Microsoft Office ist für viele Nutzer die erste Wahl, wenn es um Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen geht. Doch nicht jeder möchte regelmäßig Geld für ein Office-Abonnement ausgeben. Mit Ashampoo Office 27 gibt es eine Alternative, die alle wichtigen Programme für die tägliche Büroarbeit mitbringt und ohne laufende Abo-Gebühren auskommt.
Ich habe mir Ashampoo Office 27 genauer angesehen und die drei enthaltenen Programme Write, Calculate und Present ausführlich mit eigenen Testdateien ausprobiert. Besonders interessiert hat mich dabei, wie zuverlässig sich vorhandene Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien öffnen und bearbeiten lassen.
Schließlich nützt die beste Office-Alternative wenig, wenn dabei Tabellen durcheinandergeraten oder Dokumente ihre Formatierung verlieren.
In meinem Ashampoo Office 27 Test zeige ich dir, wie gut die Programme im Alltag funktionieren, welche Unterschiede es zu Microsoft Office gibt und was mir persönlich besonders gut gefallen hat.
Transparenzhinweis: Ashampoo hat mir für diesen Test kostenlos eine Lizenz der Vollversion zur Verfügung gestellt. Die folgenden Erfahrungen und Bewertungen beruhen auf meinen eigenen Tests.
Was ist Ashampoo Office 27?
Ashampoo Office 27 ist ein Office-Paket für Windows, mit dem du Texte schreiben, Tabellen bearbeiten und Präsentationen erstellen kannst. Es richtet sich vor allem an Nutzer, die eine klassische Office-Software für ihren PC suchen und dafür nicht unbedingt Microsoft 365 benötigen.
Das Paket besteht aus drei eigenständigen Programmen:
- Ashampoo Write: Textverarbeitung als Alternative zu Microsoft Word.
- Ashampoo Calculate: Tabellenkalkulation als Alternative zu Microsoft Excel.
- Ashampoo Present: Präsentationssoftware als Alternative zu Microsoft PowerPoint.
Damit deckt das Paket die wichtigsten Aufgaben ab, die im privaten Alltag oder in einem kleineren Büro anfallen.
Die Software basiert auf der Office-Technik des deutschen Herstellers SoftMaker. Entsprechend ähnelt die Bedienung einer klassischen Office-Suite. Auch die Unterstützung der bekannten Microsoft-Dateiformate spielt eine wichtige Rolle.
Ashampoo Office 27 ist am 14. September 2026 erschienen und bringt gegenüber früheren Versionen verschiedene Verbesserungen mit. Dazu gehören unter anderem eine verbesserte DOCX-Kompatibilität, Unterstützung für Markdown-Dokumente und zusätzliche Funktionen für die Tabellenkalkulation.
Interessant finde ich vor allem das Lizenzmodell: Die Software lässt sich einmalig kaufen und anschließend dauerhaft nutzen. Ein monatliches oder jährliches Abonnement ist für diese Version nicht erforderlich.
Allerdings ist Ashampoo Office 27 kein vollständiger Ersatz für sämtliche Microsoft-365-Anwendungen. Ein eigenes E-Mail-Programm wie Outlook gehört beispielsweise nicht zum Paket.
Installation und erster Eindruck
Die Installation von Ashampoo Office 27 erfolgt unter Windows über die Ashampoo App. Für die Aktivierung wird eine Internetverbindung benötigt.
Nach dem Einrichten stehen die drei Office-Programme getrennt zur Verfügung. Du kannst also direkt Write starten, wenn du einen Brief schreiben möchtest, oder Calculate öffnen, wenn du mit Tabellen arbeiten willst.
Die Benutzeroberfläche wirkt aufgeräumt und dürfte besonders Nutzern entgegenkommen, die bereits mit Microsoft Office gearbeitet haben.
Viele Funktionen sind über ein Menüband erreichbar. Die bekannten Bereiche für Formatierungen, Einfügen, Layout und weitere Werkzeuge sind schnell gefunden.
Praktisch ist außerdem, dass Ashampoo Office unterschiedliche Bedienoberflächen unterstützt. Neben der modernen Menüband-Ansicht kannst du auch mit klassischen Menüs arbeiten.
So lässt sich die Darstellung an die eigenen Gewohnheiten anpassen.
Für meinen Test habe ich die moderne Oberfläche verwendet. Sie bietet einen guten Überblick über die wichtigsten Funktionen, ohne dass man sich erst lange mit dem Programm beschäftigen muss.
Ashampoo Write im Test: Wie gut funktioniert die Textverarbeitung?

Mit Ashampoo Write lassen sich Briefe, Berichte, längere Dokumente und viele andere Texte erstellen.
Für meinen Praxistest habe ich eine eigene DOCX-Datei vorbereitet. Dabei wollte ich bewusst mehr ausprobieren, als nur ein paar Absätze Text einzugeben.
Meine Testdatei enthielt unter anderem:
- Überschriften mit unterschiedlichen Ebenen
- Tabellen und Aufzählungen
- Eingefügte Grafiken
- Verschiedene Absatzformatierungen
- Kopf- und Fußzeilen mit Seitenzahlen
- Ein aktualisierbares Inhaltsverzeichnis
Anschließend habe ich die Datei in Ashampoo Write geöffnet.
Das Ergebnis war durchweg positiv. Das Dokument wurde korrekt dargestellt. Die Formatierungen blieben erhalten und auch bei den Tabellen und eingefügten Elementen konnte ich keine Auffälligkeiten feststellen.
Danach habe ich verschiedene Änderungen vorgenommen. Auch das Bearbeiten des Dokuments funktionierte ohne erkennbare Probleme.
Das klingt zunächst selbstverständlich, ist bei einer Office-Alternative aber ein wichtiger Punkt.
Gerade wenn du regelmäßig Dokumente mit anderen Personen austauschst, möchtest du dich darauf verlassen können, dass eine DOCX-Datei nicht plötzlich völlig anders aussieht.
In meinem Test konnte Ashampoo Write diese Erwartung erfüllen.
Welche Funktionen bietet Write zusätzlich?
Neben den grundlegenden Möglichkeiten einer Textverarbeitung bietet Ashampoo Write zahlreiche Werkzeuge für umfangreichere Dokumente.
Dazu gehören beispielsweise Formatvorlagen, Inhaltsverzeichnisse, Änderungsverfolgung und verschiedene Möglichkeiten zum Einfügen von Bildern und Tabellen.
Auch der Import und Export von Markdown gehört zu den Neuerungen von Ashampoo Office 27.
Das kann interessant sein, wenn du Texte in unterschiedlichen Programmen bearbeitest oder Inhalte in einem einfachen Textformat austauschen möchtest.
Für meinen persönlichen Eindruck war allerdings die zuverlässige DOCX-Darstellung wichtiger als die Vielzahl zusätzlicher Funktionen.
Und genau hier hat Write bei meiner Testdatei überzeugt.
Ashampoo Calculate im Test: Excel-Dateien öffnen und bearbeiten

Besonders gespannt war ich auf Ashampoo Calculate. Eine Tabellenkalkulation muss schließlich nicht nur Daten anzeigen, sondern auch Berechnungen korrekt durchführen.
Für meinen Test habe ich eine umfangreichere XLSX-Datei mit fiktiven Geschäftszahlen erstellt.
Diese enthielt eine Einnahmen-Ausgaben-Übersicht für zwölf Monate, mehrere Kategorien, automatische Berechnungen und ein Diagramm.
Zusätzlich gab es eine Buchungstabelle und verschiedene Formatierungen.
Formeln, Berechnungen und Diagramme funktionieren
Zunächst habe ich die Datei in Microsoft Excel geöffnet und mir die Darstellung angesehen. Anschließend folgte der Vergleich mit Ashampoo Calculate.
Die Monatsübersicht wurde korrekt übernommen. Sämtliche getesteten Berechnungen funktionierten und auch das Diagramm wurde richtig dargestellt.
Euro-Beträge, Datumswerte und Prozentangaben erschienen ebenfalls wie erwartet.
Anschließend habe ich Werte verändert und weitere Änderungen vorgenommen. Auch dabei konnte ich keine funktionalen Probleme feststellen.
Für typische Aufgaben wie Haushaltspläne, Kostenübersichten oder einfache geschäftliche Auswertungen macht Calculate damit einen guten Eindruck.
Kleine Unterschiede bei den Tabellenfarben
Eine Auffälligkeit gab es allerdings im Tabellenblatt mit den einzelnen Buchungen.
Die in Excel verwendete Tabellenformatierung wurde in Ashampoo Calculate etwas anders angezeigt.
Während Microsoft Excel die Datenzeilen abwechselnd hellblau und weiß darstellte, erschienen einige Zeilen in Calculate dunkelblau.
Dadurch wirkte die Tabelle etwas unruhiger und war meiner Meinung nach weniger angenehm zu lesen.
Solche abwechselnden Zeilenfarben sorgen normalerweise für eine bessere Lesbarkeit. Wie du jede zweite Zeile in Excel farbig gestalten kannst, habe ich bereits in einer separaten Anleitung erklärt.
Interessant wurde es beim anschließenden Gegenversuch.
Ich habe die Datei in Calculate unter einem neuen Namen im XLSX-Format gespeichert und danach wieder mit Microsoft Excel geöffnet.
Dort wurden die ursprünglichen Tabellenfarben wieder korrekt angezeigt.
Die Formatierungsinformationen blieben bei dieser Testdatei also erhalten. Lediglich die Darstellung innerhalb von Calculate wich sichtbar ab.
Das ist für mich eher ein kleiner optischer Kritikpunkt als ein ernsthaftes Kompatibilitätsproblem.
Trotzdem gehört diese Beobachtung in einen unabhängigen Testbericht.
Mehrere Dateien in Registerkarten öffnen: Mein persönlicher Favorit
Eine Funktion hat mir bei Ashampoo Calculate besonders gut gefallen: die Verwaltung mehrerer geöffneter Dateien über Registerkarten.
Wenn du in Microsoft Excel mehrere Arbeitsmappen öffnest, erhält normalerweise jede Datei ein eigenes Fenster.
Ashampoo Calculate geht einen anderen Weg.

Hier werden die geöffneten Dateien als Registerkarten innerhalb eines Programmfensters angezeigt. Du kannst mit einem Klick zwischen ihnen wechseln.
Die einzelnen Tabellenblätter der jeweiligen Arbeitsmappe erscheinen weiterhin am unteren Fensterrand.
Gerade wenn du häufig mit mehreren Tabellen gleichzeitig arbeitest, ist das ausgesprochen praktisch.
Du musst nicht ständig über die Windows-Taskleiste zwischen verschiedenen Fenstern wechseln und behältst trotzdem den Überblick.
Ich arbeite selbst regelmäßig mit mehreren Excel-Dateien. Deshalb gefällt mir diese Lösung ausgesprochen gut.
Für mich ist die Registerkartenverwaltung einer der größten Bedienungsvorteile von Ashampoo Calculate gegenüber Excel.
Ashampoo Present im Test: Präsentationen ohne PowerPoint erstellen

Mit Ashampoo Present lassen sich Präsentationen erstellen, bearbeiten und im PowerPoint-Format speichern.
Auch dieses Programm habe ich mit einer eigenen Testdatei überprüft.
Dafür verwendete ich eine PPTX-Präsentation mit fünf Folien zum Thema „5 Tipps für einen schnelleren Windows-PC“.
Die Präsentation enthielt unterschiedliche Folienlayouts, Texte, grafische Elemente und verschiedene Formatierungen.
Nach dem Öffnen in Ashampoo Present wurden die Folien korrekt dargestellt. Es gab keine auffälligen Veränderungen bei den getesteten Inhalten.
Auch das anschließende Bearbeiten der Präsentation funktionierte problemlos.
Damit hat Present seinen grundlegenden Praxistest ebenfalls bestanden.
Für klassische Präsentationen, wie sie beispielsweise in der Schule, bei Vorträgen oder für kleinere geschäftliche Besprechungen benötigt werden, bringt das Programm die entsprechenden Werkzeuge mit.
Du kannst Texte, Bilder, Formen und weitere Elemente einfügen und die einzelnen Folien gestalten.
In meinem Test war vor allem wichtig, dass eine bereits vorhandene PowerPoint-Datei zuverlässig geöffnet und weiterbearbeitet werden konnte.
Das hat funktioniert.
Sehr komplexe Präsentationen mit speziellen Animationen, eingebetteten Medien oder besonderen PowerPoint-Funktionen habe ich allerdings nicht getestet.
Wie kompatibel ist Ashampoo Office 27 mit Microsoft Office?
Die Kompatibilität mit Microsoft Office war für mich einer der wichtigsten Punkte des gesamten Tests.
Viele Nutzer besitzen bereits zahlreiche Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien. Wenn sie zu einer anderen Office-Suite wechseln, sollen diese Dokumente natürlich weiterhin funktionieren.
Deshalb habe ich alle drei Programme mit Dateien in den bekannten Microsoft-Formaten getestet.
| Programm | Dateiformat | Mein Testergebnis |
|---|---|---|
| Ashampoo Write | DOCX | Korrekte Darstellung und Bearbeitung |
| Ashampoo Calculate | XLSX | Formeln, Diagramme und Daten korrekt; kleine Abweichung bei Tabellenfarben |
| Ashampoo Present | PPTX | Korrekte Darstellung und Bearbeitung |
Bei allen drei Programmen ließen sich die Testdateien erfolgreich öffnen und verändern.
Bei Calculate habe ich zusätzlich überprüft, wie sich eine erneut gespeicherte XLSX-Datei in Microsoft Excel verhält.
Auch dieser Test verlief positiv.
Insgesamt hat mich die Kompatibilität von Ashampoo Office 27 mit unseren Beispieldateien überzeugt.
Allerdings möchte ich das Ergebnis bewusst nicht überbewerten.
Unsere Tests umfassten typische Office-Dokumente. Sehr umfangreiche Dateien mit Makros, komplexen Datenverbindungen oder speziellen Funktionen haben wir nicht untersucht.
Wer solche Dokumente regelmäßig verwendet, sollte die eigenen Dateien vor einem vollständigen Wechsel unbedingt selbst ausprobieren.
Bedienung und Arbeiten im Alltag
Eine Office-Suite kann noch so viele Funktionen bieten: Wenn die Bedienung umständlich ist, macht die tägliche Arbeit wenig Freude.
Bei Ashampoo Office 27 hatte ich insgesamt einen positiven Eindruck.
Die Programme verwenden eine ähnliche Grundstruktur, sodass du dich nicht bei jedem Programm völlig neu orientieren musst.
Viele grundlegende Befehle befinden sich an den Stellen, an denen ich sie erwartet habe.
Besonders angenehm finde ich die Möglichkeit, zwischen einer modernen Oberfläche mit Menüband und einer klassischen Menüstruktur zu wählen.
Damit spricht Ashampoo unterschiedliche Nutzergruppen an.
Wer bereits mit neueren Microsoft-Office-Versionen gearbeitet hat, dürfte sich mit der Menüband-Ansicht schnell zurechtfinden.
Wer dagegen klassische Menüs bevorzugt, kann diese verwenden.
Mein persönliches Highlight bleibt allerdings die bereits erwähnte Registerkartenverwaltung.
Gerade bei der Arbeit mit mehreren Tabellen spart sie unnötige Fensterwechsel und sorgt für eine übersichtlichere Arbeitsumgebung.
Das ist zwar keine spektakuläre neue Technologie, im Alltag aber ein echter Komfortgewinn.
Was ist neu in Ashampoo Office 27?
Neben den grundlegenden Office-Funktionen hat Ashampoo die aktuelle Version an verschiedenen Stellen erweitert.
Nach Angaben des Herstellers gehören unter anderem folgende Neuerungen dazu:
- Verbesserte Kompatibilität mit DOCX-Dokumenten
- Import und Export von Markdown-Dateien
- Neue Möglichkeiten zur Dokumentgliederung per Drag & Drop
- Unterstützung dynamischer Arrays in Calculate
- Moderne Excel-Funktionen wie XVERWEIS
- Zusätzliche Pivot-Diagramme
- Neue Farbthemen
- Verbesserte Möglichkeiten zum Einfügen von PDF-Inhalten als Vektorgrafik
Gerade die erweiterten Tabellenfunktionen dürften für Nutzer interessant sein, die regelmäßig mit größeren Datenbeständen arbeiten.
Dynamische Arrays und moderne Suchfunktionen bieten Möglichkeiten, die über einfache Summenberechnungen hinausgehen.
Allerdings habe ich nicht sämtliche neuen Funktionen im Detail überprüft. Die Aufzählung beschreibt daher den vom Hersteller angegebenen Funktionsumfang.
Mein eigener Praxistest konzentrierte sich auf typische Dokumente, Tabellen und Präsentationen sowie deren Kompatibilität mit Microsoft Office.
Was kostet Ashampoo Office 27?
Ein wesentliches Argument für Ashampoo Office 27 ist das Lizenzmodell.
Im Gegensatz zu einem klassischen Microsoft-365-Abonnement wird die Software als Kaufversion angeboten.
Du bezahlst einmal für die Lizenz und kannst die erworbene Version dauerhaft nutzen.
Der reguläre Listenpreis liegt laut Hersteller bei 90 Euro. Ashampoo bietet allerdings regelmäßig Sonderaktionen und unterschiedliche Lizenzangebote an. Der tatsächlich angezeigte Kaufpreis kann deshalb niedriger ausfallen.
Für private Nutzer ist die Möglichkeit interessant, eine Lizenz auf bis zu fünf PCs innerhalb eines Haushalts zu verwenden.
Bei kommerzieller Nutzung gelten andere Bedingungen: Hier ist laut Hersteller eine Lizenz pro Installation erforderlich.
Eine kostenlose Testversion steht ebenfalls zur Verfügung. Damit kannst du die Programme zunächst ausprobieren, bevor du dich für einen Kauf entscheidest.
Weitere Informationen zu Preisen, Lizenzbedingungen und der Testversion findest du direkt auf der offiziellen Produktseite von Ashampoo Office 27.
Ein wichtiger Unterschied zu Microsoft 365 bleibt allerdings bestehen: Mit einer einmalig gekauften Lizenz erhältst du nicht automatisch alle zukünftigen Hauptversionen der Software.
Dafür entstehen aber auch keine regelmäßigen Abo-Kosten für die Nutzung der gekauften Version.
Auch bei Microsoft hast du die Wahl zwischen einem Abonnement und einer klassischen Kaufversion. Welche Unterschiede es gibt, erkläre ich in meinem Ratgeber zum Microsoft-365-Abo und Office-Einmalkauf.
Ashampoo Office 27 oder Microsoft Office: Was ist besser?
Ob Ashampoo Office 27 eine gute Alternative zu Microsoft Office ist, hängt vor allem davon ab, welche Funktionen du benötigst.
Für das Schreiben von Dokumenten, das Erstellen normaler Tabellen und die Gestaltung klassischer Präsentationen bietet Ashampoo Office bereits sehr viele Möglichkeiten.
Die bekannten Microsoft-Dateiformate werden unterstützt und haben in meinem Test gut funktioniert.
Auch bei der Bedienung gibt es einige interessante Vorteile, beispielsweise die Registerkarten für mehrere geöffnete Dateien.
Microsoft 365 bietet allerdings ein größeres Gesamtpaket.
Dazu gehören je nach Tarif weitere Anwendungen, Cloud-Funktionen, gemeinsame Dokumentbearbeitung und zusätzliche Dienste.
Auch bei komplexen Excel-Arbeitsmappen mit VBA-Makros oder speziellen Unternehmenslösungen würde ich nicht davon ausgehen, dass sich Microsoft Office problemlos ersetzen lässt.
Ein weiterer Unterschied betrifft die unterstützten Betriebssysteme.
Ashampoo Office 27 richtet sich an Nutzer von Windows 10 und Windows 11. Wer zusätzlich mit macOS oder Linux arbeitet, benötigt eine andere Lösung.
Für normale private Büroarbeiten sehe ich nach meinen Tests aber keinen grundsätzlichen Grund, warum es immer Microsoft Office sein muss.
Eine weitere Alternative ist LibreOffice. Darüber habe ich bereits in meinem Artikel zum Umstieg von Microsoft 365 auf LibreOffice berichtet.
Vorteile und Nachteile von Ashampoo Office 27
Nach meinem Praxistest ergibt sich folgendes Bild:
Das hat mir gefallen:
- Gute Kompatibilität mit meinen DOCX-, XLSX- und PPTX-Testdateien
- Übersichtliche und vertraute Bedienoberfläche
- Praktische Registerkarten für mehrere geöffnete Dateien
- Formeln, Berechnungen und Diagramme funktionierten im Test
- Klassische Menüs und moderne Menüband-Ansicht möglich
- Einmaliger Kauf ohne verpflichtendes Abonnement
- Drei vollwertige Office-Programme für typische Büroarbeiten
Das solltest du beachten:
- Kleine Darstellungsabweichungen bei bestimmten Excel-Tabellenformatierungen
- Kein eigenes E-Mail-Programm wie Outlook enthalten
- Nicht alle speziellen Microsoft-Office-Funktionen sind automatisch kompatibel
- Nur für Windows erhältlich
- Neue Hauptversionen sind nicht automatisch im Kaufpreis enthalten
Die positiven Eindrücke überwiegen bei meinen bisherigen Erfahrungen deutlich.
Besonders die zuverlässige Bearbeitung der Testdateien und die angenehme Registerkartenverwaltung haben mich überzeugt.
Für wen lohnt sich Ashampoo Office 27?
Ashampoo Office 27 ist vor allem für Nutzer interessant, die eine leistungsfähige Office-Suite für ihren Windows-PC benötigen und auf ein laufendes Abonnement verzichten möchten.
Wenn du regelmäßig Briefe schreibst, Tabellen erstellst oder gelegentlich Präsentationen vorbereitest, bietet die Software die passenden Werkzeuge.
Auch für Schüler, Studenten und kleinere Büros kann das Paket interessant sein, sofern die benötigten Funktionen und Lizenzbedingungen passen.
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, mit vorhandenen Microsoft-Office-Dateien weiterzuarbeiten.
Gerade bei einem Wechsel von Word, Excel und PowerPoint ist das entscheidend.
Weniger geeignet ist Ashampoo Office dagegen, wenn du zwingend auf bestimmte Microsoft-365-Dienste angewiesen bist oder mit sehr komplexen Office-Dateien arbeitest.
In solchen Fällen würde ich die Kompatibilität zunächst ausführlich mit den eigenen Dokumenten prüfen.
Die kostenlose Testversion bietet dafür eine gute Gelegenheit.
Mein Fazit: Ashampoo Office 27 überzeugt im Praxistest
Nach meinen Tests hinterlässt Ashampoo Office 27 einen sehr guten Gesamteindruck.
Alle drei Programme konnten die von mir vorbereiteten Microsoft-Office-Dateien korrekt öffnen und bearbeiten.
Write überzeugte bei der Textverarbeitung, Calculate bei den Tabellen und Berechnungen und Present beim Umgang mit PowerPoint-Präsentationen.
Eine kleine Schwäche zeigte sich lediglich bei der Darstellung bestimmter Tabellenfarben in Calculate. Beim erneuten Öffnen der gespeicherten Datei in Microsoft Excel waren die ursprünglichen Farben allerdings wieder vorhanden.
Besonders positiv ist mir die Bedienung aufgefallen.
Die Möglichkeit, mehrere Dateien innerhalb eines Programmfensters über Registerkarten zu verwalten, gefällt mir persönlich sogar besser als die übliche Fensterverwaltung von Microsoft Excel.
Natürlich ersetzt Ashampoo Office 27 nicht jede Spezialfunktion aus dem Microsoft-365-Umfeld. Das muss es für viele Anwender aber auch gar nicht.
Meine Einschätzung: Wenn du eine klassische Office-Suite für Windows suchst, hauptsächlich mit normalen Dokumenten, Tabellen und Präsentationen arbeitest und keine laufenden Abo-Gebühren möchtest, solltest du dir Ashampoo Office 27 unbedingt einmal ansehen.
Der Praxistest mit meinen eigenen Dateien hat jedenfalls gezeigt, dass die Software für typische Office-Aufgaben eine überzeugende Alternative sein kann.
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