Die optimale Gaming Maus finden – so funktioniert es

Jeder PC-User möchte eine für sich passende Maus haben, aber gerade unter Gamern ist diese besonders wichtig. Um präzise und komfortabel im jeweiligen Spiel agieren zu können, müssen einige Parameter passen. Daher investieren Profi-Gamer viel Zeit in die Wahl der richtigen Maus. Die folgenden Fragen solltet ihr euch unbedingt stellen, bevor ihr euch für eine Gaming Maus entscheidet.

Welches Genre spielt ihr am liebsten?

Tesoro Ascalon Spectrum LieferumfangDiese Frage ist zuerst zu klären: Sind eure Lieblingsspiele FPS (First-Person Shooter wie Counterstrike u.ä.), RTS (Echtzeitstrategie wie Age of Empires u.ä.), MMO (Massive Multiplayer Online wie World of Warcraft) oder sogenannte MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena wie League of Legends).

Während ihr in Egoshootern hauptsächlich zwei bis drei Maustasten benötigt und schnelle Reaktionszeiten der Maus erforderlich sind, bieten Mäuse mit einer Vielzahl gut erreichbarer Tasten in MMOs und MOBAs deutliche Vorteile.

Welche Maustypen passen zu welchem Genre?

Wer Egoshooter spielt, sollte nach einer sehr leichten Maus mit hoher DPI Ausschau halten. Wichtig ist hier vor allem die möglichst präzise Bewegung, um blitzartig und pixelgenau reagieren zu können. Dafür benötigt ihr keine enorme Anzahl an Zusatztasten und kommt mit dem üblichen Standard vollkommen aus – viel wichtiger sind hier vielmehr die verbauten Switches (Maustasten), diese sollten hochwertig sein.

Für Spieler von MOBAs oder MMOs hingegen ist gerade die Anzahl programmierbarer Tasten besonders wichtig. Im Schlagabtausch mit euren Gegnern, ist es von Vorteil viele Angriffe und Manöver möglichst von der Maus auslösen zu können, in MMOs braucht ihr alle Skills griffbereit und auf Daumenlänge.

Wie groß ist eure Hand?

Natürlich spielt auch die Größe der Hand eine entscheidende Rolle in der Modellauswahl bei Gaming Mäusen. Ein Richtwert sind 60% der Handlänge (gemessen vom Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers) und 60% der Handbreite (gemessen waagerecht über die Handfläche der flachen Hand) ergeben ungefähr die Größe eurer möglichen Maus (Quelle: only4gamers.de).

Laser oder optisch?

Allein durch die Länge der Debatte darüber, welche Kategorie besser geeignet ist, zeigt dass beide Mausarten nutzbar sind. Wesentliche Nachteile eines Lasersensors sind die fortlaufenden Bewegungen, während die Maus vom Mauspad abgehoben wird, um sie etwas zu versetzen. Nichts desto trotz sind sie deutlich flexibler, was den Stoff des Mauspads angeht, solange es ein hartes Material ist.

Optische Mäuse sind zwar etwas präziser als Laser-Mäuse (Quelle: pcgamer.com), aber der Unterschied ist bei aktuellen Mausmodellen relativ gering.

Welche Griffart habt ihr?

Weiterhin wichtig ist die individuelle Art eines jeden Gamers seine Maus zu führen. Grundlegend werden drei unterschiedliche Griffarten unterschieden. Die englischen Bezeichnungen haben sich eingebürgert:

  • der Palm-Griff, bei dem die gesamte Hand auf der Maus aufliegt
  • der Claw-Griff, bei dem die Finger eher senkrecht die Tasten drücken, da sie wie eine Kralle die Maus halten
  • der Fingertip-Griff, bei dem die Maus nur durch die Finger und den Daumen geführt werden

Beim Fingertip-Griff ist ein kleines Modell von Vorteil, während die erstgenannten Grifftechniken ihre Vorteile mit größeren Modell entfalten. Seid ihr euch hier nicht ganz sicher, könnt ihr Ausschau nach einer Maus mit Aus- und Einbauteilen zum Verlagern des Schwerpunktes, der Höhe und Breite der Maus halten.

Taster und Schalter an der Tesoro Ascalon Spectrum

Auf welcher Oberfläche zockt ihr?

Diese Frage ist insofern wichtig, dass eine Laser-Maus mit möglichst hartem Untergrund kombiniert werden sollte. Dieser harte Untergrund nutzt zwar auch die Unterfläche der Maus zunehmend ab, allerdings gewährleistet weicher Stoff keine präzisen Bewegungen mit Laser-Mäusen. Nutzt ihr Einstellungen, durch die ihr sehr große Radien auf eurem Mauspad benötigt, solltet ihr das beim Kauf des Pads bedenken und eine Variante in Übergröße wählen.

Sind DPI und Polling-Rate wichtig?

Die Angabe Dots per Inch (DPI) beziffert, wie viel der Mauszeiger sich auf dem Bildschirm pro bewegten Zoll auf dem Mauspad fortbewegt. Demnach erscheint es für Egoshooter sinnvoll, wenn ihr plötzlich auf der anderen Bildschirmseite einen Gegner seht, Vorteile mit hoher DPI zu besitzen. Allerdings geben Tester an, über 4500 DPI Probleme zu haben, die Maus noch einigermaßen gezielt auf ihren Zielpunkt zu führen.

Der Merksatz „je mehr DPI, desto besser“ ist also nicht ganz richtig. Die Polling-Rate gibt an, wie oft die Position des Zeigers aktualisiert wird. Mit 500 Hertz wird die Position 500 mal pro Sekunde aktualisiert, was gleichzeitig für Gamer auch ein empfohlener Richtwert aus diversen Quellen ist.

Fazit – Die optimale Gaming Maus finden

Wichtig für die Wahl der richtigen Maus ist also zunächst einmal euer liebstes Genre und eine dementsprechende Kategorie zu wählen. Weiterhin solltet ihr eure Handgröße ermitteln, um den Kreis der passenden Modelle einzugrenzen. Solange DPI und Polling-Rate im Rahmen der genannten Richtwerte liegen, werden diese keinen nennenswerten Einfluss auf eure Erfolge haben.

Wichtig ist noch eurer Griffart entsprechend die Maus auszuwählen und das Mauspad passend zur Art des Sensors der Maus zu kaufen.