Ein Überblick: Digital Signage

Der Begriff Digital Signage beschreibt digitale Anzeigensysteme, mit deren Hilfe multimediale Inhalte dargestellt und verwaltet werden können. Das jeweilige System basiert dabei auf einer Digital Signage Software, wird zentral verwaltet und versorgt die einzelnen Screens über ein Netzwerk mit zeitgesteuerten Inhalten.

Für die Digital Signage-Lösungen werden somit stets unterschiedliche Komponenten benötigt, nämlich die sogenannten Mediaplayer, die Software und die Hardware.

Wie funktionieren die Digital Signage-Systeme?

Animationen, Grafiken, Texte oder Videos für Digital Signage

Natürlich müssen die multimedialen Inhalte, wie Animationen, Grafiken, Texte oder Videos, im ersten Schritt erstellt werden. Die Produktion übernehmen entweder spezielle Agenturen oder die Anbieter der jeweiligen Software stellen professionellen Vorlagen bereit, welche die Unternehmen dann eigenständig gestalten können.

Die einzelnen Spots werden in verschiedenen Längen, abhängig von dem jeweiligen Kommunikationskonzept, zusammengefasst und in Playlists abgelegt. Durch diese wird die Ausspielung der Inhalte zu vorher definierten Uhrzeiten und an verschiedenen Orten gesteuert. Beteiligt ist an diesem Vorgang ebenfalls die jeweilige Digital Signage Software, die sich idealerweise durch eine benutzerfreundliche und intuitive Bedienoberfläche auszeichnet.

Die produzierten Inhalte werden im zweiten Schritt, entweder über einen zentralen Server oder eine Cloud, an die jeweiligen Player gesendet, die wiederum mit den entsprechenden Bildschirmen verbunden sind. Auf diesen werden die Werbebotschaften dann wiedergegeben.

Dadurch, dass die Inhalte bei den Digital Signage-Systemen umgehend und flexibel übertragen werden, ergibt sich ein enormer Vorteil im Vergleich zu starren Printmedien. Die Botschaften lassen sich stets auf wichtige Faktoren, wie die Wettbewerbssituation, das Wetter, den Wochentag oder die Tageszeit, abstimmen. Daneben kann die Kommunikation auch auf plötzlich eintretende Ereignisse reagieren. Das Marketing gestaltet sich so überaus effizient und erfolgreich.

Digital Signage Infoterminal
Kriesten objekt design GmbH, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Funktionen und inhaltliche Konzepte 

In der Regel bestehen die inhaltlichen Konzepte eines Digital Signage-Systems aus einer Kombination aus unterhaltenden Botschaften, Informationen und Werbung. Allerdings besteht der überwiegende Anteil aus der Werbung für die jeweiligen Leistungen und Angebote.

Aus dieser Kombination der Inhalte lassen sich bereits die vier ausschlaggebenden Funktionen von Digital Signage ableiten. Diese bestehen in der Gestaltung der jeweiligen Ladenatmosphäre, der Imageförderung, der Informationsfunktion sowie der Verkaufsförderung.

Für die Verkaufsförderung ist der Einsatz von Digital Signage dabei besonders gut geeignet. Werden animierte Produkttafeln oder Produktwerbespots auf dem Bildschirm abgespielt, können nämlich einzelne Produkte überaus wirksam hervorgehoben werden.

Für Marken ist daneben auch die Informationsfunktion für ihren Erfolg von enormer Bedeutung. Werden mithilfe der Digital Signage-Lösung wertvolle Informationen zur Verfügung gestellt, wirken diese schließlich effektiv einer eventuellen Konsumentenverwirrung entgegen. Beispielsweise kann dies in Form von Installations- oder Zubereitungstipps, Serviceleistungen, Wetterdiensten oder durch digitale Übersichten über das Sortiment realisiert werden.

Um die Einstellung des potentiellen Kunden zu einer bestimmten Marke oder einem Produkt positiv zu beeinflussen, ist Digital Signage ebenfalls außerordentlich gut geeignet. Damit auch eine ästhetische Aufwertung des Einkauferlebnisses erfolgt, wird auf den Displays außerdem eine stimmungsvolle Kommunikation betrieben. Botschaften werden mithilfe von Digital Signage, anders als bei den herkömmlichen Printmedien, durch hochauflösende Bilder und Videos übertragen, sodass diese besonders emotional und lebendig wirken. Interessant ist dies besonders für Geschäftsmodelle, die von einem angenehmen und komfortablen Shopping-Erlebnis abhängig sind, wie beispielsweise Brandstores, die besonders gerne auf Displays an den Decken und Böden, Videowalls oder originelle Bildschirmformate setzen.

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