Nutzerprofil im Gaming: So viele Informationen müssen Gamer preisgeben

Bis vor wenigen Jahren galten Gamer in der Gesellschaft als kuriose Einzelgänger. Inzwischen kann man jedoch nicht nur an der Konsole oder am PC zocken. Mit Smartphone oder Tablet hat jeder überall und zu jeder Zeit die Möglichkeit, online sein Lieblingsspiel zu spielen. Gaming gehört durch die leichte Zugänglichkeit zu den am schnellsten wachsenden Branchen.

Wer sich in einem Online-Game einen Account einrichtet, sollte jedoch Vorsicht walten lassen. Werden sensible Daten hinterlegt, könnten diese gestohlen oder anderweitig missbraucht werden. Um diese Gefahr bestmöglich zu bannen, überlegen viele Spieler, welche persönlichen Infos sie überhaupt preisgeben müssen.

Die Mailadresse als Zugangsvoraussetzung

Nutzerprofil im Gaming E-Mail-Adresse Pflicht

Möchten Spieler sich einen Account für ein neues Online-Game einrichten, reicht meist die Angabe weniger Daten. Sie wählen einen Nickname für ihren Avatar und hinterlegen eine E-Mail-Adresse. An diese wird nach der Anmeldung ein Bestätigungslink geschickt. Sobald man diesen anklickt, kann der Spielspaß beginnen.

Die Angabe der privaten E-Mail-Adresse kann jedoch auch Ärgernisse mit sich bringen. Abhängig vom Spielanbieter können Werbemails und andere Benachrichtigungen den Posteingang verstopfen. Gibt der Betreiber des Online-Spiels die Adresse weiter, droht gar eine Spam-Flut. Auch Computerbetrug kann eine unliebsame Folge einer weitergegebenen E-Mail-Adresse sein.

Wer das vermeiden will, sollte sich für seinen Gaming-Account eine separate E-Mail-Verknüpfung einrichten. Das dauert meist nur wenige Minuten, kann auf lange Sicht jedoch Zeit und Nerven sparen.

TIPP: Stutzig werden sollten Spieler, wenn sie bei der Erstanmeldung in einem Online-Game Daten wie Wohnort, Gesundheitsinformationen oder Kontodaten hinterlegen sollen. Derartige Infos sind für seriöse Gaming-Anbieter nicht wichtig. Werden sie dennoch abgefragt, kann das auf einen Betrugsversuch hindeuten.

Zahlungsinformationen für In-Game-Käufe

In immer mehr Games können Spieler echtes Geld investieren, um:

  • Features freizuschalten
  • Ausrüstung zu kaufen
  • Frisuren und Kleidung des Avatars zu optimieren
  • Level schneller zu bewältigen
  • In-Game-Währung zu kaufen

Für entsprechende Transaktionen verknüpfen sie ihr Spielerkonto mit einer Einzahlungsmethode. Die Auswahl hierbei ist groß. Die meisten Spieleentwickler ermöglichen ihren Kunden die Zahlung per Kreditkarte, PayPal, GooglePay, ApplePay und Co.

Schaut man sich diese Statista-Umfrage vom November 2021 an, sieht man, dass PayPal bei Online-Einkäufen die beliebteste Bezahlvariante darstellt. Verwunderlich ist das nicht, denn der Dienst überzeugt mit hohen Sicherheitsstandards. Wer sich einen PayPal-Account zulegt, muss in Games und auf anderen Websites keine persönlichen Daten preisgeben. Es reicht, Namen und E-Mail-Adresse zu hinterlegen.

Auch bei Zahlungsdiensten wie Amazon Payments müssen keine heiklen Daten an den Spieleanbieter weitergeleitet werden. Stattdessen werden Zahlungen über das Amazon-Kundenkonto geleitet. Wer es schnell mag, kann sich ebenfalls für die Sofortüberweisung entscheiden. Bei dieser Variante übermitteln die Spieler den gewünschten Betrag innerhalb weniger Minuten. Auch hierbei brauchen sie keine sensiblen Daten in ihrem Gaming-Account zu hinterlegen.

Ebenfalls gehört die Zahlung per Smartphone zu den sicheren Zahlungsmethoden, bei denen keine Zahlungsdaten veröffentlicht werden. Dabei laden sich die Spieler ihren Wunschbetrag direkt auf ihr mobiles Endgerät. In-Game-Käufe können anschließend direkt über den verknüpften Account bezahlt werden. Weitere beliebte Zahlungsanbieter in Games sind:

  • Skrill
  • giroPay
  • Paydirekt
  • Saferpay

Wer lieber per Rechnung zahlt, findet oftmals Klarna als Zahlungsdienstleister. Bevor sich Spieler für einen Zahlungsdienst entscheiden oder Informationen in ihrem Gaming-Account preisgeben, sollten sie die Datenschutzbedingungen studieren. In einem Spiel sollten sie sensible Inhalte nur hinterlegen, wenn der Seitenbetreiber Informationen nicht weitergibt und auch vor dem Zugriff Dritter schützt.

Möchten Gamer auf Spiele zugreifen, bei denen nicht nur Einzahlungen, sondern auch Auszahlungen möglich sind, werden die Karten neu gemischt. Dieses Thema ist in Online-Casinos besonders relevant.

In Online-Casinos kommt der sicheren Verwaltung von sensiblen Zahlungsdaten besondere Bedeutung zu. Für die Einzahlung von Guthaben stehen bei seriösen Anbietern vielfältige sichere Zahlungsoptionen wie PayPal oder Paysafecard zur Verfügung.

TIPP: Für Auszahlungen verlangen renommierte Anbieter aus Sicherheitsgründen aber zumindest für die erste Transaktion ein Bankkonto als Referenz. Das bedeutet, dass Einzahlungen je nach gewähltem Zahlungsmittel deutlich schneller verbucht werden als Auszahlungen.

In diesem Zusammenhang haben sich vor allem Schweizer Anbieter einen guten Namen gemacht. Daher greifen auch deutsche Gamer gerne auf die digitalen Spielbanken aus der Schweiz zurück. Die Rechtslage in der Schweiz sieht allerdings vor, dass Auszahlungen im Online-Casino ausschließlich auf ein Bankkonto ausgeführt werden dürfen, damit der Anbieter die Möglichkeit hat, die Identität des Zahlungsempfängers zu prüfen. Wie wichtig solche Sicherheitsvorkehrungen sind, zeigt auch ein Interwetten Schweiz Test, der vor allem Kriterien wie Schutz und Datensicherheit unter die Lupe nimmt. Als renommierter Anbieter sind entsprechende Informationen für Nutzer unerlässlich.

Wie bei vielen Schweizer Anbietern werden Auszahlungen grundsätzlich nur auf ein Bankkonto getätigt. Hier ist also die Angabe von zusätzlichen Zahlungsinformationen erforderlich. Diese werden in verschlüsselter Form und unter Einhaltung moderner Datenschutzrichtlinien übermittelt und verwaltet.

Durch diese im Gesetz verankerte Auszahlungsform können Gamer sicher sein, dass sie mit einem seriösen Anbieter kooperieren und Themen wie Spielerschutz und Datensicherheit großgeschrieben werden.

Verknüpfung von Social-Media-Konten nur unter bestimmten Voraussetzungen

Der eigene Spieler-Account ist für viele Gamer enorm wichtig. Hier werden Fortschritte und Erfolge gespeichert. Um im Rang aufzusteigen, investieren sie Zeit und mitunter auch Echtgeld. Daher ist es besonders ärgerlich, wenn Spielfortschritte von jetzt auf gleich gelöscht werden. Das kann beispielsweise nach einem Update des Online-Games passieren.

Um den Spielstand zu sichern, können die Spieler ein Social-Media-Konto wie Facebook mit dem Spiel verknüpfen. Obgleich dieses „Backup“ mit mehreren Vorteilen einhergeht, kann es auch zum Sicherheitsrisiko werden. Wer auf seinem Social-Media-Account viele private Daten preisgibt, kann Cyber-Kriminelle anlocken.

Damit diese auf dem Social-Media-Profil keine Informationen auslesen können, empfiehlt es sich:

  • keine sensiblen Informationen zu hinterlegen
  • Accountinformationen auf „privat“ zu schalten
  • keine relevanten Daten oder Adressen zu veröffentlichen
  • regelmäßig die Passwörter zu wechseln

Im Zuge eines „Internet-Frühjahrsputzes“ auf dem eigenen Social-Media-Account kann man einen Blick auf dessen Sicherheitseinstellungen werfen. Mehrere Dienste bieten neben der Passworteingabe inzwischen eine zusätzliche Identifikationsmöglichkeit an. Mit dieser Zwei-Faktor-Authentifizierung kann verhindert werden, dass Unbefugte Zugriff auf den eigenen Account erhalten.

Der Gaming-Account als Sicherheitsrisiko

Online-Games vertreiben die Langeweile und machen Spaß. Kostenfreie Spiele – sogenannte Free2Play-Games – können sich Spieler mit wenigen Klicks aufs Handy oder Tablet laden. Doch bevor der Spielspaß beginnen kann, muss der eigene Account eingerichtet werden. Dieser kann zur Sicherheitslücke werden, wenn man unachtsam mit den eigenen Daten umgeht. Daher ist es sinnvoll, die im Account hinterlegten Informationen auf das notwendige Minimum zu beschränken.

Bei vielen Online-Games reicht es aus, einen Namen und eine E-Mail-Adresse zu hinterlegen. Doch trotz dieses „sparsamen“ Umgangs mit eigenen Daten kann man zum Opfer eines Cyber-Betrugs werden. Einigen Kriminellen reicht eine E-Mail-Adresse aus, um arglose Spieler zu täuschen. Social Engineering lautet hier das Stichwort. Die Täter nutzen menschliche Schwächen wie Gutgläubigkeit oder Angst vor Autoritäten aus, um an ihr Ziel zu gelangen. Beispielsweise senden sie im Namen des Online-Game-Herstellers einen Link. Drückt man diesen, gelangen Viren, Trojaner oder andere Schadsoftware auf das Endgerät.

Vermeiden können Spieler solche Probleme, wenn sie sorgsam mit ihren Daten umgehen und eingehende E-Mails kritisch hinterfragen. Bei jeder Angabe privater Daten sollten sie überlegen, warum die jeweiligen Informationen gerade abgefragt werden und ob es ratsam ist, sie tatsächlich preiszugeben. 

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