KFZ-Steuergerät mit eigenem PC auslesen – So einfach geht es!


Wenn man das KFZ-Steuergerät eines Fahrzeugs auslesen möchte, benötigt man eigentlich nicht mehr viel dazu, seitdem die OBD-Protokolle standardisiert worden sind. Dennoch sollte man zuerst prüfen, wo sich im Auto die Schnittstelle befindet. OBD bedeutet ausgeschrieben „On Board Diagnostic“ und ist seit einigen Jahren ein gängiger Standard.

Zwar unterscheiden sich trotz dessen noch immer zahlreiche Hersteller in minimalen Pinbelegungen untereinander, allerdings sind – trotz eines günstigen Anschaffungspreises – zahlreiche Schnittstellen auf einem guten Stand und können auch viele Fehlercodes auslesen.

KFZ-Steuergerät auslesen, so einfach geht das

KFZ-Steuergerät auslesen

Besitzt man ein neueres Auto, so darf man sich freuen, denn seit dem Jahr 2002 (für Benzin-Fahrzeuge) und dem Jahr 2004 (für Diesel-Fahrzeuge) gilt OBD2 als Standard in Deutschland. In den Vereinigten Staaten sogar schon viel länger: Dort nutzt man ihn seit 1996.

Besitzt man ein älteres Modell, so ist es am cleversten, zunächst einmal die exakte Typbezeichnung des Autos bzw. sein Baujahr in eine Suchmaschine einzugeben und ausfindig zu machen, ob ein OBD2, JOBD, EOBD oder ein ganz anderer Anschluss vorliegt. JOBD ist der japanische Vorgänger des modernen OBD2-Systems, während EUBD den europäischen Standard bezeichnet.

Bluetooth, Laptop & Co. – das sollte beachtet werden

Wer OBD2 per Bluetooth auslesen möchte, benötigt einen Adapter dafür. Eine relativ neue Besonderheit von iOS und Android ist die Plug & Play-Idee. Diese hat sichergestellt, dass man inzwischen auf bessere Systeme als bis vor einigen Jahren zurückgreifen kann. Moderne Bluetooth-Adapter, welche mit dem ELM 327-Standard arbeiten, sind in der Regel recht zuverlässig beim Auslesen von Fehlercodes.

Solche Schnittstellen funktionieren bei recht vielen Autoherstellern – und weil man bei Amazon bestellt, kann man die Ware zur Not sogar noch zurückgeben. Meist ist die Software, welche dem Laptop beiliegt, diejenige, die auch genutzt werden sollte. Wegen der vielen verschiedenen Standards und Schnittstellen kann davon ausgegangen werden, dass eine andere Software nicht kompatibel ist.

Es gilt also sicherzustellen, dass beim bestellten Modul auf jeden Fall eine eigene Software mitgeliefert wird oder zumindest in der Artikelbeschreibung etwas zu einer passenden Software vermerkt ist. Wichtig ist außerdem, den Preis der kompatiblen Software zu prüfen – im schlimmsten Fall tappt man hier in eine Kostenfalle und gibt dafür noch einmal mehrere Hundert Euro aus. Software, die direkt mitgeliefert wird, ist also klar zu bevorzugen.

KFZ-Steuergerät auslesen mit Android oder iOS

Für Android-Nutzer ist die Software „Torque“ derzeit besonders interessant. Die Software ist sowohl in einer Gratis- als auch in einer Pay-Version erhältlich. Abhängig vom entsprechenden Steuergerät kann man diese wie eine Art Bordcomputer verwenden, welcher sogar den aktuellen Verbrauch anzeigt. Natürlich ist aber auch das Löschen und Auslesen von Fehlercodes mit der App machbar.

Diese Software kann allerdings ausschließlich mit OBD2 verwendet werden, um das KFZ-Steuergerät auszulesen. Möchte man stattdessen mit dem iPhone Torque nutzen, dann wird man leider enttäuscht. Dies ist nur via WLAN OBD2 Interfaces möglich. Diese sind ab einem Preis von 300 € erhältlich. Eine bessere Lösung ist, sich dafür ein günstiges Android-Tablet zu kaufen, das Bluetooth unterstützt und diese Funktion übernimmt. Alternativ dazu bietet sich ein WLAN OBD2 Adapter an.

Und wenn man dann doch mal ein neues KFZ-Steuergerät benötigt, kann man im Netz sicher den einen oder anderen Euro sparen, wie z.B. auf autoersatzteile.de.