Künstliche Intelligenz – Was ist das eigentlich?

„KI erkennt Krebszellen“, „KI reproduziert sich selbst“, „EU warnt vor KI“. Solche Schlagzeilen hat sicher jeder schon einmal gesehen. KI, also künstliche Intelligenz, ist die treibende Kraft der Industrie 4.0. Sie ist noch am Anfang ihrer Entwicklung und trotzdem bereits ein fester Bestandteil in vielen Unternehmen.

Jeder Mensch und jedes Unternehmen können von KI profitieren und die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Doch was ist KI eigentlich, was kann sie bereits und was hält die Zukunft bereit?

“Starke” und “Schwache” KI

Künstliche Intelligenz – Was ist das eigentlich?

Für künstliche Intelligenz gibt es keine eindeutige Definition. Die meisten Definitionsversuche unterscheiden sich allerdings nicht und sind weitgehend akzeptiert. Die Bundesregierung Deutschlands, speziell das Bundesministerium für Bildung und Forschung, unterteilt KI in zwei große Teilbereiche:

„Schwache“ KI sind Systeme welche auf Basis mathematischer und informatischer Methoden Probleme lösen und sich selbst optimieren können.

„Starke“ KI hingegen sind KI-System, die dieselben intellektuellen Fähigkeiten wie Menschen besitzen und diese sogar übertreffen können. Während schwache KI heutzutage in jedem größeren Unternehmen zum Einsatz kommt, ist starke KI noch immer Science-Fiction.

Forscher gehen allerdings davon aus, dass starke KI in spätestens 30 Jahren Realität sein könnte.

KI sind also Systeme, die selbständig Probleme lösen können. Doch was macht sie so speziell, dass die Bundesregierung fünf Milliarden Euro bis 2025 in die Technologie investiert und eine eigene KI-Strategie entwickelt, um im europäischen Vergleich mitzuhalten? Und warum ist jede Branche an KI interessiert, von Medizin & Marketing bis zu Künstliche Intelligenz im Finanzsektor?

Maschinelles Lernen als Grundlage von KI

Hierfür muss sich ein anderer Fachbegriff angeschaut werden: Maschinelles Lernen. Dabei kann eine KI durch Algorithmen Muster und Gesetzmäßigkeiten in einer Datenmenge erkennen und lernen was „gute“ und was „schlechte“ Daten sind.

Durch diese simple Differenzierung ist es einer KI danach möglich, bei neuen Daten die Qualität zu beurteilen. Eine KI kann so Daten optimieren, Fehler finden und selbständig Daten korrigieren, um ein bestmögliches Ergebnis zu bekommen.

Einsatzmöglichkeiten von KI

Einsatzmöglichkeiten von KI

Wie sieht der Einsatz von KI also in der Praxis aus? Vor allem vielseitig. Einige Beispiele: In der Medizin kann KI genutzt werden, um Krebszellen frühzeitig zu erkennen. Auch Knochenbrüche können so erkannt werden. Bei zahlenarmen Daten kann KI ebenfalls eingesetzt werden.

In der Juristik können Argumente für den Juristen ermittelt werden, wodurch das stundenlange Analysieren von Fallakten nahezu obsolet wird.

Der bekannteste Einsatz von künstlicher Intelligenz ist wahrscheinlich der in Computer- und Gesellschaftsspielen. 1996 wurde der Schachcomputer Deep Blue weltweit bekannt, als er den amtierenden Schachweltmeister Garri Kasparow in einer Partie Schach besiegt.

Auch Deep Blue funktionierte durch KI. 25 Jahre später wird künstliche Intelligenz nun sogar dazu benutzt Aktienkurse zu prognostizieren. Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten und das enorme Potenzial machen KI zu einer Technik in welche sowohl Industrien als auch Regierungen Milliarden investieren, um ihre Entwicklung zu finanzieren.

Doch die Technologie ist nicht ohne Risiken. Besonders die Gesichtserkennung durch KI stand in den letzten Jahren immer wieder in der Kritik, da sie laut Kritikern Privatsphäre und datenschutzrechtliche Grundsätze verletzt. Auch deshalb denkt die EU über Gesetze zur Einschränkung von künstlicher Intelligenz nach.

Wohin genau die Technologie sich entwickelt, ist bisher schwer abzusehen. Doch in den nächsten Jahren könnten immer mehr Anwendungsmöglichkeiten für KI hinzukommen. Und die Entwicklung einer „starken“ KI könnte wie Quantencomputer für eine neue industrielle Revolution sorgen.

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