elektrische Verbindung herstellen.
Am besten transportierst du deine Powerbank in einer eigenen Schutzhülle oder einem kleinen Fach deiner Handgepäcktasche.

Achte dabei auf folgende Punkte:
- Bewahre jede Powerbank einzeln und geschützt auf.
- Vermeide starken Druck auf das Gehäuse.
- Transportiere keine aufgeblähten oder beschädigten Akkus.
- Halte die Powerbank von Flüssigkeiten fern.
- Lege sie so ab, dass du sie bei Bedarf schnell erreichen kannst.
Powerbanks sollten während des Fluges möglichst unter dem Vordersitz oder an einem anderen von der Airline erlaubten, gut zugänglichen Platz aufbewahrt werden.
Falls deine Powerbank ungewöhnlich heiß wird, sich aufbläht oder Rauch entwickelt, informiere sofort das Kabinenpersonal. Versuche nicht, das Problem selbst zu beheben oder das Gerät unbemerkt wegzupacken.
Welche Powerbank eignet sich für Flugreisen?
Für die meisten Flugreisen ist eine Powerbank mit 10.000 bis 20.000 mAh ausreichend. Solche Modelle bieten eine praktische Energiereserve für Smartphones, Tablets und andere mobile Geräte, ohne die übliche 100-Wh-Grenze auszureizen.
Eine Powerbank mit 10.000 mAh eignet sich besonders für kurze Reisen. Sie ist meist kompakt und lässt sich problemlos in einer kleinen Tasche unterbringen.
Bei längeren Reisen oder mehreren Geräten sind 20.000 mAh häufig sinnvoller. Damit kannst du dein Smartphone je nach Akkugröße und Ladeverlusten mehrfach aufladen.
Falls du noch unsicher bist, welche Akkugröße für deine Geräte ausreicht, findest du in meinem Ratgeber zur Powerbank-Kapazität weitere praktische Entscheidungshilfen.
Wenn du eine neue Powerbank kaufen möchtest, achte auf folgende Eigenschaften:
- Kapazität: Maximal 100 Wh, möglichst mit etwas Abstand zur Grenze.
- Beschriftung: Wattstunden und technische Daten sollten dauerhaft lesbar sein.
- Anschlüsse: USB-C ist für aktuelle Smartphones, Tablets und viele Notebooks praktisch.
- Ladeleistung: Für ein Notebook kann USB-C Power Delivery mit ausreichend hoher Leistung erforderlich sein. Welche Ausgangsleistung du für Smartphone, Tablet oder Notebook benötigst, erklärt mein Ratgeber zum Powerbank Output.
- Sicherheit: Schutz gegen Überladung, Überhitzung und Kurzschluss.
- Verarbeitung: Ein stabiles Gehäuse ohne erkennbare Beschädigungen.
Eine besonders große Powerbank ist für Flugreisen nicht automatisch die bessere Wahl. Mit zunehmender Kapazität steigen meist auch Gewicht und Platzbedarf.
Für den normalen Reisealltag halte ich ein Modell mit 20.000 mAh und klar ausgewiesener Wattstunden-Kapazität für einen guten Kompromiss.
Was passiert, wenn deine Powerbank nicht erlaubt ist?
Stellt das Sicherheitspersonal fest, dass deine Powerbank die zulässigen Grenzen überschreitet oder die erforderlichen Angaben fehlen, kann die Mitnahme verweigert werden.
Je nach Flughafen und Situation musst du das Gerät zurücklassen oder außerhalb des Sicherheitsbereichs anderweitig unterbringen. Eine Garantie, dass du die Powerbank später zurückbekommst, gibt es nicht.
Befindet sich eine Powerbank im aufgegebenen Koffer, kann das Gepäck zur Kontrolle geöffnet werden. Das Gerät darf dann nicht im Aufgabegepäck weitertransportiert werden.
Solche Kontrollen können zu Verzögerungen führen. Besonders unangenehm ist das, wenn du bereits eingecheckt hast und der Koffer nicht mehr direkt zugänglich ist.
Prüfe deshalb schon beim Packen, ob sich noch eine Powerbank in deinem Reisegepäck befindet. Das gilt auch für Modelle, die du normalerweise dauerhaft in einer Notebooktasche oder einem Rucksack aufbewahrst.
FAQ: Häufige Fragen zu Powerbanks im Flugzeug
Darf eine Powerbank mit 20.000 mAh ins Handgepäck?
Ja, normalerweise ist das erlaubt. Bei einer Nennspannung von 3,7 Volt entspricht eine Powerbank mit 20.000 mAh etwa 74 Wh. Damit liegt sie unter der üblichen Grenze von 100 Wh. Die zusätzlichen Bestimmungen deiner Fluggesellschaft gelten trotzdem.
Darf eine Powerbank mit 30.000 mAh ins Flugzeug?
Eine Powerbank mit 30.000 mAh und 3,7 Volt besitzt etwa 111 Wh. Damit überschreitet sie die 100-Wh-Grenze für gewöhnliche Powerbanks. Für Flugreisen solltest du deshalb besser ein kleineres Modell verwenden.
Muss ich meine Powerbank bei der Sicherheitskontrolle herausnehmen?
Das hängt vom Flughafen und den eingesetzten Kontrollgeräten ab. An manchen Kontrollstellen müssen elektronische Geräte separat vorgelegt werden, an anderen dürfen sie im Handgepäck bleiben. Befolge die Anweisungen des Sicherheitspersonals.
Darf ich eine Powerbank im Rucksack transportieren?
Ja. Ein Rucksack zählt als Handgepäck, sofern du ihn mit in die Flugzeugkabine nehmen darfst. Achte darauf, dass die Powerbank gegen Beschädigungen und Kurzschlüsse geschützt ist.
Darf ich eine Powerbank im Flugzeug aufladen?
Nein. Nach den aktuellen IATA-Leitlinien für Powerbanks soll das Aufladen über die Stromversorgung des Flugzeugs nicht erfolgen. Für die Nutzung einer Powerbank zum Laden anderer Geräte gelten zusätzliche Einschränkungen der Fluggesellschaft.
Fazit: Powerbank beim Fliegen richtig mitnehmen
Eine Powerbank gehört beim Fliegen immer ins Handgepäck und niemals in den aufgegebenen Koffer. Mit einer Kapazität von maximal 100 Wh und einer gut lesbaren Beschriftung bist du für die meisten Flugreisen passend ausgestattet.
Für Smartphones und Tablets sind 10.000 bis 20.000 mAh eine vernünftige Größenordnung. Größere Modelle bringen beim Fliegen häufig mehr Einschränkungen als Vorteile mit sich.
Prüfe vor dem Abflug noch einmal die Bestimmungen deiner Fluggesellschaft. Besonders die erlaubte Anzahl und die Nutzung während des Fluges können von Airline zu Airline unterschiedlich geregelt sein.





