Die verschiedenen Betriebssysteme der Smartphones

Ein Leben ohne Smartphone? Für die meisten Menschen mittlerweile undenkbar geworden. Modernste Technologie erleichtert den Alltag in vielen Bereichen, das Handy dient als flexibler kleiner Computer und ist in der Hosentasche immer dabei. Obwohl viele Geräte optisch sehr ähnlich sind, gibt es größere Unterschiede.

So wie eine Samsung S22 Hülle nicht auf ein Apple-Gerät passt, so ist ein Android Betriebssystem nicht für ein iPhone nutzbar. Aber auch wenn iOS und Android die bekanntesten Betriebssysteme sind, gibt es noch einige mehr, die auf modernen Geräten genutzt werden.

Apple iOS – das Betriebssystem für iPhone und Co.

Apple iOS eines der Betriebssystem für Smartphones

Das Betriebssystem iOS kommt ausschließlich bei Apple-Geräten zum Einsatz und wird auf dem Markt als geschlossenes System angesehen. Nicht nur Smartphones und Tablets werden damit betrieben, sondern auch Apple-TV und Apple Watch laufen auf der gleichen Basis.

Im Jahr 2007 erschien unter dem Namen iOS 1.0 die erste fürs iPhone verfügbare Version, die Weiterentwicklung ist anhaltend. Rund 33 Prozent aller Smartphones in Deutschland werden mit iOS-Betriebssystem genutzt, im App-Store stehen mehr als 2 Millionen Apps für Kunden zur Verfügung.

Android als Gesamtmarktführer unter den Betriebssystemen

Wer bei https://www.handyhuellen.de/ auf der Suche nach einem Schutz für sein Smartphone ist, wählt den entsprechenden Gerätetyp aus. Viele Smartphone-Nutzer suchen sich ihr Wunschgerät aber nicht nach der passenden Hülle, sondern nach dem passenden Betriebssystem aus. Und hier ist der Marktführer nach wie vor Android, mit mehr als 60 Prozent Marktanteil in Deutschland.

Nicht nur auf dem Handy, sondern auch auf Tablets, Fernsehgeräten, Smartwatches und im Auto kommt Android zum Einsatz. Der Appstore ist ähnlich gut ausgerüstet wie bei Apple, hier können mehr als 2,5 Millionen verschiedene Apps heruntergeladen werden. Die Besonderheit Androids ist die Kopplung mit Suchmaschinenriese Google. Um die volle Nutzbarkeit zu garantieren, müssen sich Androidnutzer ein Googlekonto anlegen. 

Erschienen ist Android erstmals im Jahr 2008, damals noch unter dem Namen Base. Die Weiterentwicklung ist stetig, zahlreiche Versionen mit unterschiedlichen Namen sind bereits Vergangenheit. Zu den nach wie vor beliebtesten Versionen Androids gehört die Version 7.0 Nougat.

Das Windows-Phone – heute kaum noch relevant

Obwohl Windows am PC das wohl meistgenutzte Betriebssystem ist, kann es auf dem mobilen Markt nicht mithalten. Computernutzer, die mit 77 Prozent Windows dem Konkurrenten MacOSX vorziehen, setzen am Smartphone lieber nicht auf das Betriebssystem von Microsoft.

Klassische Windows Phones bringen für Nutzer erhebliche Nachteile mit sich, ganz vorn steht die fehlende Entwicklungsbereitschaft von Unternehmen für Apps, denn der Marktanteil ist nicht hoch genug. Im Jahr 2010 erschien die Version Windows 7 fürs Smartphone und obwohl mittlerweile Windows 10 zum Standard geworden ist und auch Windows 11 bereits erhältlich ist, steigen die Marktanteile nicht an.

Kaum mehr als 5 Prozent aller Smartphone Nutzer haben Interesse an einem Windows Phone. Doch trotz der schlechten Zahlen ist Windows immer noch der größte Konkurrent für die beiden Flaggschiffe, wenngleich er ihnen wohl nicht gefährlich werden kann. Wie schlecht die Entwicklung ist, zeigt sich auch bei einem Blick auf den App-Store. Gerade einmal ca. 600.000 Apps stehen im Windows Phone Store zur Verfügung. Allein das ist für viele Handynutzer bereits ein Grund, sich gegen den Kauf zu entscheiden.

BlackBerry Smartphone

BlackBerry – die kaum bekannte Variante

Gerade einmal 0,2 Prozent aller Smartphone Nutzer hatten Stand 2016 ein Smartphone mit dem Betriebssystem BlackBerry in Benutzung. Der gleichnamige Hersteller der Geräte gehört damit zu den Schlusslichtern und spielt keine wichtige Rolle. BlackBerry wird überwiegend in Betrieben genutzt und wurde Anfang des Jahres 2022 endgültig eingestellt. Zwar sind wohl heute noch einige alte Geräte in Benutzung, doch auf eine verlässliche Funktionsfähigkeit können sich die Verwender nicht mehr einstellen.

Diese Entwicklung war jedoch abzusehen, denn schon 2015 schloss sich das Unternehmen mit Google zusammen und etablierte Blackberry-Android auf seinen Geräten. Grund dafür war, dass das letzte offizielle Blackberry-System auf dem Markt scheiterte.

Eine Zeit lang standen die Chancen gut für die Entwickler der Business-Smartphones, doch dann kam Apple und etablierte das iPhone auf dem Markt. Kurz darauf folgte Android und für Blackberry war ebenso wenig Platz wie für Windows-Phones. Pleite ist der ehemalige Produzent von Smartphones mit hauseigenem Betriebssystem aber nicht, die Entwicklung von Unternehmenssoftware steht nun im Fokus.

Samsung Tizen – die unbekannte Open-Source-Software

Wohl jeder Mensch hat schon einmal von Android oder iOS gehört, doch auch von Samsung Tizen? Eher weniger, denn das von Samsung entwickelte Betriebssystem ist kaum bekannt. Dabei ist es für verschiedene Gerätetypen nutzbar, auch für Smartphones. Überwiegend kommt es aber auf dem TV zum Einsatz. Die Open-Source-Software kann von Entwicklern weiterverbreitet und verändert werden, jedoch haben solche Schritte bislang eigentlich nur durch Samsung direkt stattgefunden.

Grundlegend basiert Tizen auf einem Linux-Framework und ist damit besonders flexibel. Auf Wearables, Infotainmentsystemen, Smartphones, Fernsehern, Kühlschränken und vielem mehr kann es zum Einsatz kommen. In der Praxis ist Tizen aber fast ausschließlich auf Samsung-Fernseher im Einsatz. 

Obwohl wenig bekannt, gibt es jedoch auch einige Wearables, die mit Tizen funktionieren. Dazu gehören die Galaxy Watches Active und Active 2. Für ihre Galaxy Watch 4 hat Samsung allerdings die Entscheidung getroffen, WearOS zu nutzen, ein gemeinsam mit Google entwickeltes Betriebssystem, speziell für Smartwatches und andere Wearables.

Blick in die Vergangenheit – Symbian hat den Sprung verpasst

Seinerzeit war es Symbian, was mit dem Platzhirsch Nokia der unbestrittene Marktführer war. Allerdings haben es weder Nokia noch Symbian geschafft, den Sprung vom klassischen Handy zum Smartphone zu bewältigen. Nachdem Nokia an Microsoft verkauft wurde und klassisch mit Windows-Betriebssystemen ausgestattet wurde, ging Symbian endgültig unter.

Erstaunlich, denn es gab andere Smartphone Hersteller, die ebenfalls auf Symbian setzten. Als verloren gilt das ehemalige Flaggschiff seit Beginn des Jahres 2014, denn seither konnten über den App-Store OVI keine weiteren Apps mehr verbreitet werden. Die zuletzt bekannte Version von Symbian kam im Jahr 2011 unter dem Namen Symbian Belle auf den Markt, danach wurde es ruhig um den Hersteller, heute gilt er als Vergangenheit.

Ähnlich schlecht lief es dann auch für Firefox OS, ein Betriebssystem der Mozilla Corporation, das eigentlich für Einsteigergeräte gedacht war. Die Entwicklung verlief allerdings im Sande und Anfang 2016 entschied sich Mozilla, die Pläne endgültig aufzugeben. Firefox OS ist nunmehr nur noch auf Smart-TVs zu finden.

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