Glasfaseranschluss bis ins Haus – lohnt sich das auch für dich?

Du möchtest gerne wissen, ob ein Glasfaseranschluss in deinem Fall sinnvoll ist? Dann bist du hier an der richtigen Adresse. Ich verrate dir, was die Vorzüge von Glasfaser sind und für wen der Umstieg infrage kommt. 

Warum ist Glasfaser in aller Munde?

Glasfaseranschluss bis ins Haus

Bestimmt hast du schon einmal gehört, dass Glasfaser die Zukunft ist. Die Bundesregierung plant sogar den flächendeckenden Glasfaserausbau bis 2030. Die Gründe dafür sind vielfältig, denn tatsächlich bieten Glasfaserkabel eine ganze Reihe von Vorteilen, die vor allem auf die besondere Technik zurückgehen. Während andere Kabelarten in der Regel elektrische Signale verwenden, funktioniert die Glasfaserübertragung via Licht.

Das wiederum sichert eine stabile und wenig störanfällige Verbindung. Außerdem sind die Übertragungsraten hoch und die Latenzzeiten gering. Du kannst also riesige Datenmengen ohne große Verzögerung hoch- und herunterladen. 

Was ist Fiber to the Home und warum ist das wichtig?

In vielen Gemeinden sind bereits Glasfaserkabel verlegt worden. Wahrscheinlich ist das auch bei dir so. Allerdings werden die letzten Meter bis zum Haus oft noch mit einem Kupferkabel überbrückt. Auf diesem kurzen Stück geht viel Geschwindigkeit verloren.

Wenn von einem Glasfaseranschluss die Rede ist, meint man damit üblicherweise einen Anschluss bis ins Haus. Dieser wird oft auch als FTTH-Anschluss (Fiber-to-the-Home-Anschluss) bezeichnet. 

Mehrpersonenhalte können große Datenmengen gleichzeitig nutzen

Wenn du in einem Mehrpersonenhaushalt wohnst und es für dich und deine Mitbewohner oder deine Familienmitglieder nur eine Leitung gibt, ist das Internet hin und wieder ein wenig langsamer. Wird der Anschluss gleichzeitig von mehreren Personen genutzt, müssen sich diese die verfügbaren Downloadraten nämlich teilen.

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Dann kann das Online-Game schon einmal ruckeln oder der Download ungewöhnlich lange dauern. Das liegt daran, dass bei vielen anderen Übertragungsarten das Datenlimit pro Sekunde relativ niedrig ist. 

Bei VDSL mit Vectoring-Technik liegt die Grenze zum Beispiel bei 250 Mbit/s. Bei DSL sind es sogar nur 16 Mbit/s. Mit einem Glasfaseranschluss sind aber problemlos 1.000 Mbit/s möglich. Bei solchen Datenmengen können mehrere Menschen ohne Ruckeln streamen, an Videochats teilnehmen oder anderen Beschäftigungen im Internet nachgehen. Auch wenn du alleine wohnst, kann sich Glasfaser lohnen.

Das ist insbesondere dann der Fall, wenn du nur Zugriff auf einen veralteten DSL-Anschluss hast oder wenn du regelmäßig große Datenmengen herunterladen möchtest. 

Bei 1.000 Mbit/s ist übrigens noch lange nicht Schluss. Theoretisch könnten die Netzanbieter noch schnelleres Internet über Glasfaser zur Verfügung stellen. Bisher werden diese Datenmengen im privaten Bereich jedoch kaum benötigt. 

Gamer profitieren von geringer Latenzzeit

Die Latenzzeit ist der Zeitraum, den ein Datenpaket benötigt, um von deinem PC zum Server und wieder zurückzureisen. Diese Verzögerung wird oft auch als Ping bezeichnet und ist vor allem für Gamer interessant. Beim Online-Gaming ist eine möglichst geringe Latenzzeit von großem Vorteil. Deine Reflexe können noch so gut sein, wenn die Daten zu spät bei dir ankommen, wirst du auch im Spiel immer verzögert reagieren.

Beim normalen Surfen fällt die Latenzzeit nicht so sehr ins Gewicht. Bei Videochats und der Online-Telefonie gewinnt sie aber wieder an Bedeutung. Ist die Verzögerung zu stark, macht sich das im Gespräch bemerkbar. 

Bei Glasfaser fällt die Latenzzeit im Vergleich zu DSL und VDSL in der Regel deutlich kürzer aus. Wenn du also gerne online zockst oder viel über das Internet telefonierst und ständig von den Verzögerungen genervt bist, solltest du über einen Glasfaseranschluss nachdenken. Auch bei Augmented Reality und Virtual Reality kann der bessere Ping von Vorteil sein. 

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Hausbesitzer erzielen eine Wertsteigerung

Als Eigentümer kann es sinnvoll sein, beim Glasfaserausbau mitzumachen, denn der Anschluss ist für dich oft kostenlos, wenn deine Gemeinde an der Reihe ist und du direkt einen Tarif dazu buchst. Entscheidest du dich erst später für den FTTH musst du die Kosten selber tragen.

In beiden Fällen steigt aber der Wert deines Hauses. Auch Vermieter können ihre Immobilie durch das schnelle Internet attraktiver werden lassen. Allerdings entscheidet der Mieter mit.

Du musst dich also mit ihm absprechen und ihn davon überzeugen, warum ein Glasfaseranschluss für ihn von Vorteil sein kann. Dabei kannst du natürlich die oben genannten Gründe anführen. 

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