Übersicht MS-DOS Befehle

Echtes MS-DOS gibt es ja in den heutigen Windows-Versionen nicht mehr. Die letzte Version ist MS-DOS 8.00. Sie kommt seit Windows XP für das Erstellen von Startdisketten zum Einsatz. Verändert hat sich an der Version aber bis heute nichts mehr. Und mal ganz ehrlich, welcher Rechner hat noch ein Diskettenlaufwerk?

Doch es ist trotzdem sinnvoll die wichtigsten und am häufigsten benötigten MS-DOS Befehle zu kennen, denn Windows bietet mit der Eingabeaufforderung die Möglichkeit diese MS-DOS Befehle einzusetzen.

Die wichtigsten MS-DOS Befehle im Überblick

MS-DOS Befehle im Überblick

Die Eingabeaufforderung öffnet man in dem man unter Start – Ausführen den Befehl cmd eingibt. Hier kann man nun folgende MS-DOS Befehle einsetzen:

  1. DIR: Zeigt den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses an.
    Beispiel: dir /w zeigt den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses mit einer Spaltenbreite von 80 Zeichen an.
  2. CD: Wechselt das Verzeichnis.
    Beispiel: cd C:\Programme wechselt in das Verzeichnis „Programme“ auf dem Laufwerk C:.
  3. MD: Erstellt ein neues Verzeichnis.
    Beispiel: md C:\NeuerOrdner erstellt ein neues Verzeichnis mit dem Namen „NeuerOrdner“ auf dem Laufwerk C:.
  4. RD: Entfernt ein Verzeichnis.
    Beispiel: rd C:\AlterOrdner entfernt das Verzeichnis „AlterOrdner“ auf dem Laufwerk C:.
  5. COPY: Kopiert eine oder mehrere Dateien von einem Ort zum anderen.
    Beispiel: copy C:\Dokumente\MeinDokument.txt D:\Backup\MeinDokument.txt kopiert die Datei „MeinDokument.txt“ von C:\Dokumente\ auf das Laufwerk D:\Backup.
  6. DEL: Löscht eine oder mehrere Dateien.
    Beispiel: del C:\Temp*.tmp löscht alle Dateien mit der Endung .tmp im Verzeichnis C:\Temp.
  7. TYPE: Zeigt den Inhalt einer Textdatei an.
    Beispiel: type C:\Dokumente\MeinDokument.txt zeigt den Inhalt der Textdatei „MeinDokument.txt“ im Verzeichnis C:\Dokumente.
  8. REN: Benennt eine Datei um.
    Beispiel: ren C:\Dokumente\AlterName.txt NeuerName.txt benennt die Datei „AlterName.txt“ in „NeuerName.txt“ im Verzeichnis C:\Dokumente\ um.
  9. ATTRIB: Zeigt oder ändert die Attribute von Dateien oder Verzeichnissen.
    Beispiel: attrib +r C:\Dokumente\MeinDokument.txt setzt das Attribut „Read-only“ für die Datei „MeinDokument.txt“ im Verzeichnis C:\Dokumente.
  10. CHKDSK: Überprüft und repariert Fehler auf der Festplatte.
    Beispiel: chkdsk C: /f überprüft das Laufwerk C: auf Fehler und repariert diese, falls vorhanden.
  11. FORMAT: Formatieren Sie eine Diskette oder Festplatte.
    Beispiel: format C: formatiert das Laufwerk C:.
  12. XCOPY: Kopiert Dateien und Ordner und behält die ursprünglichen Attribute bei.
    Beispiel: xcopy C:\Dokumente D:\Backup /s /e /h kopiert das Verzeichnis C:\Dokumente\ auf das Laufwerk D:\Backup\ und alle Unterverzeichnisse und Dateien, einschließlich versteckter Dateien.
  13. TREE: Zeigt eine visuelle Darstellung des Verzeichnisbaums an.
    Beispiel: tree /f zeigt eine Liste aller Dateien und Verzeichnisse im aktuellen Verzeichnis und in allen Unterverzeichnissen an.
  14. FDISK: Verwaltet die Partitionierung von Festplatten.
    Beispiel: fdisk /mbr stellt den Master Boot Record (MBR) auf der Festplatte wieder her.
  15. IPCONFIG: Zeigt Informationen über die Netzwerkkonfiguration an.
    Beispiel: ipconfig /all zeigt die IP-Adresse, den Subnetzmaskenwert, das Standardgateway und die DNS-Serveradresse für alle Netzwerkadapter an.
  16. NETSTAT: Zeigt Informationen über aktive Netzwerkverbindungen an.
    Beispiel: netstat -a zeigt alle aktiven Netzwerkverbindungen und deren Status an.
  17. PING: Testet die Verbindung zu einem anderen Computer im Netzwerk.
    Beispiel: ping 192.168.0.1 testet die Verbindung zum Computer mit der IP-Adresse 192.168.0.1.
  18. TRACERT: Verfolgt den Weg eines Pakets durch das Netzwerk.
    Beispiel: tracert www.google.com zeigt den Pfad, den ein Paket von Ihrem Computer zu Google-Servern nimmt.
  19. FORMAT: Formatieren Sie eine Diskette oder Festplatte.
    Beispiel: format D: /q /u formatiert das Laufwerk D: mit der schnellen Formatierung und löscht alle Daten.
  20. LABEL: Weist einem Datenträger ein Etikett zu.
    Beispiel: label C: System gibt dem Laufwerk C: das Etikett „System“.
  21. MEM: Zeigt den Speicherplatz und dessen Verwendung an.
    Beispiel: mem /c zeigt den freien und belegten Speicherplatz sowie den Speicherplatzbedarf für die verschiedenen Gerätetreiber an.
  22. SCANDISK: Überprüft und repariert Fehler auf der Festplatte.
    Beispiel: scandisk C: überprüft das Laufwerk C: auf Fehler und repariert diese, falls vorhanden.
  23. SORT: Sortiert den Inhalt einer Textdatei.
    Beispiel: sort C:\Dokumente\Unsortiert.txt > C:\Dokumente\Sortiert.txt sortiert den Inhalt der Datei „Unsortiert.txt“ im Verzeichnis C:\Dokumente\ und speichert die sortierte Ausgabe in der Datei „Sortiert.txt“.
  24. SET: Legt Umgebungsvariablen fest oder zeigt deren Wert an.
    Beispiel: set PATH=C:\Programme;C:\Windows\System32 legt den Wert der Umgebungsvariable „PATH“ auf „C:\Programme;C:\Windows\System32“ fest.
  25. TIME: Zeigt die aktuelle Systemzeit an oder legt diese fest.
    Beispiel: time 12:00:00 legt die Systemzeit auf 12:00:00 Uhr fest.
  26. VER: Zeigt die Version von MS-DOS an.
    Beispiel: ver zeigt die Version von MS-DOS an, die auf Ihrem Computer installiert ist.
  27. VOL: Zeigt das Volume-Label eines Datenträgers an.
    Beispiel: vol C: zeigt das Volume-Label des Laufwerks C: an.
  28. ASSOC: Zeigt die Zuordnung zwischen Dateierweiterungen und Dateitypen an.
    Beispiel: assoc .txt zeigt den Dateityp an, der der Erweiterung .txt zugeordnet ist.
  29. EXIT: Beendet die MS-DOS-Eingabeaufforderung.
    Beispiel: exit beendet die MS-DOS-Eingabeaufforderung und kehrt zum normalen Betriebssystem zurück.

Um die Abarbeitung eines Befehles zu unterbrechen kann man die Tastenkombination STRG und C benutzen. Um die Eingabeaufforderung zu schließen gibt man den Befehl exit ein.

Stand: 2.10.2023 um 21:13 Uhr / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API.

Schreibe einen Kommentar