Kompaktkamera, DSLR, DSLM oder Bridgekamera: Welche Kamera ist für Einsteiger optimal?

Fotos und Videos sind im heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Obwohl auch mit dem Smartphone viel und gut fotografiert wird, stellen sich viele Neueinsteiger oft die Frage, ob sie sich eine Kompaktkamera, DSLM, DSLR oder Bridgekamera kaufen sollen. Die Bedeutung dieser Begriffe, ihre Vorteile und Nachteile und wie du die für dich beste Kamera findest, erfährst du weiter unten im folgenden Text.

DSLR, Kompaktkamera, Bridgekamera oder DSLM?

Es gibt verschiedene Arten von Kameras, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen. Doch was heißen die Begriffe DSLR, Kompaktkamera, Bridgekamera und DSLM eigentlich?

Im anschließend Text werden die unterschiedlichen Kameratypen vorgestellt. Zudem werden die Vor- und Nachteile erläutert.

Die Kompaktkamera

Kompaktkamera Sony RX100 M3
Kompaktkamera Sony RX100 M3

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ziemlich kompakte und kleine Kameras, welche nicht so schwer sind. Dadurch eignen sie sich gerade für den Gebrauch im Privaten, beispielsweise im Urlaub. Die Kompaktkamera hat ein festes Objektiv, das nicht ausgetauscht werden kann. Außerdem ist der Funktionsumfang meist relativ klein, hauptsächlich auf Vollautomatik und oft auf unterschiedliche Fachprogramme angewiesen.

Diese Kameras überzeugen mit einer sehr guten Qualität und sind mehr als ausreichend für einen üblichen Gebrauch. Der Zoombereich bei diesen Kameras ist meist überraschend hoch. Um diese Kameras professionellen einsetzen zu können, fehlen jedoch häufig die Qualität und Einstellungsmöglichkeiten.

Obwohl auch die Kompaktkameras sehr gut aufholen, wie man z.B. an den Modellen von Sony der RX100-Reihe sehen kann.

Die Bridgekamera

Bridgekamera Nikon P900
Bridgekamera Nikon P900

Dieser Kameratyp vereint die Funktionen einer Systemkamera und einer Kompaktkamera. Sie bietet mehr Einstellungsmöglichkeiten, setzt allerdings auf fest montierte Objektive mit großem Zoombereich. Normalerweise wird ein elektronischer Sucher wie DSLM verwendet. Im Gegensatz dazu verwenden viele Bridgekameras aus Kostengründen kleinere Sensoren.

Es gibt auch einige mit einem etwas größeren 1-Zoll-Sensor. Generell bieten diese Kameras eine gute Übergangslösung mit vielen Funktionen und einem kompakteren Design.

Speziell die gute Automatik und die Szenenprogramme sind gerade für Anfänger sehr hilfreich. Diese Kameras bieten ebenso mindesten Full-HD-Videoaufzeichnungsoptionen. Bei einigen Modellen sind auch Videos in 4K-Auflösung möglich. Wer sich nicht um unterschiedliche Objektive kümmern, sondern immer die passende Brennweite dabei haben möchte, für den ist die Bridgekamera eine gute Wahl.

DSLR – die Spiegelreflexkamera

Spiegelreflexkamera von Canon
Spiegelreflexkamera von Canon

DSLR ist die Abkürzung für „Digital Single Lens Reflex“. Diese DSLR-Kameras werden von Profis oft genutzt und sind weit verbreitet. Sie werden besonders für ihre hohe Bildqualität und die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten geschätzt.

Zum wesentliche Merkmal der DSLR zählt die mechanische Spiegelstruktur, die den Bildteil beim Blick durch den Sucher sehen kann. Nach dem Loslassen des Auslösers klappt der Spiegel hoch und macht ein bekanntes Geräusch. Sie können jedoch nicht das gesamte Bild im Sucher sehen und dann aufnehmen. Dies ist ein kleiner Nachteil.

Die Qualität der verwendeten Sensoren variiert stark. Zum Beispiel werden APS-C-Sensoren oftmals in billigeren digitalen SLR-Kameras verwendet, weil sie kleiner sind und die Sensoren daher billiger sind. Auf der anderen Seite bieten Vollformatsensoren eine höhere Auflösung.

Es gibt noch andere Features, die DSLR interessant machen. Sie können sie mit verschiedenen Objektiven ausstatten und für alle möglichen Anwendungen einsetzen. Generell haben digitale Spiegelreflexkameras viel Zubehör.

Nachteilig ist, dass beim Objektivwechsel die Verschmutzungsgefahr des Bildsensors bestehen kann. Sie müssen also sehr vorsichtig sein. Außerdem sind digitale SLR-Kameras größer und schwerer als Bridgekameras und Kompaktkameras.

DSLM – die Systemkamera

Systemkamera Sony Alpha 6000
Systemkamera Sony Alpha 6000

DSLM steht für „Digital Single Lens Mirrorless“. Der Name weist bereits darauf hin, dass es hier keinen Spiegel gibt. Diese Kameras werden auch als Systemkameras bezeichnet. Durch den Verzicht auf Spiegel ist die DSLM leichter, was sich insgesamt positiv auf Größe und Gewicht auswirkt.

Durch den digitalen Sucher können Sie immer genau sehen, was tatsächlich aufgenommen wurde. Daher bieten diese Kameras in der Regel auch bessere Nachtsichtfähigkeiten. Auch die neuesten Kameras verfügen über einen sehr schnellen Autofokus, der jedoch durch eine etwas höhere Akkubelastung bezahlt wird.

Außerdem sind digitale Spiegelreflexkameras viel jünger als digitale Spiegelreflexkameras. Aus diesem Grund gibt es nicht so viele Zubehörteile und Objektive. Natürlich können Sie auch hier verschiedene Objektive verwenden.

Ein großer Vorteil ist die geräuschlose Fotografie, die in einigen Situationen einen Vorteil bringen kann.

Für welchen Zweck eignet sich welche Kamera?

Für welchen Zweck eignet sich welche Kamera

Kameras für Anfänger

Hier ist DSLR oder DSLM meist keine gute Sache, da Einsteiger viele Möglichkeiten einfach nicht nutzen können. Außerdem muss mehr Geld in das Objektiv investiert werden. Deshalb ist die erste Wahl für Einsteiger meist mit Kompaktkameras und Bridgekameras verbunden. Es sei denn, man möchte direkt richtig in das Hobby Fotografie einsteigen. Dann sollte man etwas mehr in die Technik investieren.

Der Preis liegt in der Regel zwischen 100 und 400 Euro.

Kameras für Fortgeschrittene

Fortgeschrittene Benutzer können höherwertige Bridgekameras, Systemkamera oder auch eine Einsteiger-Spiegelreflex verwenden. Diese haben alle Funktionen, die man benötigt. Außerdem kann man so erste Erfahrungen mit der Technik sammeln. Kompaktkameras reichen hier nicht mehr aus.

Der Preis liegt in der Regel zwischen 300 und 600 Euro.

Kameras für Profis und Experten

Profis haben eine große Auswahl an DSLR- und DLSM-Kameras zur Auswahl, gerade wenn das Zubehör betrachtet wird. Es ist letztendlich Geschmackssache, ob es sich um eine qualitativ hochwertige Kamera mit oder ohne Spiegel handelt. Hinsichtlich Ausstattung und Preis sind nach oben fast keine Grenzen gesetzt.

Die Preise beginnen hier in der Regel bei 600 Euro, die jedoch ach schnell vierstellig werden können. Hinzu kommen die Kosten für Objektive und weiteres Zubehör.

Das Fazit

Egal für welche Kamera du dich am Ende entscheidest, mit allen Kameratypen können gute Bilder gemacht werden. Dabei musst du nicht immer teure und neue Kameras kaufen, sondern du kannst auch oftmals auf schon gebrauchte Kameras zurückgreifen.

Da diese meist noch dieselbe Funktionalität aufweisen, wie neue Modelle. Zudem sollte immer berücksichtigt werden, dass nicht nur eine Kamera ein gutes Foto aus macht, sondern auch die Fähigkeiten des Fotografen.

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